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Pressemitteilung

Einstellung von „zibb“ und „rbb um6“ beim rbb

22.02.2021

Und was wird aus den freien Mitarbeiter*innen?

Der DJV Berlin-JVBB kritisiert den Umgang der rbb-Leitung mit den Mitarbeitenden, die am Standort Potsdam ihre Beschäftigung verlieren. Hintergrund ist die geplante Einstellung der Vorabendsendungen „zibb“ und „rbb um6“ im Rahmen des geplanten Programmumbaus zum Jahreswechsel 2021/22.

 

„Rund 75 Freie haben in den vergangenen Tagen die Kündigung ihrer bisherigen Verträge erhalten“, sagt Steffen Grimberg, Vorsitzender des DJV Berlin-JVBB. „Es wäre der sozialen Verantwortung des rbb angemessen, wenn die Pressemitteilung zur Umstrukturierung des Vorabendprogramms auch auf die Folgen für die Beschäftigten einginge. Doch: Fehlanzeige.“  Stattdessen sei in der Pressemitteilung wie auch auf rbb-online.de nur davon die Rede, man könne mit der neuen Programmstruktur „günstiger produzieren“. Grimberg: „Die Frage liegt auf der Hand: Welche Beschäftigungsmöglichkeiten gedenkt der rbb denjenigen anzubieten, die zum Jahresende ihre Arbeit bei diesen Sendungen verlieren?“

 

Auch in dem Schreiben, mit dem die Betroffenen Ende vergangener Woche die Nachricht von der „Beendigung Ihrer Mitarbeit in freier Tätigkeit“ erhielten, ist von Bemühungen des Senders, Ersatzbeschäftigung zu finden, an keiner Stelle die Rede. Der DJV Berlin-JVBB unterstützt daher die Forderung der Mitarbeitendenvertretungen des Senders, „diese Kolleg:innen mit höchster Priorität bei der Auswahl des Personals für die Nachfolgeformate zu berücksichtigen“. (Wortlaut der Stellungnahme im Anhang)

 

Grimberg weiter: „Schon bei unserer Stellungnahme zum Entwurf des künftigen rbb-Staatsvertrags haben wir darauf hingewiesen, dass die Zentralisierung der Nachrichtenproduktion für ganz Berlin und Brandenburg in der Masurenallee nicht zu einer Vernachlässigung der Standorte außerhalb Berlins führen darf, wie sie jetzt im Fall des Vorabendprogramms droht. Der DJV Berlin-JVBB fordert daher einen klaren Auftrag zur journalistischen Eigenständigkeit der rbb-Standorte in Brandenburg, weil nur so eine angemessene Berichterstattung für beide Bundesländer gewährleistet werden kann.“

 

Für Rückfragen: Steffen Grimberg, 0171 - 644 53 09   

 

2021-02-18_Gemeinsame_Stellungnahme_der_Mitarbeitervertretungen.pdf
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