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Sonne, Regen, Berg und Tal

4. Juli 2014 I Sommerausflug der Fachausschüsse Print

Die Fachausschüsse Print des DJV Berlin und JVBB haben ihre zweite Radtour nach Brandenburg gemacht. Dieses Mal ging es nach Frankfurt in den Oderbruch - und zur Märkischen Oderzeitung.

Von Astrid Sonja Fischer

Die Radtour der Fachausschüsse Print von JVBB und DJV Berlin am 22. Juni begann in diesem Jahr an der Oder. In der Redaktion der Märkischen Oderzeitung (MOZ) in Frankfurt führte Redakteur Jens Sell durch die Räumlichkeiten der unterschiedlichen Schwerpunktredaktion und erläuterte die Anlagen und Prozesse in der Druckerei.

Im Haus der Märkischen Oderzeitung in Frankfurt werden die Märkische Oderzeitung sowie die Anzeigenblätter Märkischer Markt und Märkischer Sonntag gedruckt. Die neue Druckmaschine aus Weingarten erlaubt einen durchgängigen Vierfarbdruck auf 32 Seiten der Tageszeitung bei einer Leistung von 30.000 Exemplaren in der Stunde.

Neue Druckmaschine durch das Hallendach gehoben

Beeindruckend war insbesondere die ingenieurstechnische Leistung bei Lieferung und Einbau der Anlage: Die Maschine wurde in vier Blöcke und 1000 kleine Dinge zerlegt und mit einem Kran durch ein vier mal vier Meter großes Oberlicht in die Halle gebracht, deren Boden für die 100 Tonnen Gewicht eigens neu betoniert und armiert worden war. Derzeit beginnt gerade die schrittweise Umstellung der ersten der zwölf Lokalausgaben auf den durchgängigen 4c-Druck. Eine zweite Maschine von 1994 erlaubt nur den teilweisen Vierfarbdruck und bleibt als Backup stehen.

Wie viele Regionalzeitungen hat die MOZ, die zur Südwest Presse in Ulm gehört, mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Dies spüren auch die Mitarbeiter am Standort Frankfurt. Die Geschäftsführung will die Personalkosten senken und stellt jede Abteilung auf den Prüfstand. Durch intelligente Schichtlösungen und Besetzungspläne sollen im Zusammenhang mit der Umstellung des Druckprozesses möglichst keine Drucker betriebsbedingt gekündigt werden. Der Betriebsrat hat insbesondere die Praxis, in der Redaktion freiwerdende Stellen nicht nach zu besetzen, mehrfach scharf kritisiert.

Im Anschluss an den Redaktionsbesuch ging es bei abwechselndem Regen und Sonnenschein in einer Berg- und Talfahrt auf dem Oder-Neiße-Radfernweg nach Lebus. Im Restaurant Oderblick entschädigte auf der Terrasse bei schönster Sonne das reichliche Mittagessen für die steile Anfahrt im Regen und mobilisierte die Kräfte für den Rückweg.

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