Kein Konzept, kein Jugendkanal

Björn Böhning (links) im Gespräch mit Michael Rediske (JVBB- Geschäftsführer) und Katharina Dockhorn (FA Freie, DJV Berlin). Foto: Bernd Lammel

5. April 2014 I ARD und ZDF

Medienpolitiker Björn Böhning war zu Gast beim DJV Berlin. Er erklärte, warum der geplante Jugendkanal von ARD und ZDF gescheitert ist und wie er zur Zukunft der Deutschen Welle steht.

Der Jugendkanal von ARD und ZDF ist Geschichte, bevor er auf Sendung ging. Mit diesen Neuigkeiten überraschte Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei des Landes Berlin und zuständig für die Medienpolitik. Eingeladen zu dem Runde-Tisch-Gespräch am 3. April hatte der Fachausschuss Freie des DJV Berlin.

Für die Finanzierung eines attraktiven Programms eines Jugendkanals hätten die Verantwortlichen der Sender den Ministerpräsidenten der Länder kein überzeugendes Konzept vorgelegt, so Böhning. Auch die Standortfrage war strittig. Böhning sagte, dass sich Klaus Wowereit aktiv bei den Intendanten für Berlin mit seiner hippen Jugend-Szene eingesetzt habe. Der Favorit bei den Sendern war hingegen Mainz.

Besser sieht es hingegen bei der Deutschen Welle aus. Der Senat ist in Gesprächen mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Böhning sprach sich für ein solide finanziertes attraktives Auslands-Fernsehen aus, das mit ARD und ZDF eng kooperiert. Die Sorgen der Beschäftigten im Zuge der Programmreform formulierte der Personalratsvorsitzende der DW Berlin, Klaus Enderle. Er vereinbarte mit Böhning weitere Gespräche.