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Zwei Trauerfälle im Verband

14.08.2020

Wir trauern um unsere Mitglieder Mathias Puddig und Michael L. Müller.

Foto Michael Ludwig Müller: privat, Foto Mathias Puddig: Gerd Markert

Zwei Trauerfälle hat unser Verband in diesen Tagen zu beklagen. Viele haben von dem schrecklichen Unfall gelesen, bei dem vergangene Woche ein Lastwagen vor einer roten Ampel in Adlershof auf ein wartendes Fahrrad aufgefahren ist. Der getötete Radfahrer war eins unserer Mitglieder, Mathias Puddig, der 35-jährige Hauptstadtkorrespondent der Märkischen Oderzeitung. Verstorben ist ebenfalls eines unserer treuesten älteren Mitglieder: Michael Ludwig Müller arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Korrespondent der Morgenpost im Rathaus Schöneberg.

 

Die Kolleg/innen von Mathias Puddig von der MOZ haben einen Text verfasst, den wir im Auszug hier bringen dürfen:

„Dieser Unfall erschüttert unsere Redaktion bis ins Mark. Denn bei dem Toten handelt es sich um unseren Kollegen und Freund Mathias Puddig. Er wurde 35 Jahre alt. Er arbeitete als politischer Korrespondent, noch vor wenigen Tagen führte er ein langes Interview mit der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken. Er war neugierig, fröhlich, vielseitig interessiert, offen für die Welt – so wie es ein guter Journalist sein muss, wie es ein Mensch sein sollte und nur wenige es sind. "Ich will Journalist werden", mit diesen Worten war Puddig beim Oranienburger Generalanzeiger aufgetaucht, für den er bereits als Abiturient geschrieben hatte. Sein plötzlicher Tod ist ein schrecklicher Verlust für uns alle.“

 

Michael L. Müller war in unserem Kreis geschätzt und beliebt, weil er stets interessante Meinungen zum Gedankenaustausch beigetragen hat. „Ich will Journalist werden“ stand für den 23-jährigen fest, nachdem er als Ferienvolontär bei den Nürnberger Nachrichten durch Zufall die Gelegenheit bekommen hatte, eine große Reportage zu schreiben.

Später studierte er in Berlin an der Freien Universität  Publizistik, als Dr. phil. wurde er promovierte und wurde dann Redakteur der Berliner Morgenpost.

In seinem Buch „Berlin 1968“ schilderte er die Ereignisse um den Schah-Besuch und die Tötung von Benno Ohnesorg. In einem zweiten Buch beschrieb er den Einfluss von SED, Stasi & Co. auf die Bundesrepublik. Ab 1971 bis zu seiner Pensionierung arbeitete Michael L. Müller als Korrespondent der Morgenpost im Rathaus Schöneberg.

Michael L. Müller setzte sich immer für gewerkschaftliche Anliegen ein, war ein immer präsentes Mitglied in unserem Verband. Er wird uns als Kollege fehlen.

 

(Den Nachruf auf Dr. Michael Ludwig Müller haben Kolleg/innen vom Kompetenzteam Generation+ verfasst.)

 

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