Erste Insolvenzverfahren sind eröffnet

Screenshot dapd.de

7. Dezember 2012 I dapd

Erste Insolvenzverfahren über die Vermögen der zahlungsunfähigen Töchter der Agenturgruppe dapd sind beim Amtsgericht Charlottenburg eröffnet worden.

Am 18. Dezember entscheidet ein New Yorker Gericht, ob dapd die AP- Lizenz behält. Davon hängt es ab - zumindest vorerst - mit welcher deutschen Nachrichtenagentur die amerikanische AP in Zukunft zusammenarbeitet.

Bis Ende November dauerte die Phase der vorläufigen Insolvenz für sieben der Firmen. Seit Anfang Dezember gibt es kein Insolvenzgeld mehr von der Bundesagentur für Arbeit. Eine Abfindung für die Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen müssen, ist offenbar nicht vorgesehen.

In einigen Fällen scheinen zudem die Kündigungsfristen falsch berechnet worden zu sein, denn es gelten die vertraglichen/gesetzlichen Kündigungsfristen und nicht die abgekürzten der Insolvenz, weil zum Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung noch kein Insolvenzverfahren bestanden hat.

Fest steht, dass von den Gesellschaften, die nicht im Insolventverfahren sind, ddp direct an die norwegische NHST Media Group gekauft worden ist. Die HQTA AG (ehemals dapd media holding) hat den PR-Dienstleister veräußert. Damit soll HQTA-Aufsichtsratschef Peter Löw zufolge die Zukunft der 26 Mitarbeiter gesichert sein.

Der DJV und die Berliner Landesverbände unterstützen ihre Mitglieder bei dapd mit individueller Beratung.