"1933. Der Anfang vom Ende des deutschen Judentums"

Screenshot jmberlin.de

"1933. Der Anfang vom Ende des deutschen Judentums"

30. Januar 2013

"Heute ist also Hitler Reichskanzler, eine nette Gesellschaft, na die werden auch mit Wasser kochen, bleibt abzuwarten was nun kommt!", schreibt Rosa Süss aus Mannheim 1933 an ihre frisch vermählte Tochter Liselotte und deren Mann Manfred Sperber, die in Italien ihre Flitterwochen verbringen. Bis Ende 1933 sollten über 300 Erlasse, Verordnungen und Gesetze den Juden in Deutschland das Leben schwer machen.

Das Jüdische Museum Berlin hat anlässlich des 80. Jahrestages von Hitlers Machtergreifung am 30. Januar 1933 das Online-Projekt "1933. Der Anfang vom Ende des deutschen Judentums" gestartet. Bis Ende 2013 werden Zeugnisse der Entrechtung und Verdrängung wie auch Belege des normalen Alltags der deutschen Juden gezeigt.

Mehrmals in Monat werden Dokumente und Fotografien präsentiert – jeweils 80 Jahre nach ihrer Entstehung. Die gezeigten Objekte, darunter Urkunden und Ausweise, Briefe und Postkarten, Anträge und Protokolle, Tagebucheinträge, Notizen und Fotografien, geben Einblick in die unmittelbaren und indirekten Auswirkungen der anti-jüdischen Maßnahmen sowie in die Reaktionen, die sie hervorriefen. Hier geht es zum Online-Projekt.

"Mein Kampf mit Hitler"

Das ZDF hat zur Machtergreifung Hitlers einen dreiviertelstündigen Dokufilm produziert. "Mein Kampf mit Hitler" zeigt die wahre Geschichte des 25-jährigen Rechtsreferendars Sebastian Haffner, der 1933 die Machtübernahme Hitlers in Berlin erlebte. Er wurde Zeuge eines dramatischen Umbruchs, sein bester Freund musste fluchtartig emigrieren, Haffners Liebe zu einer Jüdin zerbrach. Hier kann man sich den Dokufilm ansehen.