5000 Journalisten arbeitslos

27. Mai 2013 I Bundesagentur für Arbeit

5000 Journalisten sind als arbeitslos gemeldet - fast zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Der DJV- Vorsitzende Konken sieht darin einen krassen Widerspruch zu den Renditen vieler Medienunternehmen.

Die Bundesagentur für Arbeit meldet drastische Zahlen: Im April waren knapp 5000 Journalisten als arbeitslos gemeldet - fast zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. 9100 Journalisten suchen eine Stelle, haben also beispielsweise einen Vertrag, der bald ausläuft.

„Ein so drastischer Anstieg der arbeitslosen Kolleginnen und Kollegen ist ein Alarmzeichen für die Lage des Journalismus in Deutschland“, sagt der DJV- Bundesvorsitzende Michael Konken. „Dass so viele Journalisten ihre Arbeit verloren haben, steht in krassem Widerspruch zu den alles in allem immer noch stattlichen Renditen der meisten Medienunternehmen.“

Auch die Arbeitsbelastung in den Redaktionen rechtfertige keinen Personalabbau. „Wer mit journalistischer Qualität Geld verdienen will, braucht dafür arbeitende und nicht arbeitslose Journalisten“, sagt Konken. Er fordert die Medienunternehmer auf, sich aktiv für den Erhalt journalistischer Arbeitsplätze einzusetzen. „Journalist ist ein qualifizierter Beruf. Eine einmal weggefallene Stelle später neu zu schaffen, kann teurer sein als sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erhalten.“