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Online-Workshop „Recherchieren im Darknet“
04
Dez
bis
05
Dez

Wie komme ich ins Darknet? Welche Tools benötige ich? Wo lohnt es sich, zu recherchieren, wo verschwende ich eher meine Zeit? Und: Wie sehen erfolgversprechende Recherchestrategien aus in einem Umfeld, in dem Menschen eigentlich nichts über sich preisgeben wollen? Anhand von Best-Practice-Beispielen entwickeln die Teilnehmenden bei eigenen Recherche-Übungen im Darknet unter Anleitung individuelle Strategien.

Referent Daniel Moßbrucker ist Security-Trainer und Journalist für die Themen Überwachung, Datenschutz und Internetregulierung. Bei Reporter ohne Grenzen war er bis 2019 Referent für Internetfreiheit.

Der besseren Konzentration wegen gliedert sich der Workshop in zwei Module à vier Stunden:

  • Freitag, 4. Dezember, 15.00-19.00 Uhr und Samstag, 5. Dezember 11.00-15.00 Uhr.

Kosten für beide Tage: 99 Euro für Mitglieder (als Student/innen 49 Euro) - 199 Euro für Nichtmitglieder.

Anmeldung Recherche Darknet

Foto: Reporter ohne Grenzen

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Das Darknet gilt als einer der letzten Orte, an dem Recht und Moral nicht zählen: Drogendealer und Waffenhändler bieten unverhohlen ihre Ware an, Hacker handeln mit Überwachungswerkzeugen. Das „finstere Netz“ hat einen schlechten Ruf, obwohl es in vielen Ländern auch als Mittel dient, Zensur und Überwachung zu umgehen. Journalistinnen und Journalisten in Deutschland berichteten bisher meist über das Darknet, wenn Ermittlungsbehörden ein Schlag gegen illegale Foren- und Handelsplätze gelungen ist. Regelmäßig müssen Redaktionen 1:1 die Versionen der Behörden wiedergeben, weil sie selbst kaum Know-How zum Darknet haben. Dass Journalistinnen und Journalisten dort selbst recherchieren, ist die absolute Ausnahme. In diesem Workshop sollen die Teilnehmenden daher lernen, nicht nur über, sondern auch aus dem Darknet zu berichten. Im Zentrum stehen grundsätzliche Fragen: Wie komme ich ins Darknet? Welche Tools benötige ich? Wo lohnt es sich, zu recherchieren und wo verschwende ich eher meine Zeit? Und: Wie sehen erfolgversprechende Recherchestrategien aus in einem Umfeld, in dem Menschen eigentlich nichts über sich preisgeben wollen? Hierzu werden Best Practice-Beispiele besprochen, vor allem aber entwickeln die Teilnehmenden bei eigenen Recherche-Übungen im Darknet unter Anleitung individuelle Strategien. Gleichzeitig verfolgt der Workshop einen holistischen Ansatz, sodass am Rande immer auch technische Grundlagen des Darknet, rechtliche Gefahren bei der Recherche sowie eine Einführung in Kryptowährungen wie Bitcoin auf dem Programm stehen. Das Seminar ist geeignet für Rechercheurierende, die zu Rechtsextremismus, organisierter Online-Kriminalität (vor allem Drogen- und Waffenhandel) oder Hacking arbeiten und einen langen Atem mitbringen. Wer hier während des Workshops Potentiale für die eigene Arbeit entdeckt, hat soll im Anschluss das nötige Rüstzeug besitzen, um direkt mit der ersten Recherche beginnen zu können.

Daniel Moßbrucker ist Security-Trainer und Journalist für die Themen Überwachung, Datenschutz und Internetregulierung. Er hat in Dortmund Journalistik und in Hamburg Digital Journalism studiert. Sein Volontariat absolvierte er studienbegleitend beim Hessischen Rundfunk. Bei Reporter ohne Grenzen war er bis 2019 Referent für Internetfreiheit. Er ist regelmäßig als Dozent für Berufsverbände wie den DJV tätig und hat bereits auf diversen Konferenzen im Inund Ausland gesprochen, etwa der re:publica, dem netzwerk recherche oder dem Oslo Freedom Forum. Kontakt: mail@daniel-mossbrucker.de (PGP: 9C4ED204)

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