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"Gabi fehlt" 13. März 2013

13. März 2013 I Ausstellung

Vor einem Jahr ist die Fotografin und Schatzmeisterin des DJV Berlin Gabi Fromm gestorben. Mit einer Ausstellung gab nun der Fachausschuss Bild einen Rückblick auf ihr Werk.

Wenige Monate vor ihrem Tod war Gabriele Fromm noch mit auf dem Bundesverbandstag in Würzburg. Ihr Tod kam für alle überraschend. Ein Jahr danach ehrt der DJV Berlin sie nun mit einer Ausstellung ihrer Bilder, die am vergangenen Freitag mit über 50 Gästen eröffnet wurde.

„Gabi war zu hundert Prozent Mensch, ehrlich, authentisch, unverwechselbar“, sagte Beate Fichtner, die stellvertretende Vorsitzende des DJV Berlin in ihrer Laudatio. Fromm habe den Posten der Schatzmeisterin in schwieriger Zeit übernommen und den Bundesfachausschuss Bild in bewegten Zeiten geleitet. Fromm war Fotografin für den Stern, die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost, den Tagesspiegel und die taz sowie Dozentin an der Hochschule der Künste. „Gabi war eine wirklich mutige Frau. Oft war sie mit ihrer Kamera an vorderster Front unterwegs, mitten im Zeitgeschehen. Meistens war sie sogar die einzige Frau in der großen Fotografenmeute und schlichtete bei Rangeleien um die besten Plätze zwischen den Männern.“

Norbert Kesten vom Fachausschuss Bild und die Fotokünstlerin Simone Ahrend vom Fachausschuss Chancengleichheit organisierten die Ausstellung und sichteten Fromms Archiv. Zum Schluss hieß es, fünfzehn Fotos aus zweitausend auszuwählen. Die Ausstellung begann mit dem Mauerfall, führte durch die Wendezeit zu den demokratischen Umwälzungsprozessen nach Osteuropa. Auch Fotos vom Arbeitskampf der Journalisten mit dem Slogan „Unsere Arbeit ist mehr wert“ sollten nicht fehlen. Sie gehören zu den letzten, die Gabi Fromm geschossen hat. Das war im Jahr 2011 auf dem Verbandstag in Essen. Gabi Fromm ist am 14. Februar 2012 im Alter von nur 54 Jahren gestorben. Was bleibt, ist ihr Werk. Sie ist ihren Protagonisten auf Augenhöhe und mit Respekt begegnet. So entstanden Fotografien, die beeindrucken und ein Stück Zeitgeschichte in sich tragen.

Fichtner sagte: „Sie war eine kleine, bescheidene Person. Sie selber hätte diese Ausstellung so vielleicht gar nicht gewollt. Sie glaubte, noch lange nicht am Ende ihres Weges zu sein. Sie wollte noch tiefer in die Geheimnisse der Fotografie eindringen, hatte sogar noch ein Studium der Bildgestaltung in Magdeburg begonnen und wurde doch mitten aus dem Leben katapultiert. So ist es an uns, ihr zu danken, sie zu ehren. Gabi fehlt.“ (Beate Fichtner/Simone Ahrend/Norbert Kesten/js)

Die Ausstellung „Gabi Fromm – ein Rückblick“ ist noch bis Mitte Juni in der Geschäftsstelle des DJV Berlin zu sehen. (Beate Fichtner)

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