DJV Berlin strebt gemeinsame Akkreditierungsempfehlungen mit Messe Berlin und der Berlinale an

Die "Rolling Stones" kommen auch ohne Presseausweis auf die Berlinale. Wer nicht singen, sondern von dort berichten will, dem hilft ein Ausweis vom DJV Berlin. Foto: "Rolling Stones Berlinale Filmfestspiele 2008 Berlin", Mario Escherle (Lizenz: CC BY-SA 2.0)

20. Dezember 2014 I Markus L. Blömeke

Frauke Greiner, Sprecherin der Berlinale und Michael Hofer, Sprecher der Messe Berlin, sind kürzlich zu einem Gespräch in die Geschäftsstelle des DJV Berlin gekommen, um dort gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Lammel und Geschäftsführer André Gählert Lösungen zu Problemen bei der Akkreditierung von Journalisten zu finden.

Schnell wurden sich die Gesprächsteilnehmer darüber einig, dass Pseudo-Journalisten den Veranstaltern derzeit massiv das Leben schwer machen. Als Beispiele wurden bei ebay gekaufte Presseausweise und gefälschte Redaktionsschreiben genannt: Zunehmend versuchen branchenfremde Personen, die lediglich vorgeben, Journalisten zu sein, sich Veranstaltungszugänge zu erschleichen.

Zutage tritt dieses Problem wegen der begrenzten Kapazitäten der Veranstalter: Die Zahl der Akkreditierungswünsche überschreitet die Zahl der verfügbaren Plätze häufig bei weitem. Berlinale und Messe werden von landeseigenen Gesellschaften ausgerichtet. Die klammen Berliner Kassen werden also zusätzlich belastet, wenn Branchenfremde den kostenfreien Eintritt bei der Messe oder das Pressezentrum der Berlinale in Anspruch nehmen. Zudem verringert sich dadurch bei Kolleginnen und Kollegen, die tatsächlich berichten wollen, die Chance auf einen Zugang.