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Bonus-System beim RBB umgehend stoppen!

17.08.2022

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Der DJV Berlin - JVBB fordert vom rbb, das umstrittene Bonus-System zur angeblich leistungsbezogenen Entlohnung der Intendanz und des Direktoriums umgehend zu stoppen. „Das intransparente Bewertungssystem und die fragwürdigen Kriterien werfen erneut kein gutes Licht auf die Geschäftsleitung des Rundfunk Berlin-Brandenburg“, kritisiert Steffen Grimberg, Vorsitzender des DJV Berlin - JVBB. Dass von der ehemaligen rbb-Intendantin Patricia Schlesinger eingeführte System habe auch dazu gedient, die wahren Bezüge der Anstalts-Spitze zu verschleiern, so Grimberg. Damit führe die rbb-Geschäftsleitung ihre eigenen Transparenzbekundungen öffentlich ad absurdum und verspiele weiteres Vertrauen bei den Mitarbeitenden, der Politik und den Beitragszahlenden.

„Die durchsichtige Wortklauberei des Top-Managements, es gäbe gar keine Bonus-Zahlungen, sondern lediglich ‚leistungsabhängige Gehaltsanteile‘, ist für den rbb in der aktuellen Situation Gift und gegenüber allen festen und freien Mitarbeitenden schlichtweg unverschämt“, so Grimberg weiter. „Dass zu den Kriterien für das Erreichen der Bonus-Zielvorgaben auch Sparmaßnahmen und Personalabbau gehörten, wie rbb-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus zugeben musste, schlägt dem Fass den Boden aus.“

Die besonderen Bedingungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien mit denen in der freien Wirtschaft, wo Boni häufig an Kennziffern wie Umsätze oder Renditen gekoppelten sind, nicht vergleichbar, so der Vorsitzende des DJV Berlin - JVBB. „Das zeigt sich schon daran, dass es bei keinem anderen öffentlich-rechtlichen Medienhaus in Deutschland ein solches System mit ‚leistungs-abhängigen Gehaltsanteilen‘ gibt.“

Für Rückfragen: Steffen Grimberg, 0171 / 644 53 09

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