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Unser Mann fürs Doping ist wieder in Berlin

ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt arbeitet künftig komplett für den rbb

25.03.2021

Seppelt: privat/hjs

So ganz hat er Berlin ja eigentlich nie verlassen. Jetzt ist er wieder richtig da: Hajo Seppelt, ARD-Dopingexperte und Mitglied im DJV Berlin-JVBB, ist ab sofort beim rbb angedockt. Das passt, schließlich hat Seppelt seine Journalisten-Kariere 1985 beim Sender Freies Berlin (SFB) begonnen. Und schon hier hat ihn das Thema Doping beschäftigt: „Ich habe in der zweiten Hälfte der 80er über die DDR-Meisterschaften im Schwimmen berichtet", erinnert sich Seppelt, „da fielen mir schon die verdächtig starken Leistungen vor allem der oft sehr jungen Frauen auf.“ 1997 machte er schließlich einen Film über das „Staatsgeheimnis Kinderdoping“. Es folgten Stationen als der ARD-Mann fürs Schwimmen. Und auch hier setzte sich Seppelt - nicht ohne Widerstände in den eigenen Reihen und von anderen Sportjournalisten - weiter mit der Doping-Problematik auseinander. „Irgendwann nannten sie mich dann den ARD-Dopingexperten“, so Seppelt - was die Sache für ihn nicht einfacher machte.

 

Es brauchte viele Konflikte und dauerte bis 2006, dann baute der WDR die erste richtige Fachredaktion zum Thema Doping in der ARD auf. Ganz vorne auf diesem nicht gerade spannungsfreien Weg mit dabei war natürlich Hajo Seppelt. Heute ist er angekommen, wenn es um das Thema Doping geht. Es ist sein Verdienst, dass auch die weniger schönen Seiten des Sports und der Sportpolitik mittlerweile fest zum Programm der öffentlich-rechtlichen Sender gehören. 2015 wurde er mit einem Medienpreis ausgezeichnet, der Seppelts Hartnäckigkeit und großes Engagement für diese wichtigen Themen schon im Namen trägt. Für die Reportage über Doping in der Leichtathletik gab es den „Langen Atem“ des DJV/JVBB.

 

„Ich habe dem WDR viel zu verdanken“, sagt Seppelt heute. Zum rbb fühlt er sich nun nicht nur hingezogen, weil er das Funkhaus in der Masurenallee und immer noch viele Kolleginnen und Kollegen dort kennt. „Berlin ist nicht nur meine private, sondern auch meine berufliche Heimat“, so Seppelt. „Der rbb hat mit Patricia Schlesinger eine Intendantin, die ich seit langem kenne und die sich sehr für hintergründigen Journalismus einsetzt“. 2008 hatte Schlesinger als Doku-Chefin des NDR schon Seppelts Film „Olympia - Reich der Mittel“ über die Olympischen Spiele in Peking betreut. „Danach haben wir uns nicht aus den Augen verloren“.

 

Von daher war es logisch, dass sich der rbb schon 2018 an Seppelts Arbeit beteiligte und sich seitdem mit dem WDR die Federführung in der ARD in Sachen Doping geteilt hat. Seit 2018 hat Seppelt auch seine eigene Produktionsfirma, bei der die Anbindung an den rbb schon immer gegeben war. Denn EyeOpening Media sitzt in unmittelbarer Nachbarschaft zum rbb-Stand in Potsdam. Nun produziert Seppelt, dessen Recherchen wie beispielsweise über staatlich verordnetes Doping in Russland auch international renommiert sind, nur noch über den rbb für die ARD. Der DJV Berlin begrüßt Hajo Seppelt ganz herzlich in der alten neuen Heimat! 

 

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