Hinweis

Unsere Geschäftsstelle ist zwischen dem 22. Dezember 2016 und dem 03. Januar 2017 geschlossen.
Wir wünschen Ihnen eine ruhige Weihnachtszeit und einen entspannten Start ins neue Jahr.
Bei Notfällen senden Sie bitte eine Mail an: notfall@djv-berlin.de (nur für Mitglieder).

Presseausweis 2016 und 2017

Presseausweis 2010 jetzt bestellen!

Für Mitglieder kostenfrei, für Nicht-Mitglieder gegen Gebühr erhältlich.
Weitere Infos und Antrag hier.

Jetzt Mitglied werden!

Sie möchten Mitglied werden? Aufnahmeantrag, Beitragstabelle und weitere Infos finden Sie hier

DJV Flyer und Broschüren

Versorgungswerk der Presse

Presserat

Jeder kann sich beim Presserat über eine redaktionelle Veröffentlichung in Zeitungen, Zeitschriften und deren Online-Medien beschweren. Alle Beschwerden werden einzeln geprüft und statistisch erfasst. Link zur Seite des Presserates.

30. November 2016

Digital werden, heißt verändern – Frauen diskutieren Online-Journalismus

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo


von Judith Langowski

Am Mittwochabend im DJV Berlin saßen nur Frauen auf der Bühne. Im Saal: 70 Frauen, 7 Männer. Das Thema, welche Möglichkeiten gibt es im digitalen Journalismus in den USA und Deutschland.
Die Gäste auf dem Podium brachten Fachwissen mit: Ann Friedman, freie Journalistin aus Los Angeles, schreibt regelmäßig für die Los Angeles Times und New York Magazine und ist bekannt für kreative journalistische Konzepte, wie einem Podcast und ihrem regelmäßigem Newsletter, dem Ann Friedman Weekly. Begleitet wurde sie von Teresa Bücker, Redaktionsleiterin bei Edition F und Social Media-Expertin, und Inga Höltmann, Expertin für digitalen Wandel und freie Journalistin, begleitet. mehr

22. November 2016

Gespräch zum Medienwandel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel


Auf Einladung der Fulbright-Kommission sprachen am vergangenen Freitag, Sebastian Esser, Herausgeber und Gründer des Onlinemagazins „Krautreporter“, Bernd Lammel und Clemens Glade vom DJV Berlin mit amerikanischen Nachwuchsjournalisten zum Thema „Digital Media: New Business Models and Journalistic Formats“. Esser beschrieb das Geschäftsmodell des Krautreporters und die Herausforderungen, Entrepreneur in einer sich wandelenden Medienlandschaft zu sein. Lammel und Glade berichteten von den allgemeinen Herausforderungen, vor denen gerade freie Journalisten heute stehen. Dabei wurde schnell deutlich: die viel zitierte digitale Transformation ist nicht nur ein Thema für Unternehmen, sondern für jeden einzelnen Marktteilnehmer. Die Programm-Teilnehmer beteiligten sich interessiert an diesem Gespräch, das zum Abschlusstag des „Fulbright Berlin Capital Program 2016“ gehörte.
Das Deutsch-Amerikanische Fulbright-Programm verwirklicht die Idee Senator Fulbrights: Die Förderung von gegenseitigem Verständnis zwischen den USA und Deutschland durch akademischen und kulturellen Austausch.

11. November 2016

Soli-Aktion für die MitarbeiterInnen im Berliner Verlag

Noch im alten Haus: die MitarbeiterInnen des Berliner Verlages Foto: Bernd Lammel

Nach den Kürzungsplänen von Dumont für den Berliner Zeitung und Berliner Kurier sollen fast die Hälfte der 160 Mitarbeiter entlassen werden. Ab Mitte November müssen sich alle Mitarbeiter bei der neugründeten Berliner Newsroom GmbH bewerben, dabei konkurrieren sie auch mit Bewerbern von außen.

Berliner Kollegen/innen rufen deshalb zu einer Soli-Aktion auf, um darauf aufmerksam zu machen, wer die Zeitung und seine derzeitige Qualität ausmacht.
Auf Twitter wird unter dem Hashtag #Weiterlesenwollen geteilt, warum die Hauptstadtblätter in der derzeitigen Qualität unverzichtbar für Berlin sind.

8. November 2016

DJV-Verbandstag bestätigt Reformwillen mit deutlicher Mehrheit

Delegierte diskutieren in Bonn Foto: Bernd Lammel

Eine wichtige Entscheidung kam zum Schluss des zweitägigen DJV-Verbandstages in Bonn am 6. und 7. November 2016. Die Delegierten stimmten für eine Modernisierung der Facharbeit.
Der Antrag war das Ergebnis der Beratungen der Strukturkommission. Diese entwickelte Vorschläge die jahrzehntealten Strukturen zu modernisieren. Die Teilnehmer aus den Landesverbänden berieten in einer langen und inhaltlich interessanten Diskussion das Für und Wider. Mit deutlicher Mehrheit folgten die Delegierten schließlich dem Antrag.

Der DJV Berlin hatte seine Struktur bereits in der Mitgliederversammlung am 18. Oktober zeitgemäßer gestaltet und sieht sich durch den Bundestrend in seinem Handeln bestätigt.

7. November 2016

Neuer Blick auf die Puppenallee

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld

Foto: Volker Hohlfeld


von Egbert Steinke


Rund 600 Politische Denkmäler sind in Berlin erfasst. Sie erinnern an prominenten Plätzen stolz oder mahnend an die Vergangenheit oder zeugen im Museum von einer längst verflossenen Zeit. Manche stehen auch vergessen in der Abstellecke. Mit der neuen Ausstellung "Enthüllt - Berlin und seine Denkmäler" zeigt die Sammlung im frisch restaurierten Proviantmagazin der Zitadelle Spandau markante Stücke aus der Berliner Denkmalslandschaft. Das Kompetenzteam Generation+ besuchte diese brillante, aber etwas verborgene Schau am 26. Oktober 2016 und sprach mit der Sammlungsleiterin Carmen Mann. 16 Kolleginnen und Kollegen waren bei dieser Entdeckertour dabei. mehr

21. Oktober 2016

Der DJV Berlin reformiert seine Struktur

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo


Der Verband soll für journalistisch tätige Medienschaffende aller Genre und jeden Alters attraktiver werden.


Mit sehr großer Mehrheit hat der DJV Berlin auf der Mitgliederversammlung am 18. Oktober seine Verbandsstruktur grundlegend reformiert. Der Anteil freier Journalisten im Verband hat sich seit 2014 von 55 auf jetzt 70 Prozent erhöht. Eine jahrzehntealte Untergliederung der Mitgliedschaft in mehr als zehn Fachausschüsse mit langen Wahlperioden, in denen die ehrenamtlichen Funktionäre nicht mehr auf die schnell wechselnden Erfordernisse reagieren können, haben die Attraktivität der Verbandsarbeit für einzelne Mitglieder uninteressant gemacht. mehr

6. Oktober 2016

Verband(s)-Leben(s)-Geschichte(n)

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo


von Dr. Wolf Siegert


Wenn etwas nicht die Aufgabe dieses Journals ist, dann ist es jede Form von "Hofberichterstattung". Und so sind denn auch die Berichte im Zusammenhang der Arbeit der (Berliner) Journalistenverbände eher rar gesät.

Aber wenn den langjährigen Mitgliedern silberne Ehrennadeln für ihre mehr als 25-jährige Mitgliedschaft überreicht werden, und goldene für ihre 50- oder gar 60-jährige Mitgliedschaft, dann ist das doch ein guter Grund, hier eine weitere Ausnahme zu machen.

Im Nachgang zum offiziellen Teil dieser Veranstaltung vom 5. Oktober 2016 in den Räumen des DJV Berlin wurden zunächst zwei Interviews geführt mit Mitgliedern, die an diesem Tag die goldene Nadel überreicht bekamen, und danach mit drei Mitgliedern, die jeweils eine silberne Nadel erhielten.

Es gab für diese Interviews keinen wirklichen Plan, weder was die Auswahl der Gesprächspartner*innen betrifft, noch die Fragen, die gestellt wurden. Es gab eigentlich nur die Motivation, zu erfahren, woher dieses Engagement für diesen Beruf kommt und was der Anlass war, Mitglied eines solchen Verbandes zu werden - und zu bleiben. Hören Sie selbst

1. September 2016

Wie weiter mit der VG Wort?

Lebhafte Diskussion mit Dr. Staats Foto: Bernd Lammel

von Michael Rediske

Bei der VG Wort geht es nach dem Urteil des BGH, der die bisherige Ausschüttungspraxis gekippt hat, ums Ganze. Am gestrigen Mittwochabend ließen sich Mitglieder von JVBB, DJV Berlin und ver.di über die Pläne der VG Wort informieren und stellten anschließend dem VG-Wort-Geschäftsführer Robert Staats kritische Fragen. Staats plädierte dafür, das Urteil nicht dafür zu nutzen, um die Verleger aus der VG Wort hinauszudrängen. Die vor allem von Freischreiber vertretene Idee, man könne die Ausschüttung an Journalisten und andere Urheber verdoppeln, wenn die Verlage nicht mehr beteiligt würden, hält er –  wie auch der DJV Bundesverband - für realitätsfremd. Sein Hauptargument: Die sogenannte Kopiervergütung, aus der das Gros der Einnahmen der VG Wort kommt, sei schon fast an der von den Gerichten angenommenen Höchstgrenze angelangt. Die Abgabe, die beispielweise beim Kauf eines Druckers fällig würde, ließe sich kaum noch steigern. Und wenn, dann hätten die Verleger rechtlich gute Chancen, mit einer eigenen Verwertungsgesellschaft ihrerseits Ansprüche durchzusetzen, wie schon beim Leistungsschutzrecht auf Filme und Tonträger. Die würden die Ausschüttungen an die Urheber wieder vermindern. Ein Nullsummenspiel also.

 

Der VG Wort-Vertreter stellte demgegenüber die Vorteile einer Verwertungsgesellschaft gemeinsam mit den Verlegern heraus: Sie sei auch vom Gesetzgeber so gewollt gewesen.
Bei der Novellierung des Urhebervertragsgesetzes 2007 sei das auch in der Begründung so formuliert, im eigentlichen Gesetzestext (§ 63a UrhG) jedoch so missverständlich ausgedrückt worden, dass der BGH die gegenwärtige Ausschüttungspraxis gekippt hat. Staats verwies auf einen Entschließungsantrag des Bundestages vom April dieses Jahres, der die Bundesregierung auffordert, zu prüfen, wie auch künftig eine Verlegerbeteiligung sichergestellt werden kann. Einen wesentlichen Vorteil hiervon sieht die VG Wort in der Möglichkeit, ohne Konflikte und langwierige Verhandlungen zwischen Verlegern und Urhebern Lizenzmodelle für sich rasant entwickelnde neue Onlineverwertungen zu schaffen. Getrennte Verwertungsgesellschaften dagegen würden voraussichtlich zu langjährigen Streits vor Gerichten führen – und damit einer vorläufigen Blockierung von Ausschüttungen.

 

Nicht alle Kritiker ließen sich auf dem Informationsabend von diesen Argumenten überzeugen. Bei manchen überwog weiter die Hoffnung, magere Autoreneinnahmen aus der Erstverwertung durch schnell erhöhte Ausschüttungen der VG Wort zu kompensieren. Auch die Kommunikationspolitik der VG Wort während der langen Prozesse bis hin zum Bundesgerichtshof stieß weiter auf Kritik.
---
Ein weiterer Bericht kann auf DaybyDay abgerufen werden sowie ein Interview von Dr. Wolf Siegert mit Dr. Robert Staats.

10. August 2016

BesserOnline: Wo steht digitaler Journalismus heute?

Wie behauptet sich Online-Journalismus zwischen Hasskommentaren und Schmähkritik? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der DJV-Tagung Besser Online 2016 am 24. September in Berlin. Wie jedes Jahr im Herbst lädt der Deutsche Journalisten-Verband wieder zu seiner renommierten Konferenz ein – diesmal mit dem Ziel, die „Vermessung des Journalismus“ neu vorzunehmen.

In 16 Panels werden die Teilnehmer aus ganz Deutschland in der Berliner Kalkscheune Maß anlegen, um so zum einen die Bedeutung des Journalismus im digitalen Zeitalter hervorzuheben und zum anderen Abgrenzungen und Schnittmengen neu zu definieren.

Auf zahlreichen Podien diskutieren namhafte Experten wie Juliane Leopold, Stefan Niggemeier, Ingrid Brodnig und Richard Gutjahr aktuelle Entwicklungen in der Branche und medienethische Themen. Diskussionsrunden und Praxis-Workshops zu Trends, Tools und Gadgets runden das Programm ab.

Weitere Infos zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier.

10. August 2016

DJV auf der photokina 2016

Der DJV wird auch in diesem Jahr wieder vom 20. bis 25. September mit einem Stand auf der photokina in der Professionals Lounge vertreten sein (Halle 4.1).

Darüber hinaus nimmt der DJV auch am Bühnenprogramm in der Halle 4.1 teil: Mit einem Vortrag zum Thema Fotografen haben Namen, Fotografen haben Rechte, Entwicklungen bei Vergütung, Tarifen und Urheberrechten von Fotojournalisten (23.9., 17.15). Das Veranstaltungsprogramm zur photokina finden Sie hier.

Journalisten können sich mit gültigem Presseausweis bis 2 Wochen vor Messebeginn bei der Kölnmesse online akkreditieren.

21. Juli 2016

Ein Schloss im Tierpark

Schloss Friedrichsfelde

von Robert Meuser

Majestätisch steht es da. Erstaunlich. Sehenswert. Wer es nicht kennt, sollte es mal gesehen haben: Das wunderschöne "Schloss Friedrichsfelde“, integriert am Rande des Tierparks, hatte 2015 sein 330-jähriges Bestehen. Kein Geringerer als der berühmte Gartenkünstler Peter Joseph Lenné hat den barocken Garten gestaltet. Benjamin Raule, mit dem Auftrag zum Aufbau der Brandenburger Marine, war erster Eigentümer - damals hieß es Gut Rosenfeld.
Am 13.Juli 2016 hatte der Fachausschuss "Generation+" eingeladen zur Besichtigung mit Führung durch das wieder hergestellte und restaurierte Schloss mit herrlichen Einrichtungen - dazu auch der große Konzertsaal im 1.Stock - und zudem ausgestattet mit wertvollen Gegenständen wie Mobiliar und großen Schmuck-Vasen.

Rund 20 Teilnehmer haben sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, wissensreich und unterhaltsam geführt von Thomas Ziolko, dem Vorsitzenden des Fördervereins Zoo und Tierpark, der das Schloss ehrenamtlich betreut. Präsentiert wurde insbesondere die wechselvolle Geschichte des Schlosses sowie in einer Sonderausstellung die diversen Eigentümer der Aristokratie und die individuelle Nutzung des Schlosses im Zuge der Zeitenwende. Überdies hatte es berühmte Besucher wie Napoleon oder den russischen Zar.
Am Ende war unser Besuch ein Erfolg und ein Gewinn neuer Eindrücke und Erfahrungen, viele waren auch begeistert und zufrieden - einige nahmen noch die Gelegenheit wahr zum Besuch des Tierparks, der sich durch besonders viele Tierarten auszeichnet. "Es ist eben die Vielfalt, die auch Berlin ausmacht", meinte eine Kollegin.

18. Juli 2016

Zeit Online: Erstmals Tarifvertrag für Online-Belegschaft unterschrieben

Screenshot vom 18.07.2016 (http://www.zeit.de/karriere/index)

Erstmals ist es der Belegschaft einer Online-Redaktion gelungen, einen Tarifvertrag durchzusetzen, der rund 90 Prozent des bundesweiten Tarifvertrags für Zeitschriften übernimmt. Für die Berliner Mitarbeiter der Firmen ZEIT Online und ZEIT digital haben die Gewerkschaften ver.di und DJV Berlin/Journalistenverband Berlin-Brandenburg einen Tarifvertrag ausgehandelt, der die Situation nicht nur der Redakteure, sondern auch der etwa 45 studentischen Mitarbeiter erheblich verbessert.

Nachdem bereits im April eine Einigung über Eckpunkte erzielt wurde, konnten jetzt die letzten strittigen Fragen geklärt und der Tarifvertrag von allen Seiten unterschrieben werden. Die Regelungen aus dem Manteltarifvertrag für Zeitschriften mit einem zusätzlichen Monatsgehalt, Jahresurlaub, Nacht- und Sonntagszuschlägen sowie der betrieblichen Altersversorgung („Presseversorgung“) für Journalistinnen und Journalisten werden stufenweise an dessen Niveau herangeführt, bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden. Außerdem werden den Redakteur/innen zwei freie Wochenenden pro Monat garantiert. Die jährlichen Gehaltserhöhungen in den Flächentarifverträgen werden übernommen. Über die Einführung des im Flächentarif vorgesehenen Urlaubsgeldes wird in einer nächsten Tarifrunde 2020 verhandelt.

Für die etwa 45 studentischen Beschäftigten bei Zeit-Online mit Arbeitszeiten unter 20 Stunden pro Woche sind besondere Regelungen vorgesehen: ein Stundenlohn von 12,50 Euro plus Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit.

7. Juli 2016

SPD macht Urhebern Hoffnung

Von Katharina Dockhorn

Aus zwei mach drei: nach dem  Entwurf des Gesetzes zur verbesserten Durchsetzung des Anspruchs der Urheber und ausübenden Künstler auf angemessene Vergütung, der die Position der Urheber gestärkt hätte, und dem Regierungsentwurf, der nach Ansicht der in der Initiative Urheberrecht organisierten Verbände die Position der Schöpfer geistiger Werke gegenüber den Nutzern verschlechtert hätte, folgt der Parlamentsentwurf. Das versprach der SPD-Abgeordnete Christian Flisek bei der Expertenanhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Bundestages am 6. Juli.

Für den DJV argumentierte Justiziar Benno Pöppelmann, dass die Honorare für JournalistInnen im Vergleich der durchschnittlichen Einkommen am unteren Ende liegen und deren Entwicklung unter Berücksichtigung der Inflationsrate seit 1998 negativ sei. Die Mehrfachnutzung journalistischer Arbeiten im digitalen Zeitalter und in Zeitungsverbunden, die zu höheren Honoraren hätten führen müssen, zahlte sich für die Urheber nicht aus. Eine angemessene Vergütung jeder Nutzung erfolgte nur selten. Die Mehrfachnutzung müsse aber in der Vergütung ihren Ausdruck finden, so wie es der Referentenentwurf vorsah, forderte Benno Pöppelmann, 

Wer sich gegen miese Bezahlung wehrt oder auf Einhaltung von Vergütungsregeln besteht, verliert oft seinen Auftraggeber. Für dieses Blacklisting, das von der CDU ausdrücklich nachgefragt wurde, hatte der DJV in seiner Stellungnahme etliche Beispiele aufgeführt. Natürlich wurde diese Praxis von Prof. Jan Hegemann für die Verlage bestritten. Sie fürchten das vom DJV geforderte Verbandsklagerecht, bei dem eine Gewerkschaft oder ein Berufsverband die in Vergütungsregeln formulieren Mindesthonorare durchsetzen können.

Zudem erneuerte Benno Pöppelmann für den Verband die Forderung, Vergütungsregeln für allgemeinverbindlich für alle Mitglieder eines Vertragspartners zu erklären. So besaß der BDVZ bei Abschluss der Vergütungsregeln für Tageszeitungen nicht das Mandat aller Landesverbände.
Ein gravierendes Problem sieht der DJV bei der im Regierungsentwurf extrem eingeschränkten  Möglichkeit jedes Autors, Auskunft über die Nutzung seines Werkes zu erhalten. Es drohe die Gefahr, dass Verleger diese mit dem Hinweis verweigern, dass das einzelne journalistische Werk nur untergeordnete Bedeutung habe. Zeitungen und Zeitschriften werden mit dieser Regelung zu Loseblatt-Sammlungen degradiert, pflichtete ihm Prof. Karl-Niklaus Pfeiffer bei. Die Vertreter von Verlagen und Filmwirtschaft konterten mit hohen Verwaltungskosten.

Einig waren sich alle, dass branchenspezifische Vergütungsregeln der richtige Weg sind, um Honorare zu verhandeln. Uneinig ist man sich in der Frage Angemessenheit und der Durchsetzbarkeit.
Der Bundestag wird das Gesetz im Herbst in 2. und 3. Lesung behandeln.

7. Juli 2016

Bleibt Verlegerbeteiligung in den Verwertungsgesellschaften?


Von Katharina Dockhorn


Die Bundesregierung will schnell handeln und die Verwertungsgesellschaften in der jetzigen Form erhalten. Von den im Bundestag vertretenen Parteien stellt keine diesen Grundsatz in Frage. Dies bleibt als Eindruck aus der Anhörung des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz zu der Beteiligung von Verlegern an den Ausschüttungen gemeinsamer Verwertungsgesellschaften von Urhebern und Verlegern. Die Oppositionsparteien wollten die von der Koalition eilig anberaumte Anhörung nicht aussetzen nachdem ihre Vertreter plötzlich in der Mehrheit waren. 

Mit der am 28. April in den Bundestag eingebrachten Gesetzesänderung reagiert die Bundesregierung  auf das Urteil des BGH im Rechtsstreit zwischen der VG Wort und Prof. Vogel, dass in Anlehnung an ein Urteil des EuGH zur RETROBEL entschied, dass die Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften ausschließlich den Urhebern zustehen.

Journalist Henry Steinau und der Anwalt Dr. Urs Verweyen plädierten für die konsequente Umsetzung des Urteils und eine Reform der Verwertungsgesellschaften.  Prof. Christian Sprang für den Börsenverein und Dr. Robert Staats von der VG Wort für eine Beibehaltung der jetzigen Struktur.  Der DJV hat sich ebenso zu Gunsten des Erhalts der VG Wort in der jetzigen Form ausgesprochen.

Martin Vogel  sieht in dem Gesetzesentwurf einen schweren Verstoß gegen das Recht der Europäischen Union (www.perlentaucher.de). Er erwartet, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form vor dem Europäischen Gerichtshof nicht Bestand habe. Weitere Rechtsstreitigkeiten zeichnen sich ab.

15. Juni 2016

#GTalkBerlin: Meinung wird gefährlich, wenn sie als Nachricht getarnt wird

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

 

von Katrin Schwahlen und Astrid Fischer

So unterschiedlich ihre Einstellungen auch oft sein mögen, bei der Frage nach "Wieviel Meinung verträgt guter Journalismus" waren sich die Journalistinnen und Journalisten auf dem Podium weitgehend einig: Guter Journalismus braucht eine Haltung, keine Meinung. Ingrid Brodnig, Teresa Bücker, Hans-Ulrich Jörges und Udo Grätz diskutierten auf Einladung von Google, Nitro und DJV Berlin über Qualität und Meinungsvielfalt in Redaktionen, Medienhäusern, sozialen Netzwerken und Blogs.

Ingrid Brodnig, Redakteurin des österreichischen Nachrichtenmagazins profil, hat im April ein Buch über "Hass im Netz"veröffentlicht. Sie bemängelte, dass Medienhäuser immer häufiger ihre Foren schließen statt die Debatten dort zu moderieren. Damit überlasse man Facebook und Co. die Meinungshoheit über wichtige Themen. Teresa Bücker, Redaktionsleiterin des Digitalmagazins Edition F, berichtete von ihren Erfahrungen, dass Medien, die eine Haltung nach außen tragen, weniger Hasskommentare bekommen. Gleichzeitig kritisierte sie, dass viele Medienhäuser in den vergangenen Jahren das Communitymanagement vernachlässigt hätten.

Hunger nach Schlagzeilen

Die emotionale Inszenierung vieler Themen findet vor allem in Onlinemedien und sozialen Netzen statt. Dagegen sei eine klare Haltung der Medien wichtig. Aufgabe der Medien sei es, Abstand zu wahren und Fakten zu checken, so Hans-Ulrich Jörges, denn nur so könne man verhindern, Teil der Empörungsmaschinerie und damit unglaubwürdig zu werden. Für den Kolumnisten und stellvertretenden Chefredakteur des Stern haben sich die Medien längst geändert: "Wir sind faul, wir sind schlampig, wir recherchieren nicht gründlich." Das sei Rudeljournalismus, geprägt von Konformismus, Opportunismus und Alarmismus.

Udo Grätz, stellvertretender Chefredakteur beim WDR, wandte ein, dass aber immer noch mehr als 70 Prozent der Deutschen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk positiv gegenüberstehen. Und natürlich müsse man die Themen aus den sozialen Medien aufnehmen. "Die AfD ist ein Thema, dann können wir nicht den Klimawandel diskutieren."

Haltung statt Meinung

Einig war sich die Runde, dass es ein absolutes No-go ist, Meinungen als Fakten zu präsentieren. Niemals dürfe eine Meinung als Nachricht ausgegeben werden. Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen Meinung und Haltung. Haltung basiere auf Grundwerten, sei transparent und biete der Leserschaft eine Orientierung. Problematisch werde es, wenn Meinungen unterschwellig und unsichtbar vermittelt würden. Brodnig forderte die Konzentration auf wichtige Themen: "Wenn man als Journalist aus jeder Mücke einen Elefanten macht, gefährdet man die demokratische Debatte". 

Links zu den Medien
Profil    http://www.profil.at/
Edition F https://editionf.com/
Stern    http://www.stern.de/
WDR    http://www1.wdr.de/index.html

5. Juni 2016

Umdenken beim Urhebervertragsrecht?

von Katharina Dockhorn

Geistiges Eigentum habe seinen Preis, daran dürfe es keine Abstriche geben, stärkte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der traditionellen Media Night der CDU den Urhebern den Rücken. Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters  hatte sich schon an die Seite der Kreativen gestellt als sie betonte, dass alle Nutzungen eines Werkes angemessen bezahlt werden müssen.

Die Äußerung der beiden CDU-Politikerinnen macht den Kritikern des Regierungsentwurfes zur Neugestaltung des Urhebervertragsrechts Mut, dass ihre Einwände ernst genommen werden.  Wie berichtet, hatte Justizminister Heiko Maas im Herbst 2015 einen Referentenentwurf vorgelegt, der von den Verbänden der Kreativen, darunter dem DJV, begrüßt wurde. Er sah unter anderem den Grundsatz der angemessenen Bezahlung jeder Werknutzung und ein effektives Verbandsklagerecht vor, mit dem Verbände wie der DJV für ihre Mitglieder die Einhaltung von Vergütungsregeln einklagen können. Im Moment verzichten viele JournalistInnen darauf, weil sie fürchten, keine Aufträge zu bekommen. Ein gravierendes Problem besteht auch in der ARD, wo beitragsübernahmen zwischen den Sendern den Urhebern oftmals nicht gemeldet und vergütet werden. 

Auf Druck der Verlegerverbände wurden die Verbesserungen aus Maaß` Vorlage im Regierungsentwurf zurück genommen. Er sieht sogar Regelungen vor, die die Urheber schlechter stellen als heute. Dagegen hatte der DJV mehrfach protestiert.

Der Regierungsentwurf geht jetzt in die Parlamentarischen Beratungen. Der Rechtsausschuss des Bundestags beschloss am Mittwoch eine Expertenanhörung, die wahrscheinlich Anfang Juli stattfindet. Die abschließenden Lesungen des Gesetzes sind für den Herbst geplant.

1. Juni 2016

Auf Augenhöhe

Foto: Liesa Fuchs

Foto: Liesa Fuchs

Foto: Liesa Fuchs

Foto: Liesa Fuchs

Foto: Liesa Fuchs

Foto: Liesa Fuchs


von Katharina Dockhorn

Im Regen standen viele Urheber vor dem Reichstag, wo das Parlament ursprünglich heute in erster Lesung über das „Gesetz zur Verbesserung des Anspruchs der Urheber und ausübenden Künstler auf angemessene Vergütung“ beraten wollte. Schauspielerin Ursula Monn, Moderatorin Mo Asumang, Regisseur Stephan Wagner protestierten gemeinsam mit Jürgen Kasten (BVR), Thomas Schmuckert (BFFS) und Gerhard Pfennig von der Initiative Urheberrecht, deren 35 Mitgliedsverbände, darunter der DJV, rund 140.000 Kreative vertreten.

Zahlreiche Mitglieder des DJV Berlin folgten dem Aufruf der Initiative und kamen mit Leitern in die Mitte Berlins, um symbolisch gegen die fehlende Augenhöhe im Verhältnis von Kreativen und Verwertern zu protestieren. "Den positive Ansatz des Referentenentwurfs hat die Bundesregierung gänzlich negiert", sagte Bernd Lammel, Vorsitzender des DJV Berlin und ergänzte: "Medienvielfalt beginnt bei den Urhebern, deren Arbeit durch die Gesetzesänderung erheblich eingeschränkt wird". Denn der Gesetzentwurf der Bundesregierung verschlechtert die Position der Urheber. Drehbuch-Autor Fred Breinersdorfer nannte ihn  „Gesetz zur Eindämmung des Anspruchs der Urheber und ausübenden Künstler auf angemessene Vergütung“.

Trotz der Proteste der Landesverbände des DJV hat der Gesetzentwurf der Bundesregierung den Bundesrat passiert, einzig Thüringen stimmte dagegen. Der DJV Berlin fordert die Abgeordneten des Bundestages auf, dem Gesetz in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen. "Statt das Urheberrecht für die Kreativen zu verbessern, sieht der Regierungsentwurf eine Beschneidung ihrer Verhandlungsmöglichkeiten vor", kritisiert auch DJV-Vorsitzender Frank Überall. 

Die zentralen Forderungen des DJV bleiben:

- Die gesetzliche Sicherung des Beteiligungsgrundsatzes, damit jede Nutzung eines Werkes bezahlt wird
- Der Auskunftsanspruch zur Verwertung eines Werkes grundsätzlich für alle Urheber
- Die Verbindlichkeit der Schlichtung
- Ein effektives Verbandsklagerecht
- Beendigungsmöglichkeit eines Vertrages nach angemessener Zeit ohne Einschränkungen

Die Große Koalition verrät mit diesem Gesetzentwurf ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag, die Situation der Urheber zu verbessern und lässt Hunderttausende Kreative im Regen stehen.

20. April 2016

Authentische Geschichten statt Einheitsbrei

Michaela Skott, Miriam Eckert, Judith Bareiß und Tilo Jung diskutierten (v.l.n.r.) Foto: Bernd Lammel


Von Astrid Sonja Fischer

Journalismus verändert sich. Der Medienkonsum steigt, das Internet bietet mehr Informationen als jemals vorstellbar und der Nutzer gewöhnt sich daran. Vielen genügt die 20 Uhr-Ausgabe der Tagesschau und die Regionalzeitung nicht mehr, sie wollen Hintergründe und Details erfahren. Was das für die Arbeit von Journalisten bedeutet, darüber diskutierten Tilo Jung, Miriam Eckert, Judith Bareiß unter Moderation von Michaela Skott am gestrigen Abend in der Geschäftsstelle des DJV Berlin.

Von der Tageszeitung zum Online-Medium: Das erfordert andere Fähigkeiten von den Redakteuren. Miriam Eckert, die seit 2014 zum Team der impulse-Onlineredaktion gehört, berichtete, dass viele Aspekte des Online-Journalismus nicht Bestandteil ihrer journalistischen Ausbildung waren, aber es viele Möglichkeiten gebe, sich diese selbst anzueignen: Stammtische, Webinare, Seminare, Netzwerke seien hierbei hilfreich.
Tilo Jung, der mit dem Web-Format “Jung & Naiv - Politik für Desinteressierte” und seinen ungeschnittenen Einzelinterviews bekannt wurde, betonte die gestiegene Bedeutung von Authentizität: Junge Menschen haben einen „Bullshit-Detektor“ und erkennen schnell, wenn jemand nicht authentisch ist und wollen sich nicht damit zufrieden geben.“ Ältere Generationen bemerkten dies zwar auch, würden es aber eher akzeptieren.

Authentisch zu sein, ist auch ein zentrales Thema für Schauspieler. Judith Bareiß, Journalistin und Schauspielerin, geht es nicht darum, so zu tun als ob, sondern echte Berührungen zu finden und in den Dialog zu treten. Das genaue Zuhören prägt auch die Interviews von Tilo Jung. Es sei zwar wichtig eine Meinung zu haben, aber in den Gesprächen gehe es ja nicht um die Diskussion von Ansichten, sondern um die Darstellung des Gegenübers mit seiner Motivation.

Klicks, Reichweiten, Follower, Verweildauer – die permanente Analyse der Aufmerksamkeit setzt Onlinejournalisten stark unter Druck. Dennoch sollte niemand seinen Artikel nur darauf auslegen, wie gut er in der Suchmaschinenoptimierung abschneidet. „Es gibt Themen, die nach der Analyse des Leserinteresse nicht mehr gebracht werden, aber andere Themen bleiben einfach in der Berichterstattung“, berichtet Eckert. Die großen Chancen des Online-Journalismus sind noch weitgehend ungenutzt. Jung: „Warum bringen die vielen Anbieter überwiegend die gleichen Geschichten?“ Medienkonzerne setzten zuviel auf Einheitsbrei und sparten oft an langwierigen Recherchen, weil sie glaubten, sich diese nicht leisten könnten. Dabei wäre dies tatsächlich ein Weg, der sie retten könnte.

19. April 2016

David Bernets Dokfilm „Democracy“ für Lola nominiert


Von Katharina Dockhorn

Der DJV Berlin gratuliert Regisseur David Bernet und den Produzenten Arek Gielnik und Dietmar Ratsch zur Nominierung zur Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Programmfüllender Dokumentarfilm. Der Schweizer Regisseur konnte erstmals einen Blick hinter die Kulissen des Gesetzgebungsprozesses im Europaparlaments werfen und zeigt den jahrelangen Kampf des hartnäckigen Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht (MdEP) um ein europäisches Datenschutzgesetz, das jede Form von Datentransfer im Interesse der Bürger schützen soll. Zur wichtigsten Verbündeten Albrechts beim Austarieren der Interessen der einzelnen Länder und Parteien wird EU-Kommissarin Viviane Reding.

Ihr Bemühen war von Erfolg gekrönt. Am 14. April 2016 verabschiedete das EU-Parlament die neuen EU-Datenschutzvorschriften, die den Nutzern die Entscheidung über ihre persönlichen Daten zurückzuggibt und ein hohes und ein einheitliches Datenschutzniveau einführt. Die Reform legt zudem Mindeststandards für die Verwendung von Daten für polizeiliche und gerichtliche Zwecke fest.

Der DJV war Partner des farbfilm-Verleihs bei der Premiere des Films „Democracy – Im Rausch der Daten“ in Berlin. Der Film ist noch in den Kinos und erscheint am 20. Mai auf DVD. Der Deutsche Filmpreis wird am 27. Mai 2016 verliehen. Die Mitglieder des DJV drücken David und seinen Produzenten die Daumen.

18. April 2016

Filmpremiere "Der schwarze Nazi"

Foto: Sera Cakal

Foto: Sera Cakal

Foto: Sera Cakal

Foto: Sera Cakal

Foto: Sera Cakal

Foto: Sera Cakal

Foto: Bernd Lammel


Von Katharina Dockhorn


„Der schwarze Nazi“? Was auf den ersten Blick bereits paradox klingt, spielt die Filmgroteske von Tilman König & Karl-Friedrich König genüsslich und voller schwarzem Humor durch. Im Zentrum ihres Films steht der gut deutsch sprechende Kongolese Sikumoya, der nach langem Warten und Bangen endlich einen deutschen Personalausweis in der Tasche hat. Täglich ist er mit den abschätzenden Blicken der Leipziger konfrontiert, auch den Eltern seiner schwangeren Freundin ist die Beziehung ein Graus. Nachdem er von einer Horde Neonazis krankenhausreif geschlagen wurde, dreht er den Spieß um. Er wird Integrationsbeauftragter der NPO und krempelt die rechte Partei um.

Der Film über Integration, alltäglichen Rassismus und rechte Dumpfbacken wurde unter anderem vom DJV Berlin unterstützt und hatte am 12. April Berlin-Premiere im Traditionskino „Babylon“. Schirmherr der Veranstaltung war Wolfgang Thierse, Bundestagpräsident a. D.
Der Film wurde am Nachmittag von 120 JournalistInnen heiß diskutiert, ehe er bei der festlichen Aufführung am Abend von über 400 Gästen gefeiert wurde.
„Die Realität hat den Film eingeholt“, sagte der Vorsitzende des DJV Berlin, Bernd Lammel und führte aus „denn als das Crowdfunding Projekt begonnen wurde, gab es noch keine Pegida und rassistische Hetzdebatten.“ Ein richtiger Film zur richtigen Zeit.

18. April 2016

Othello des Ostens

Premierenkino Babylon Foto: Sera Cakal

Von Mario Bandi

Der wohlwollende Zuschauer erinnert sich gleich an Shakespeare, wenn er einem Einwanderer aus Afrika namens Sikumoya (Aloysius Itoka) begegnet. Wie der berühmte Venezianer versucht auch der Protagonist seiner neuen Heimat, hier Deutschland, auf eigene Weise fremdenfeindliches Verhalten abzuwehren.

Der Held liebt eine weiße Frau (Judith Bareiss), lernt deutsche Gedichte und Lieder und ist fest überzeugt, dass jeder durch Kultur und Sprache zu einem echten Deutschen werden könne.

Doch die Hoffnungen auf das Familienglück und der Stolz „Deutscher“ zu sein, zerbrechen an einer Wand des Fremdenhasses. Diesem Drama erwächst eine politische Farce, ein ätzender Spott, erschaffen von den Brüdern Tilman und Karl-Friedrich König (Drehbuch, Regie, Produktion). Beide Regisseure des Filmes versuchen so lange es geht das Absurdum ganz realistisch zu entwickeln, lassen manche Szenen erschreckend glaubwürdig erscheinen, bevor man wieder über eine gelungene Karikatur lacht. Der Film ist provokativ, gibt keine Antwort auf die Frage der Integration, doch er zeigt deutlich, dass das wahre Problem nicht zwischen „Weiß“ und „Schwarz“, „deutsch“  oder „nicht deutsch“ liegt, sondern, dass die menschliche Dummheit, nach Albert Einstein, grenzenlos zu sein scheint.

www.derschwarzenazi.de
https://www.facebook.com/Cinemaschwarzabstrus

15. April 2016

Der „Puck von Berlin“ hinterlässt eine Lücke


Von Katharina Dockhorn


Die Berliner Journalisten trauern um eine Legende. Die Fotografin Erika Rabau ist am 10. April nach langer Krankheit verstorben: schwarze Lederjacke und eine stattliche Anzahl von Fotoapparaten um den Hals, unter deren Gewicht sie fast zusammenbrach. In den letzten Jahren kam der bunte Schal dazu, den Berlinale-Direktor Dieter Kosslick ihr um den Hals gelegt hatte. So kannte jeder die zierliche Fotografin, die mit unverkennbarer Stimme jahrzehntelang die Stars und Sternchen bei Filmpremieren oder der Berlinale dirigierte.

Wann sie in Danzig geboren wurde, verriet „der Puck von Berlin“, wie Erika Rabau liebevoll genannt wurden, nie. Als 17jährige ging sie nach Südamerika. In Buenos Aires entdeckte sich die Liebe zum Film. In den sechziger Jahren begann sie in Berlin zu fotografieren. 1972 verpflichtete sie der damalige Berlinale-Direktor Alfred Bauer als offizielle Bilddokumentatorin für die Filmfestspiele. Daneben ging sie als Kleindarstellerin in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Ulrike Ottinger, Wim Wenders, Lothar Lambert, Wolf Gremm und zuletzt Detlev Buck ihrem ursprünglichen Berufswunsch nach.  

2004 erhielt die Bildjournalistin für ihre Verdienste selbst eine Berlinale-Kamera. Der DJV Berlin ehrt sie momentan mit einer kleinen Ausstellung, die am Vorabend der Berlinale 2016 eröffnet wurde. Die Ausstellung in der Geschäftsstelle wurde mit Unterstützung der DEFA-Stiftung und von Samson Vincent organisiert. Ein Teil der Bilder wird Anfang Mai im Rahmen des 26. Filmkunstfestes Schwerin zu sehen sein.

17. März 2016

Urhebervertragsrecht: Echte Reform angemahnt

Der Deutsche Journalisten-Verband appelliert an Bundesrat und Bundestag, die am 16. März 2016 vom Bundeskabinett beschlossene Reform des Urhebervertragsrechts abzulehnen.
„Das ist eine bis zur Unkenntlichkeit verwässerte Reform, die die Situation der Urheber nicht verbessert, sondern den Status quo in Stein meißelt“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Es sei bedauerlich, dass der Bundesjustizminister vor der Kabinettssitzung dem Druck der Verwerter nachgegeben und die Urheber auf dem Altar der Lobbyisten geopfert habe.
Der jetzt beschlossene Regierungsentwurf bleibt weit hinter dem Referentenentwurf des Justizministers zurück. So sollen für journalistische Werke das Auskunftsrecht und der Anspruch auf Rechenschaft in Frage gestellt werden, einen Anspruch auf Vergütung bei mehrfacher Nutzung soll es nicht mehr geben. Verwerter können sich danach leicht dem Risiko einer Verbandsklage durch Verbandsflucht entziehen. Vor allem aber sollen Pauschalverträge mit der Einräumung ausschließlicher Rechte bis zum Ende der Schutzfrist in den Bereichen Presse, Rundfunk und Agenturen ausdrücklich als zulässig festgeschrieben werden.
„Damit ist eine ernsthafte Reform faktisch vom Tisch“, kritisiert Überall. Er fordert den Bundesrat und den Bundestag auf, Ernst zu machen mit der Ankündigung im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung, die Lage der Urheber in Deutschland spürbar zu verbessern.

16. März 2016

Starkes Frauenwochenende unter dem Titel: WEIBSBILDER

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

von Simone Ahrend

Den Rahmen des 11. Journalistinnen-Kongresses FRAU MACHT MEDIEN umspannte Moderatorin Mechthild Mäsker mit Worten über die Suffragetten, Frauen die sich vor über einhundert Jahren in England für das Wahlrecht von Frauen einsetzten. Bis heute hält das Streben nach Chancengleichheit auch im Journalismus stand. Noch immer steht die Frage nach den Frauenbildern in den Medien, dass weit über 100 Frauen, darunter mehrere Mitglieder des DJV Berlin, am zweiten Märzwochenende während des Kongresses FRAU MACHT MEDIEN beschäftige. 

 

In ihrem Grußwort forderte Kölns parteilose Oberbürgermeisterin Hennriette Reker, die im November Opfer eines Angriffes wurde: »Liebe Frauen, lächelt das, was euch nicht gefällt, nicht tapfer weg, sagt was dagegen, stellt es ab!" Ebenso forderte sie die Frauen heraus, »mehr nach der Gleichstellung zu suchen«. – Fragt sich, ob Frauen und Männer im Journalismus gleich gesehen und beschrieben werden und ob Männer mit derselben Elle gemessen werden. Reker zitiert: »Erst war ich die mit dem Attentat, dann die mit der Armlänge. Ich wäre gerne mal wieder die Oberbürgermeisterin von Köln.« 

 

In den Podien berichteten mehrere Kolleginnen von Übergriffen. So auch die bei einer Legida-Demo in Leipzig angegriffene Journalistin Ine Dippmann. Sie verdeutlichte, dass es im Journalistinnenberuf um Worte geht, darum, sich mit Argumenten zu befassen: »doch viele können oder wollen offensichtlich statt Argumenten lieber Gewalt einsetzen. Dem müssen wir entgegenstehen!« So forderte Britta Hilpert: »Wer angegriffen wurde, soll dies bitte melden«.

Bis zum Erreichen von Chancengleichheit gibt es noch viel zu tun, sieht auch Juliane Leopold im Podium: »Journalismus ist zwar ein Frauenberuf, aber nur in Einstiegs-und Mittelpositionen. In Führungspositionen nicht“. 

 

»Was beim Kongress besprochen wird, das geht uns alle direkt an« beschrieben einige Frauen ihre Motivation, deutschlandweit anreisen. Hier gibt es neben den Begegnungen, Wiederbegegnungen und Gesprächen zum Vernetzen auch Workshops. Wie zum Beispiel der von 

Autorin Isabel Nitzsche. Hier übte eine Gruppe Fertigkeiten zur Karriereplanung und Machtspielregeln. Anita Grasse gab konkrete Tipps Selbstvermarktung, Gisela Goblirsch visualisierte Methoden zum Erreichen von Zielen oder Brigitte M. Schulte, studierte mit einer Gruppe die Methode des Global Media Monitoring (GMMP). Gendersensibilität ist für Medienschaffende noch immer ein Thema, denn Frauen sind in den Medien oftmals nur mit 25% vertreten. 

 

Am Sonntag ging dann der Kongress mit einem Poetry slam mit Ninia Binias zu Ende. Regine Sakowski, die den Kongress elf Jahre lang für den DJV organisierte und sich nun von der Bühne verabschiedete, erhielt viel Beifall für ihre Arbeit.

Mechthild Mäsker schloss: „Auch fast 100 Jahre nach der Suffragettenbewegung gibt es für uns Frauen noch viel zu tun auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung in Deutschland. Der Gewalt allgemein und insbesondere der gegen Frauen müssen wir gemeinsam als Gesellschaft entgegenstehen!“

11. Februar 2016

zeit.de: Kreative Mittagspause für gleichen Lohn

Vor der Redaktion von zeit.de in Kreuzberg. Foto: A.Gählert

Unter dem Hashtag  #zoffline hat sich heute die gesamte Berliner Belegschaft von zeit.de demonstrativ sich zur „kreativen Mittagspause“ vor dem Redaktionsgebäude versammelt.


Bei den laufenden Haustarifverhandlungen fordern sie, wie ihre Hamburger Kollegen bezahlt zu werden: nämlich genauso nach dem Zeitschriften-Tarifvertrag wie die Belegschaft der gedruckten Wochenzeitung DIE ZEIT. Das bisherige Angebot der Geschäftsleitung liegt noch weiter darunter.
Bei  nasskaltem Wetters rückten auf dem Askanischen Platz in Kreuzberg die mehr als 60 Redakteure, IT-Experten, studentischen Mitarbeiter und andere zum Gruppenfoto eng zusammen.

Über den Verlauf der Tarifverhandlungen wurde der Twitter-Account https://twitter.com/ZON_402 (der HTTP-Statuscode 402 steht für „payment required“) eingerichtet.

Hier ein Bericht in der taz vom 12.02.16

11. Februar 2016

Ausstellungseröffnung "Erika Rabau"

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo


Der Star wurde schmerzlich vermisst. Was im Berlinale-Eröffnungsfilm „Hail, Caesar“ zu einem kurzweiligen Filmspaß wird, löste bei der Vernissage der Ausstellung „Erika“ in den Räumen der Geschäftsstelle des DJV Berlin bange Fragen ihrer Freunde, langjährigen Wegbegleiter und Fans aus. Erika Rabau konnte diesen Abend zu ihren Ehren nicht erleben. Nach einem Unfall lag sie lange im Krankenhaus und ist jetzt in der Reha.
Die Genesungswünsche und das Grußwort von Berlinale-Chef Dieter Kosslick überbringt Regisseur Samson Vicent, der die energische Fotografin auf dem Filmfest im Jahre 2007 für seinen Dokumentarfilm „Der Puck von Berlin“ begleitet hatte. Er erzählte im lockeren Gespräch von seiner Faszination für die Grande Dame der deutschen Celebrity-Fotografie, deren markanter Stimme die Stars und Sternchen der Leinwand gerne folgten. Dass sich die Arbeitsbedingungen für die Fotografen bei den Filmfestspielen in den darauf folgenden Jahren durch die der Sponsoren verändert haben, erzählte anschließend Norbert Kesten, einer der Nachfolger von Erika Rabau als offizieller Berlinale-Fotograf.
Rund 100.000 Fotos aus dem reichen Schatz von mehr als 2 Millionen Negativen im Archiv von Erika Rabau hat  Samson Vicent eingescannt. Eine Auswahl von knapp 40 Bildern mit unverwechselbaren und magischen Momenten ist nun wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Roman Polanski, Stewart Granger, Lex Barker und Liza Minelli beim Feiern. Maria Schell im Fahrstuhl des Kempi, Gina Lollobrigina auf der Trabrennbahn, Kirk Douglas in Schlaghosen an einer Bushaltestelle vor dem Europa-Center. Völlig eingeschüchtert wirkt dagegen Renate Krößner bei der Pressekonferenz. Erika hat, was einen guten Fotoreporter auszeichnet. Ein bestechend gutes Auge für die Stimmung und das Besondere des Augenblicks. Der Verband dankt der DEFA-Stiftung für die Unterstützung.

10. Februar 2016

Besuch der Österreichischen Botschaft

Zu Gast: Mitglieder des DJV Berlin Foto: Botschaft Österreich

Am Donnerstag, dem 4. Februar 2016, besuchten rund 20 Mitglieder des DJV Berlin die Österreichische Botschaft.
In Zusammenarbeit mit dem Europa-Ausschuss hatte der Botschaftsrat Walter Hecher zu diesem Treffen eingeladen, um über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und seinem Nachbarn zu sprechen. Botschaftsrat Hecher beschrieb das Verhältnis beider Ländern als freundschaftlich. Die Arbeit unterscheide sich schon dadurch von der in österreichischen Botschaften in anderen Ländern, dass es vor allem um Detailarbeit gehe, da die Österreicher sehr gut über die Situation in Deutschland informiert sind.
Zur Flüchtlingssituation sagte Hecher, dass eine europäische Lösung gefunden werden muss, bis dahin müsse es notgedrungen vereinzelte nationale Maßnahmen geben. „Wir müssen untereinander und miteinander reden. Keiner darf das Gefühl haben, übervorteilt zu werden.“
Im Anschluss sprach Dr. Heinz Walter vom Außenwirtschafts-Center zu den wirtschaftlichen Beziehungen und erläuterte die Aufgaben des Centers. Auch wirtschaftlich gebe es enge Verflechtungen.
Welche Rolle Deutsche für die Wirtschaft Österreichs tatsächlich spielen, machte der folgende Sprecher deutlich, Uwe Hofer, der über die Digitalisierung des Urlaubslandes Österreich sprach. 2015 gab es 39,4 Mio. Ankünfte und 135,2 Mio. Übernachtungen, so der Geschäftsführer der Exozet Wien. Tourismus ist also ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Ein Fünftel der Vollzeit-Arbeitsplätze sind in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.
Doch die Branche ist im Umbruch. Hofer, der mit Exozet Unternehmen zum Digitalen Wandel berät und sie hindurch begleitet, skizzierte die letzten 15 Jahre und die Veränderungen, die dadurch entstanden. Los ging es 2000 mit Bewertungsportalen, es folgten Content-Plattformen und Soziale Medien. Weiter ging es ab 2007 mit Reiseportalen, 2012 Geo-Targeting und es wird 2016 nicht mit Virtual Reality-Brille enden. Hofer sagt: „Die Wertschöpfungskette verändert sich, Barrieren werden aufgehoben und Angebote stehen unmittelbar nebeneinander.“ Möglicherweise werde es eines Tages keine regionalen Tourismus-Organisationen mehr geben (müssen), da touristische Anbieter ausschließlich direkt mit der Zielgruppe kommunizieren. Große Chancen, aber auch große Herausforderungen, denen sich Österreichs Touristiker stellen. Hofer schloss mit einem Beispiel für gelungene touristische Kommunikation der Österreich Werbung.

9. Februar 2016

DJV unterstützt Aufruf der Initiative Urheberrecht

Der Deutsche Journalisten-Verband hat alle Journalistinnen und Journalisten aufgefordert, sich dem Aufruf der Initiative Urheberrecht für die Reform des Urhebervertragsrechtsanzuschließen. In dem Aufruf, der auf www.urheber.info veröffentlicht wurde, wird der Gesetzgeber zur zügigen Verabschiedung der Reform im Sinne der Urheber aufgefordert.

„ Es wird höchste Zeit, dass im Urhebervertragsrecht endlich die Instrumente gestärkt werden, die zum fairen Ausgleich der Interessen aller Beteiligter und damit zur Stärkung der Position der UrheberInnen und KünstlerInnen führen“, heißtes wörtlich. Ziel der Reform müsse sein, „das Verhältnis von UrheberInnen, ausübenden KünstlerInnen und Verwertern in eine faire Balance zu bringen“.

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall erinnerte daran, dass freie Journalisten in ihrem Verhältnis zu Verlagen und Rundfunksendern weitdavon entfernt seien, auf gleicher Augenhöhe zu agieren: „In der Praxisdiktieren die Medienunternehmen die Konditionen. Die Freien können nur entscheiden, ob sie zu den vorgegebenen Bedingungen Texte, O-Töne und Fotos liefern wollen oder nicht.“ Damit müsse Schluss sein. Deshalbbegrüße der DJV alle Bestrebungen, die die Rechte der Urheber stärken wollten. Überall forderte insbesondere alle Freien auf, den Aufruf der Initiative Urheberrecht zu unterzeichnen: „Wir müssen deutlich machen, wie wichtig uns diese Reform ist.“

13. Januar 2016

DJV startet Blog zur Gewalt gegen Journalisten

Dokumentiert Gewalt gegen Journalisten: augenzeugen.info

Augenzeugen.info heißt der Blog, den der Deutsche Journalisten-Verband am heutigen Mittwoch gestartet hat. Hier kommen Journalistinnen und Journalisten zu Wort, die Opfer von rechtsextremer Gewalt wurden oder Übergriffe auf Journalisten miterlebt haben.
Die Augenzeugenberichte in Wort, Bild und Video sollen durch Interviews mit Experten und Politikern angereichert werden. Initiator und presserechtlich Verantwortlicher von Augenzeugen.info ist DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall, der als Journalist bereits seit zwei Jahrzehnten über den Rechtsextremismus berichtet.
„Viel zu lange haben Politik, Polizei und weite Teile der Öffentlichkeit über die Entwicklungen am rechten Rand der Gesellschaft hinweg gesehen“, moniert Überall. „Hier artikulieren sich erklärte Gegner unserer demokratischen Werte.“ Die Journalisten hätten sie sich zu Zielscheiben ihres Hasses erkoren.

19. Januar 2016

DJV-Fachtagung "FRAU MACHT MEDIEN"

Flyer der Fachtagung

Am 12. und 13. März 2016 wird zum elften Mal „Frau Macht Medien“ in Köln stattfindet. Titel ist diesmal „Weibsbilder – Profile. Produkte. Profite.“  
In einem Workshop soll untersucht werden, wie oft und mit welchen Themen es Frauen in die Medienberichterstattung schaffen. Wie sich das Profil als Journalistin und die Prominenz als Politikerin miteinander vertragen, erläutert Michelle Müntefering in ihrem Impulsreferat zur Eröffnung.
Um Stolperfallen der eigenen Karriereplanung geht es in einer Podiumsdiskussion am ersten Veranstaltungstag, den „Sofa-Talk“ zum Abschluss am 13. März bestreitet die stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann.
Mechthild Mäsker, Vorsitzende des DJV-Fachausschusses Chancengleichheit, begründet das Motto der Tagung so: „Wie Frauen in den Medien dargestellt werden, hat mit unserer Berufsausübung zu tun, unserem persönlichen Profil als Journalistin, den Produkten, für die wir arbeiten oder die wir herstellen, und den Profiten, die wir damit erwirtschaften (wollen).“ Darum also „Weibsbilder – Profile, Produkte, Profite.“
Weitere Infos können hier abgerufen werden.

Update 22.01.16
Der DJV-Journalistinnentag FRAU MACHT MEDIEN hat aus aktuellem Anlass das Thema seiner Podiumsdiskussion geändert:
Unter dem Titel „PROVOKATION: Das Frauenbild in Deutschland im Spannungsfeld von Sexismus, Flüchtlingspolitik und Medienalltag“ diskutieren am 12. März fünf Kolleginnen über das, was sich seit der Silvesternacht an Debatten ergeben hat. Die Berichterstattung über die Vorkommnisse in Köln hat in der Politik, in den Medien und in der Gesellschaft den Diskurs über die Flüchtlingspolitik grundlegend verändert.

12. Januar 2016

Impressionen von Demonstration für die Pressefreiheit in Polen am 9. Januar in Berlin

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel

Foto: B. Lammel


Ein kurzes Video kann hier abgerufen werden: https://youtu.be/2xJf14KBfJ0

6. Januar 2016

Demonstration für die Pressefreiheit in Polen am 9. Januar in Berlin

Das Komitee zur Verteidigung der Demokratie (KOD - Komitet Obrony Demokracji) in Polen ruft alle Journalistinnen und Journalisten am Sonnabend, 9. Januar 2016, zu einer Protestkundgebung in Berlin auf. Die Versammlung beginnt um 14 Uhr vor dem Haus der ehemaligen polnischen Botschaft, Unter den Linden 52.

Hintergrund sind die jüngsten Einschritte der polnischen Regierung von Ministerpräsidentin Beata Szydlo in den öffentlich-rechtlichen Medien. Das KOD wirft der Regierung unter der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) vor, wichtige Positionen in Medien, Justiz und Verwaltung unter die Kontrolle der PiS bringen zu wollen.

Diese Machtkonzentration gefährdet die Unabhängigkeit der Medien. So sollen die öffentlich-rechtlichen Sender in Kulturinstitute umgewandelt werden, an deren Spitze jeweils ein vom Kulturminister Piotr Gliński ernannter Chef steht. Die Rundfunkgebühr soll nach dem Willen Glińskis abgeschafft und durch eine Steuer ersetzt werden.

„Eine solche Art von Staatsmedien kann seine Aufgaben nicht wahrnehmen“ äußert sich der Vorsitzende des DJV Berlin Bernd Lammel und ergänzt: „So wird die unabhängige Berichterstattung und kritische Betrachtung durch die Medien kaum noch möglich sein."
Zeitgleich zur Demonstration in Berlin findet in Warschau eine Protestaktion vor dem öffentlich-rechtlichen Sender TVP statt.

21. Dezember 2015

Tarifverhandlungen: zeit.de verweigert ZEIT-Gehälter

Screenshot vom 21.12.2015 (http://www.zeit.de/karriere/index)

Auch in der zweiten Tarifrunde Mitte Dezember hat sich die Geschäftsführung von ZEIT Digital / Online geweigert, gleiche Gehälter für Print– und Online-Journalisten am Standort Berlin zu akzeptieren. Diese Forderung hatten JVBB, ver.di und der DJV Berlin aufgestellt.

Die Arbeitgeber haben lediglich „Eckpunkte“ eines  Angebots vorgelegt, aber die Gewerkschaftsforderung nach einer Angleichung der Gehälter an Hamburger Bedingungen abgelehnt. mehr

18. Dezember 2015

Neue Vorstandsmitglieder gewählt

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Foto: Simone Ahrend, sah-photo


Die Mitgliederversammlung des DJV Berlin hat am vergangenen Mittwoch die vakanten Stellen im Vorstand neugewählt. Die vormalige Beisitzerin Astrid Sonja Fischer ist nun stellvertretende Vorsitzende, ebenso wie Anne Jacobs, die neu in den Vorstand gewählt wurde. Mario Bandi komplettiert das Gremium als neuer Beisitzer.  
Neben den Wahlen stellte sich der Vorsitzende des DJV Berlin, Bernd Lammel, gegenüber den Mitgliedern zu den Stasi-Vorwürfen des rbb. Die Mitglieder sprachen sich für den vom Vorstand eingeschlagenen Weg einer wissenschaftlichen Aufarbeitung aus.

10. Dezember 2015

Johann Oberauer GmbH (kress.de) erkennt von Bernd Lammel erwirkte einstweilige Verfügung an

Wie unter der Überschrift „Landgericht Berlin untersagt Behauptung einer MfS-Tätigkeit“ vom 04.11.15 berichtet, hat der Vorsitzende des DJV Berlin, Bernd Lammel, gegen die auf der Internetseite kress.de veröffentlichte Berichterstattung der Johann Oberauer GmbH vor dem Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung erwirkt. Danach wurde dieser aufgegeben, die Verbreitung zahlreicher Behauptungen zu unterlassen, wonach feststünde, dass Bernd Lammel für das MfS gearbeitet haben solle.
Mit Anwaltsschreiben vom 25.11.2015 hat die Johann Oberauer GmbH die einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin – einem rechtskräftigen Urteil gleichstehend – anerkannt. Die Berichterstattung wurde zwischenzeitlich von der Internetseite kress.de entfernt.
Zudem laufen weitere Verfahren von DJV Berlin-Mitgliedern gegen die Berichterstattung der Internetseite kress.de wegen der Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen.

4. Dezember 2015

DJV Berlin trauert um Harald Karas

Harald Karas Foto: privat

Einer der beliebtesten Fernsehmoderatoren ist heute gestorben. Harald Karas wurde 88 Jahre alt und war langjähriges Vorstands- und Ehrenmitglied im DJV Berlin. Jahrzehntelang informierte er die Berlinerinnen und Berliner über das politische Tagesgeschehen der Nachkriegszeit: Besuch von J. F. Kennedy, Studentenunruhen oder Viermächteabkommen.

Harald Karas wurde 1927 in Ottendorf bei Dresden geboren. Nach kurzer Arbeit als Volksschullehrer flüchtete er 1949 nach Berlin und studierte Publizistik an der Freien Universität.
Ab 1951 begann er seine Karriere beim NWDR als Nachrichtensprecher und wechselte 1954 zum SFB, wo er ab 1958 der Moderator der ersten Abendschau wurde. Unter seiner Leitung erreichte die Sendung Einschaltquoten von 40 Prozent.
Am 01. April 1970 moderierte der die 3482. Abendschau aus dem Studio B des SFB und die erste, die in Farbe gesendet wurde. Zwei Jahre später erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
1989 berichtet er aus der Bernauer Straße vom Fall der Mauer. 28 Jahre zuvor hatte er von derselben Stelle den Bau der Mauer kommentiert.

Der DJV Berlin trauert um Harald Karas, der für einen objektiven, vertrauenswürdigen und unaufgeregten Journalismus stand.

2. Dezember 2015

Kunsthaus Dahlem - Spannende Einblicke und Zugewinn an Erkenntnissen

Im Kunsthaus Dahlem Foto: Sönke Tollkühn

Von Robert Meuser   

"Das ist eine tolle Sache", sagt einer aus unserer Besucher-Gruppe. Eine andere meint: "Bewundernswert diese großartige Präsentation von Kunstwerken." - Zu dieser Zusatzveranstaltung im neu eröffneten "Kunsthaus Dahlem" hatte die Vorsitzende des Fachausschusses Generation+, Ann Schäfer, initiativ erfolgreich eingeladen. Sie selbst war zufällig spontan auf diesen Ausstellungsort mit großartigen Werken der Bildhauerei von Plastiken und Skulpturen und der Malerei aufmerksam geworden. mehr

17. November 2015

Google Talk Berlin: Digitaler Journalismus - Wandel als Chance?

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel


Rund 150 Teilnehmer trafen sich am gestrigen Montagabend zum Diskussions- und Informationsabend rund um den “Digitalen Journalismus” auf Einladung von Google, dem Medienmagazin „Nitro“ und dem DJV Berlin. Zu Beginn der Veranstaltung standen Ihnen Experten zu Fragen rund um die “Digital News Initiative” sowie das “Google News Lab” zur Verfügung.

In der anschließenden Gesprächsrunde mit der Moderatorin Marwa Eldessouky diskutierten Roland Tichy, Publizist, Herausgeber (rolandtichy.de), Carline Mohr, Head of Social Media (bild.de), Ilse Mohr, Journalistin und Bloggerin (silvernerd.de), Stefan Niggemeier, Medienjournalist (stefan-niggemeier.de), Frank Schmiechen, Chefredakteur Gründerszene (gruenderszene.de) die Chancen und Risiken, die der Medienwandel mit sich bringt.

Der Meinungsaustausch setzte sich im folgenden Get-Together bis in die späte Nacht fort.

14. November 2015

Attentats du 13 novembre 2015 en Île-de-France - Anschläge von Paris am 13. November 2015

Le cauchemar est devenu réalité. Face à vos douleurs nous, les journalistes berlinoise stupéfiés, nous sommes avec vous et nous vous rejoignons à votre deuil.

Wir, die Berliner Journalistinnen und Journalisten, schockiert von dem Unvorstellbaren des Wirklichkeit gewordenen Terrors, stehen an der Seite aller die leiden und trauern.


Au nom du comité de DJV Berlin -
Für den Vorstand des DJV Berlin: Wolf Siegert

13. November 2015

Impressionen der Vernissage - DOCMA Award 2015

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: Bernd Lammel

Foto: sah/Simone Ahrend

Foto: sah/Simone Ahrend

Foto: Bernd Lammel


Der Mensch ist neugierig. Schon immer gab es ein Interesse am Privatleben anderer. Früher blieb es meist bei Klatsch und Tratsch, doch mit der Erfindung der Fotografie wurde es möglich, Privates ins Bild zu setzen und öffentlich zu machen. Die Beute der Paparazzi, eingefangen mit dem Teleobjektiv, das mit der Handykamera geschossene Selfie oder die unbemerkten Aufnahmen der Überwachungskameras gewähren intime Einblicke und zeugen von einer ganz eigenen Bildsprache.
Beim diesjährigen DOCMA Award, dem renommiertesten Wettbewerb für digitale Kunst im deutschsprachigen Bereich, steht das Verhältnis zwischen Kamera und Privatsphäre im Fokus.
Zur Ausstellungseröffnung der besten Arbeiten waren am gestrigen Abend ca. 80 Interessierte in die Geschäftsstelle des DJV Berlin gekommen, um auch mit einigen Gewinnern des diesjährigen Preises über die Arbeiten zu plaudern.
Die Ausstellung ist noch bis Anfang 2016 in unserer Geschäftsstelle zu sehen.

9. November 2015


Filmpremiere "DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN"

Diskussionsrunde nach dem Film Foto: Alexander Czekalla

“Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts - wer sie besitzt hat die Macht!”, heißt es in der Einleitung des Dokumentarfilms "DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN". Doch wer kontrolliert den Zugriff auf private Daten? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Antworten auf diese Fragen liefert der Regisseur David Bernet in seinem Film und gibt dabei erstmals auch direkte Einblicke hinter die Kulissen der Entstehung des europäischen Datenschutzgesetzes.

In Kooperation mit dem farbfilm verleih lud der DJV Berlin am Freitag den 06. November zur Premiere des schwarz-weiß Dokumentarfilms ins Kino des Urania e.V. Berlin. Im Anschluss an die Vorführung diskutierten der Regisseur David Bernet sowie die Protagonisten seines Films Viviane Reding, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission a. D. (MdEP), Jan Philipp Albrecht, Verhandlungsführer der EU-Datenschutzreform (MdEP), sowie der Berliner Datenschutzbeauftragte, Dr. Alexander Dix, miteinander. Moderiert wurde die Gesprächsrunde durch das Vorstandsmitglied des DJV Berlin Dr. Wolf Siegert.

7. November 2015

Werner "Kümmel" Droth zum 90. Geburtstag

Es war im November 1925 in einem Seitenfügel am Kotti als Werner Droth das Licht der Welt erblickte. Einige Jahre später fing er an zu malen: Fresken auf die Hauswand hinter der Teppichstange auf dem zweiten Hof. Das gab schlechte Kritiken vom Hausmeister und gute vom neunjährigen Fräulein Lademann.

Während des Grafikstudiums an der Hochschule für Bildende Künste (heute UdK) entstanden die ersten politischen Karikaturen für die Westberliner Blätter (Puck, Blickpunkt und Telegraf). 1952 bis 1972 war er ständiger Mitarbeiter der Berliner Tageszeitung Nachtdepesche und veröffentlichte über 15 Jahre seine tägliche Karikatur zum Berliner Zeitgeschehen unter dem Pseudonym „Kümmel“ im Berliner Telegraf.

Ab 1994 arbeitete er bis in die neunziger Jahre für die Handelsrundschau aus Hamburg. Als „Ausgleichssport“ (Zitat: Werner Droth) verfasste er Kinder- und Kurzgeschichten sowie Glossen mit Berliner Schnauze unter den Pseudonymen: Kutte Kaminski, Krause Fuffzehn und BSR-Putzke.
Der DJV Berlin gratuliert seinem Mitglied der ersten Stunde Werner Droth zum 90. Geburtstag.

"Kümmel"-Karikartur im Telegraf (1959)
Werner Droth an seinem 90. Geburtstag Foto: Bernd Lammel
"Kümmel" - Selbstporträt

6. November 2015

Über Glücksmomente und schwarz-weiß Berichterstattung

Vice-Chefredakteur Tom Littlewood (4.v.l.) mit dem FA Junge des DJV Berlin im Vice-Konferenzraum. (Bild: Negar Ghalamzan)

Wie entsteht eine Vice-Story? Was ist objektive Relevanz? Weshalb ist Vice so erfolgreich? Und wie gestalten sich eigentlich die Abläufe in der multimedialen Vice-Redaktion? Auf diese und viele weitere Fragen gab der Chefredakteur von Vice Deutschland, Tom Littlewood, bei einem Besuch der Vice-Redaktion des FA Junge interessante Antworten. Littlewood sprach auch über Glücksmomente in seinem Job. Er stellte klar, wie wichtig ihm der Aufbau junger Talente sei und berichtete über die Zusammenarbeit mit den internationalen Vice-Redaktionen. Kritik übte der Chefredakteur an der "schwarz-weiß Berichterstattung" in den Medien. Im Anschluss an das Treffen mit Littlewood führte die PR-Leiterin von Vice Deutschland, Negar Ghalamzan, durch die Redaktionsräume.

Der nächste Redaktionsbesuch des FA Junge ist bereits in Planung. Wer dabei sein möchte, sollte sich nach Ankündigung schnell per Email anmelden, denn die Teilnehmerliste für den Besuch bei Vice war innerhalb weniger Minuten restlos gefüllt.

4. November 2015

Landgericht Berlin untersagt Behauptung einer MfS-Tätigkeit

Das Landgericht Berlin hat auf Antrag des Vorsitzenden des Berliner DJV, Bernd Lammel, gegen den Betreiber der Internetseite kress.de eine einstweilige Unterlassungsverfügung erlassen. Danach ist es kress.de verboten, zahlreiche Behauptungen des sogenannten „DDR- und Stasi-Experten“ Jochen Staadt weiter über seine Internetseite zu verbreiten. Dieser hatte als feststehend behauptet, Bernd Lammel habe zu DDR-Zeiten als Inoffizieller Mitarbeiter des MfS über Personen berichtet, darunter über den Britischen Botschafter und über Bürger, die bei dortigen Veranstaltungen anwesend waren.
Bernd Lammel hatte dies stets in Abrede gestellt und darauf verwiesen, daß es in den Unterlagen weder eine Verpflichtungserklärung von ihm gibt, noch irgendwelche von ihm selbst gefertigte Berichte. Das Landgericht ist seiner Ansicht gefolgt, wonach die MfS-Unterlagen nicht ausreichen, Bernd Lammel eine MfS-Tätigkeit zu unterstellen.
Beschluss des LG Berlin vom 03.11.15

4. November 2015

Verbandstag 2015: Vier wichtige Forderungen für freie Journalisten beschlossen

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend

Fotos: Simone Ahrend


Der Verbandstag des DJV, der vom 01. bis zum 03. November 2105 in Fulda tagte, verurteilte den Versuch des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger e.V., die Gemeinsamen Vergütungsregeln für freie hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen bei den laufenden Verhandlungen mit den Gewerkschaften zu Ungunsten der Urheber der Texte und Fotos zu  verändern. Die Verleger leisten mit ihren Vorstellungen einen Offenbarungseid zur Wertschätzung der Arbeit ihrer Mitarbeiter.

Die öffentlich-rechtlichen Sender wurden aufgefordert, Beitragsübernahmen zwischen den Anstalten zeitnah an die Urheber zu melden und zu vergüten. 

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles wurde aufgefordert, die Sonderregelung für den Bezug von ALG 1 unter erleichterten Bedingungen für kurzfristig beschäftigte Publizisten über den 31. Dezember 2015 hinaus zu verlängern und die Bezugsbedingungen zu verbessern. 

Bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wurden Verbesserungen In der Pflegegesetzgebung angemahnt, damit auch Selbständige abgesichert sind, wenn sie kurzzeitig die Pflege ihrer Angehörigen übernehmen.  

Die Dokumentaion als pdf-Datei finden Sie hier.

20. Oktober 2015

Mehr Geld für rbb-Mitarbeiter

Gehälter, Honorare und Betriebsrenten im rbb steigen wieder. Die Gewerkschaften ver.di und DJV Berlin/JVBB haben sich mit der Geschäftsleitung auf die Eckpunkte eines neuen Gehalts- und Honorar-Tarifvertrags geeinigt.

2,0% + 2,0 % mehr erhalten die Festen zum 1.10.2015 und 01.10.2016. Die zweite Erhöhung wird für die unteren Einkommensgruppen auf 75 Euro aufgestockt. Die Versorgungsleistungen werden nach den geltenden Tarifverträgen angepasst.
Außerdem wird die Vergütungstabelle um 0,4 % erhöht, falls es bis 31.03.2017 zu einer ARD-weiten Einigung zwischen Gewerkschaften und Anstalten über die umstrittene Rentendynamisierung kommt.

2,1% + 2,3 % bekommen die Freien zu den gleichen Terminen. Erhöht werden die realen („typischerweise gezahlten“) Honorare. Zusätzlich wird der Grundstock für einen Fonds zur strukturellen Anhebung der Freien-Honorare gebildet. Falls es in den laufenden Verhandlungen mit der Geschäftsleitung zur Honorarstruktur – Anpassung der Tagessätze an die Festen - nicht zu einem Ergebnis kommt, werden die Gelder nach zwei Jahren an die arbeitnehmerähnlichen („12a“)-Freien ausgezahlt.
Die Details des Tarifvertrags werden jetzt ausgearbeitet. Der fertige Text muss dann von den Tarifkommissionen der Gewerkschaften genehmigt werden.

14. Oktober 2015

Strahlender Ausflug

In der Schaltzentrale des ehemaligen KKW Rheinsberg Foto: Manfred Vieweg

Die Fahrt auf Initiative des Fachausschuss Generation+ nach Rheinsberg zur Besichtigung des ehemaligen Atomkraftwerks erfolgte bei bestem Wetter am 26. August morgens um 10.00 Uhr.

Die Kosten für den gemieteten Bus übernahm auf Antrag der Verband. Das Interesse war erfreulich groß, so groß, dass eine Wunsch-Warteliste leider übrig bleiben musste. mehr

8. Oktober 2015

Erklärung des Vorstands des DJV Berlin

Der Vorstand des DJV Berlin hat in seiner letzten Sitzung über die Beschuldigungen gegen seinen Vorsitzenden Bernd Lammel beraten, die in der Sendung »Abendschau« des rbb Fernsehen am 13. 9. 2015 erhoben wurden. Bernd Lammel hat die Vorwürfe scharf zurückgewiesen. Vor dieser Vorstandssitzung hatte Bernd Lammel Kontakt zur Behörde aufgenommen und erstmals selbst Akteneinsicht erhalten. Er berichtete, dass sich die Vorwürfe einer Tätigkeit für das Ministerium für Staatsssicherheit der DDR durch die in der Unterlagenbehörde vorhanden Dokumente nicht bestätigen lassen. Der Vorstand des DJV Berlin arbeitet derzeit mit Hilfe von Experten an einer transparenten Aufarbeitung der historischen Relevanz der in den Unterlagen verzeichneten Vorgänge. Aufgrund der Komplexität der Fragestellung wird dieses noch einige Zeit benötigen. Im ersten Schritt veröffentlicht der DJV Berlin daher im Folgenden eine Erklärung seines Vorsitzenden. Schritte zur Regulierung des entstandenen Schadens, den die falsche Berichterstattung des rbb verursacht hat, werden derzeit geprüft.

Erklärung Bernd Lammel (pdf-Datei)

Update 28.10.15

Der Vorstand hat die Unterlagen, die dem rbb und anderen Medien vorlagen eingesehen. In der Sache erfahrene Juristen und ein Historiker haben die Dokumente ebenfalls in Augenschein genommen. mehr

14. September 2015

Stasi-Vorwurf nicht bestätigt

Am Sonntag, 13. September 2015, hat der RBB in der Sendung Abendschau durch Verdachtsberichterstattung die Nachricht verbreitet, der Vorsitzende des DJV Berlin, Bernd Lammel, sei ein Inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit gewesen.

Der Vorstand des DJV Berlin hat zum jetzigen Zeitpunkt keine Erkenntnisse, die die vorgebrachten Verdächtigungen bestätigen würden, da der Vorstand bisher keine Akteneinsicht nehmen konnte. Die Akteneinsicht wird kurzfristig beantragt. Danach werden die Gremien im DJV Berlin den Vorgang bewerten und entsprechende Beschlüsse fassen, die dann auch veröffentlicht werden.

3. August 2015

netzpolitik.org: Blamage für Politik und Justiz

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Demo für Pressefreiheit: rund 1.200 Menschen solidarisieren sich mit den Machern von Netzpolitik.org Fotos: Bernd Lammel

Vor einem Jahr strahlte die ARD den Film zur Spiegel-Affäre vor 50 Jahren aus. Niemand hätte damals gedacht, dass der Chefankläger der Bundesrepublik ein halbes Jahrhundert später in gleicher Weise gegen engagierte journalistische Aufklärer vorgehen würde. Der schwerwiegende Vorwurf heißt Landesverrat. mehr

16. Juli 2015

Verschlechterung bei ALG1-Sonderregelung für Publizisten und Künstler geplant

Zurück zu alten Zeiten: Andrea Nahles Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll / Florian Jänicke)

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles plant bei der Novellierung der Sonderregelung für den Bezug von Arbeitslosengeld unter erleichterten Bedingungen (§ 142 Absatz 2 SGB III) eine Rolle rückwärts, die den Empfängerkreis weiter einschränken könnte. Das wurde am Rande des Empfangs der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Vorfeld der Verleihung des Deutschen Filmpreises am 19. Juni 2015 in Berlin bekannt. mehr

29. Juni 2015

Grimme Online Award für neukoellner.net

Die neukoellner.net Preisträger des Grimme Online Award 2015 in der Kategorie "Information" mit dem TV-Moderator und Paten der Kategorie, Tobias Schlegel. Bild: Jens Becker, Grimme-Institut.

Der hyperlokale Magazin-Blog neukoellner.net hat den Grimme-Online Award in der Kategorie "Information" gewonnen. Der DJV Berlin gratuliert seinem Mitglied, dem Mitbegründer und aktuellen Geschäftsführer des neukoellner.net Max Büch sowie auch der Chefredakteurin Regine Lechner und ihrer Stellvertreterin Sabrina Markutzyk zu diesem herausragenden Erfolg. mehr

1. Juni 2015

Urhebervertragsrechts-Gesetz soll im Sommer kommen

Heiko Maas will das Urheberrecht reformieren. Foto: Frank Nürnberger

Von Katharina Dockhorn

Heiko Maas (SPD) kündigte bei der Verleihung der Deutschen Schauspielerpreise 2015 durch den BFFS am 29. Mai in Berlin an, die Rechte der Urheber zu stärken. Es könne nicht sein, dass Kreative, die eine angemessene Bezahlung einfordern, hinterher auf einer Schwarzen Liste zu landen, prangerte der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz in seiner Rede an. Diese Erfahrung fließt in den  Entwurf zur Reform des Urhebervertragsrechts ein, den der Politiker im Sommer vorlegen will. mehr

29. Mai 2015

Bilder überzeugen mehr als 1000 Worte

Peter Stawowy, Norbert Kesten, Michael Hiller und Sandro Viroli (v.l.n.r.) beleuchten die berufliche Lage der Bildjournlisten. Foto: Katharina Dockhorn

Von Katharina Dockhorn

Blogger Peter Stawowy hat den Wert eines guten Fotos schätzen gelernt. Und auch Sandro Viroli, Direktor des Landesfunkhauses Dresden des MDR weiß, dass ein gutes Bild Zeit und Mühe braucht. Die Journalisten brachen eine Lanze für den Erhalt des Berufsstands der Fotografen am Rande der Eröffnung der sehenswerten Ausstellung sächsischer Bildjournalisten in der Vertretung des Freistaats beim Bund in der Berliner Brüderstraße 11/12. mehr

8. Mai 2015

„Estonian Documents“ - Fotoausstellung mit Birgit Püve

Birgit Püve bereitet ihre Ausstellung beim DJV Berlin vor. Foto: Bernd Lammel

Foto: Birgit Püve

Foto: Birgit Püve

Foto: Birgit Püve

Im Beisein der Fotografin Birgit Püve wurde am gestrigen Donnerstag die Ausstellung „Estonian Documents“ eröffnet. Sie zeigt Porträts von Menschen, die teils Bekannte sind oder Leute, die Püve auf der Straße angesprochen hat. Der graue Hintergrund ist für die Fotografin eine Metapher für die Vergangenheit - nach Jahrzehnten sowjetischer Besetzung musste sich erst eine neue estnische Identität bilden. mehr

27. April 2015

Medialer Zündstoff: Der Umgang mit dem Islam

Christoph Schwennicke (Cicero), Moderatorin Anna Sauerbrey (Der Tagesspiegel), Özlem Gezer (Der Spiegel) Foto: Daniel Falk

Von Petra Sorge

Cicero-Chefredakteur Christoph Schwennicke und Spiegel-Redakteurin Özlem Gezer diskutierten am Donnerstag beim JVBB die Frage: Wie berichtet man sensibel über den Islam? Und wie weit darf Religionskritik gehen? Die Moderation übernahm Tagesspiegel-Redakteurin Anna Sauerbrey. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Mentees des gemeinsamen Mentoringsprogramms von JVBB und DJV Berlin. mehr

9. April 2015

Berichterstattung über Missstände bald "Verrat von Geschäftsgeheimnissen"?

Von Markus L. Blömeke

Der DJV-Bundesverband hat die EU-Kommission aufgefordert, die Interessen von Journalisten und deren Informanten in der geplanten Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen deutlicher zu berücksichtigen. mehr

27. März 2015

Innovators@Google in Berlin

Der DJV Berlin bedankt sich bei allen, die unserer Einladung (auch bei weiten Wegen aus anderen Landesverbänden) so zahlreich gefolgt sind. Das Publikum war online-affin, jung und gar nicht naiv. Diskutiert wurde bis spät in die Nacht. Wir freuen uns gemeinsam mit den Partnern genau den Nerv getroffen zu haben, denn die Workshops waren nach 36 Stunden ausgebucht.

27. März 2015

Mentorenprogramm: Generationen lernen voneinander

Foto: Bernd Lammel, D-Foto

Auch nach dem "Bergfest", der Halbzeit des einjährigen Mentoring-Programms von JVBB und DJV Berlin, soll es nicht bergab gehen. Vielmehr waren sich am Montagabend Mentees und Mentoren einig, dass sie auch in der zweiten Hälfte der Zeit voneinander lernen wollen. mehr

30. November 2016

Digital werden, heißt verändern – Frauen diskutieren Online-Journalismus

von Judith Langowski Am Mittwochabend im DJV Berlin saßen nur Frauen auf der Bühne. Im Saal: 70 Frauen, 7 Männer. Das Thema, welche Möglichkeiten gibt es im digitalen Journalismus in den USA und Deutschland. Die Gäste auf dem... Mehr...

7. November 2016

Neuer Blick auf die Puppenallee

von Egbert SteinkeRund 600 Politische Denkmäler sind in Berlin erfasst. Sie erinnern an prominenten Plätzen stolz oder mahnend an die Vergangenheit oder zeugen im Museum von einer längst verflossenen Zeit. Manche stehen auch... Mehr...

21. Oktober 2016

Der DJV Berlin reformiert seine Struktur

Der Verband soll für journalistisch tätige Medienschaffende aller Genre und jeden Alters attraktiver werden Mehr...

28. Februar 2015

Neuer Rundfunkrat im rbb

Für die nächsten vier Jahre vertritt Susanne Stumpenhusen (verdi) die Journalistengewerkschaften im rbb-Rundfunkrat; hier mit dem DJV Berlin Vorsitzenden Bernd Lammel am Tag der Konstituierung. (Foto: rbb)

25. Februar 2015

12 Millionen Euro mehr für die "Deutsche Welle"

Logo Deutsche Welle an Gebäude Voltastraße, Berlin
Mehr Geld für die "Deutsche Welle": Zunächst händisch ausverteilt, ab 2016 dann automatisch. Foto (Ausschnitt): Andreas Praefcke (Lizenz: CC BY 3.0).

Von Katharina Dockhorn und Markus L. Blömeke

Monika Grütters
, Staatsministerin für Kultur und Medien, erhöht den Etat der "Deutschen Welle" um 12 Millionen Euro. Auf Nachfrage des DJV Berlin erläuterte die CDU-Politikerin den Zweck der Aufstockung.

Dem Koalitionsvertrag zufolge werden die Etats der nachgeordneten Kultureinrichtungen des Bundes – hierzu gehört die Berlinale – um die Mehrkosten aufgestockt, die sich aufgrund von Tarifsteigerungen ergeben. Die "Deutsche Welle" gehört allerdings nicht zu dieser Institutionengruppe. Gleichwohl wird sie maßgeblich aus dem Bundeshaushalt finanziert.

Grütters hat daher Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble gebeten, ihr für die "Deutsche Welle" mehr als 10 Millionen Euro zusätzlich zuzuweisen. Schäuble soll von sich aus bereitwillig eine weitere Million draufgelegt haben. "Erfolgreich gebettelt", kommentierte hierzu der Branchendienst "turi2".

Die Zuweisung muss noch im Kabinett bestätigt werden. Dabei handelt es sich aber voraussichtlich nur um eine "Formsache", so "turi2". Angesichts der Dimensionen, mit denen sich Schäuble derzeit konfrontiert sieht, ist der Mehrbedarf des deutschen Auslandsfernsehens ohnehin unbeachtlich: Allein im Rahmen der bisherigen beiden Hilfspakete für Griechenland steht Deutschland für Kredite von etwa 80 Milliarden Euro gerade. Das entspricht dem gesamten Etat der Deutschen Welle – bis zum 24. Jahrhundert.

Ab 2016 sollen die Mehrkosten der "Deutschen Welle" durch den Bund per Automatismus übernommen werden.

18. Februar 2015

DJV Berlin-Projekt "Wie tickt die Berlinale"

FIPRESCI-Generalsekretär Klaus Eder auf der Verleihung der drei Preise der Internationalen Filmkritiker Assoziation gemeinsam mit Anna Dobler, Carolin
FIPRESCI-Generalsekretär Klaus Eder auf der Verleihung der drei Preise der Internationalen Filmkritiker Assoziation gemeinsam mit Mitgliedern des DJV Berlin-Projekts "Wie tickt die Berlinale" Foto: Christine Kisorsy

Die Bärenjagd ist beendet, und erstmals konnten junge Journalisten des DJV Berlin Berlinale-Luft schnuppern. 4000 Journalisten aus aller Welt beichten jedes Jahr vom größten Publikumsfestival der Welt, das in diesem Jahr411 Filme bot. Für die Teilnehmer des gemeinsam mit den Berliner Filmfestspielen aus der  Taufe gehobenen Projekts !Wie tickt die Berlinale" hatte Pressechefin Frauke Greiner ein attraktives Paket von zehn Filmen zusammengestellt. Nach der Pressevorführung bestand auf den Pressekonferenzen die Chance, alle Fragen loszuwerden.  Unter der Filmen waren der spätere Bären-Gewinner "Aferim!" aus Rumänien, " Dora oder Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" und der gefeierte Panorama-Beitrag "Nasty Baby". Auf der Preisverleihung der FIPRESCI, der Internationalen Organisation der Filmkritiker,  kamen die Kollegen mit Journalisten aus aller Welt schnell ins Gespräch.

4. Februar 2015

Berlinale 2015

Fotos: Bernd Lammel

„Wie tickt die Berlinale“ tauften DJV Berlin und die Berliner Filmfestspiele ihr gemeinsames Projekt, das in diesem Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Sieben junge Mitglieder des DJV Berlin und zwei Schüler der Axel-Springer-Journalistenschule erhalten die Chance, erstmals Berlinale-Luft zu schnuppern, mit Filmemachern ins Gespräch zu kommen und Kontakte mit Kollegen aus aller Welt zu knüpfen. Zum Auftakt begrüßten Frauke Greiner, Pressesprecherin der Berlinale, und Bernd Lammel, Vorsitzender des Vorstands des DJV Berlin, die jungen Journalistinnen und Journalisten. Anschließend gab Hanns-Georg Rodek, verantwortlicher Filmredakteur der „Welt“, im Gespräch mit Katharina Dockhorn, Vorsitzende des FA Freie des DJV Berlin, eine Einführung in die Filmkritik, seine Arbeit, die Berlinale und die Zukunftsaussichten bei der Arbeit in diesem Metier. Fotos: Bernd Lammel

21. Januar 2015

Leben und Leiden in St. Petersburg: Fotoausstellung Alexander Petrosyan

Fotos: Alexander Petrosyan

Bis zum 10. März stellte der DJV Berlin Bilder des russischen Fotografen Alexander Petrosyan aus. Die Ausstellung ist vom Berliner Medienmagazin "NITRO" und dem Web-Portal "LiveBerlin.ru" (Живой Берлин) organisiert worden. Fotos: Alexander Petrosyan.

12. Januar 2015

Mahnwache vor dem Brandenburger Tor: Aufruf zur Teilnahme

Fotomontage "Je suis Charlie"
Montage: "Je suis Charlie", Patrick Subotkiewiez, veröffentlicht auf flickr.com (Lizenz: CC BY 2.0).

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft alle Journalistinnen und Journalisten zur Teilnahme an einer Mahnwache in Berlin am morgigen Dienstag auf. Die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Anschlags auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ findet am 13. Januar um 18 Uhr in Berlin-Mitte auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor statt. Mehr ...

20. Dezember 2014

­DJV Berlin strebt gemeinsame Akkreditierungsempfehlungen mit Messe Berlin und der Berlinale an

Die Rolling Stones bei der Berlinale (2008)
Die "Rolling Stones" kommen auch ohne Presseausweis auf die Berlinale. Wer nicht singen, sondern von dort berichten will, dem hilft ein Ausweis vom DJV Berlin. Foto: "Rolling Stones Berlinale Filmfestspiele 2008 Berlin", Mario Escherle (Lizenz: CC BY-SA 2.0).

Frauke Greiner, Sprecherin der Berlinale und Michael Hofer, Sprecher der Messe Berlin, sind kürzlich zu einem Gespräch in die Geschäftsstelle des DJV Berlin gekommen, um dort gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Lammel und  Geschäftsführer André Gählert Lösungen zu Problemen bei der Akkreditierung von Journalisten zu finden.

Schnell wurden sich die Teilnehmer darüber einig, dass Pseudo-Journalisten den Veranstaltern derzeit massiv das Leben schwer machen. Mehr ...

"Diese Menschen lieben ihren Sender!"

Porträtfoto Prof. Dr. Frank Überall
Kämpft für die Mitarbeiter der "Deutschen Welle": DJV-Bundesschatzmeister Prof. Dr. Frank Überall. Foto: Manfred Wegener.

Mitarbeiter der "Deutschen Welle" haben heute, unterstützt vom DJV, im Berliner Regierungsviertel gegen den Kahlschlag demonstriert, den der Sender angekündigt hat. Eine Aktion mit Folgen. DJV-Bundesschatzmeister Prof. Dr. Frank Überall über Sparrunden, Stiftungen und die Zukunft des deutschen Auslandsfernsehens. Mehr ...

15. Dezember 2014

"Die Billionen-Schuldenbombe": Impressionen vom Info-Abend mit Dr. Daniel Stelter

Fotos: Simone Ahrend / sah-photo

Geht Europa im Schulden-Strudel unter? Makroökonom Dr. Daniel Stelter (li.), Autor von "Die Billionen-Schuldenbombe" und "Die Schulden im 21. Jahrhundert", skizzierte im DJV Berlin Szenarien der weiteren Entwicklung des Euro-Raumes. Rechts im Bild: Moderator Jens Schrader. Fotos: Simone Ahrend / sah-photo.

12. Dezember 2014Gesetzesnovelle

Verbandsklagerecht zu Vergütungsregeln: Keine Unterstützung von Heiko Maas?

Foto Gebäude Bundesministerium der Justiz, Berlin
Foto: "Berlin, Mitte, Mohrenstrasse 37, Bundesministerium der Justiz" von Beek100 (Lizenz: CC BY-SA 3.0).

Wer als Journalist klagt, um die gemeinsamen Vergütungsregeln für Tageszeitungen einzufordern, ist raus. Das weiß auch Matthias Schmid, Leiter des Referats Urheber- und Verlagsrecht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Er bereitet einen Entwurf für eine Novelle des Urhebervertragsrechts vor. Mehr ...

7. Dezember 2014Studie zur Kreativwirtschaft

Film und Fernsehen: BB-Land verliert an Anziehungskraft

Foto "Berlin Startup Tour"
Bewegtbild-Branche Berlin-Brandenburg: Start-Ups statt Stellen? Foto: "Berlin Startup Tour", Dan Taylor / Heisenberg media (Lizenz: CC BY 2.0).

Bei flüchtiger Betrachtung könnte es kaum besser laufen: Die Zahl der Beschäftigten in der audiovisuellen Kreativwirtschaft Berlins und Brandenburgs nimmt kontinuierlich zu. Mehr ...

7. Dezember 2014Fachausschuss "Print"

Was im E-Book steckt

Illustration Info-Veranstaltung E-Book-Produktion
Quellfoto: Astrid Sonja Fischer / wirtschaftswort.de, Bearbeitung: Markus L. Blömeke

Welches Know-How braucht der Journalist, um selbst zum Verleger zu werden? Was ist der Unterschied zwischen einem E-Book und einem Book-on-demand? Welche Schritte des Herstellungsprozesses kann man selbst leisten, welche nicht? Mehr ...

28. November 2014DJV-Verbandstag

Weimar, 2014: Ein Rückblick

Foto Verbandstags-Teilnehmerin
Foto: Simone Ahrend

Im Zweifel immer schön streng nachrichtlich, das gilt auch für die Überschrift. Auch wenn sie einen Kommentar krönen soll. Mehr ...

19. November 2014Gesprächsabend Diepgen ./. Gysi

Mauerfall: „Ein demokratischer Aufbruch in Europa“

Foto Handshake Diepgen – Gysi
Foto: Norbert Kesten.

Pünktlich zum 25. Jubiläum des Mauerfalls hatte der DJV Berlin gemeinsam mit dem Märkischen Presse- und Wirtschaftsclub (MPW) zum Gesprächsabend „25 Jahre Mauerfall“ zwei Politiker eingeladen, deren Laufbahn und Blick auf die Ereignisse des Mauerfalls kaum unterschiedlicher sein könnten. Mehr ...

10. November 2014Berliner Nahostkolloquium

Journalisten in schwieriger Lage

Fotos: Charles Yunck

Ist der Journalismus in der arabischen Welt im Angesicht von Unsicherheit, Gewalt und wirtschaftlicher Not lediglich Spielball der Politik? Fotos: Charles Yunck Mehr …

1. November 2014 Wahl

Fachausschuss Bild-Vorsitzende im Amt bestätigt

Norbert Kesten ist am 20. Oktober als Vorsitzender des Fachausschusses Bild bestätigt worden, ebenso sein Stellvertreter Andreas Springer. Nach der Wahl gab es einen Rundgang durch die Austellung des Fotografen Thomas Billhardt. Er war persönlich vor Ort, um seine Arbeiten vorzustellen. Die ertaubte Fotografin Irina Tischer, die für einen Bundestagsabgeordneten und für Online-Medien arbeitet, nahm als Gast an der Veranstaltung teil. Der DJV Berlin organisierte die Übersetzung in Gebärdensprache (siehe Videoausschnitt).

1. November 2014Gesprächsabend mit Staatssekretär Krömer

"Berlin ist eine der sichersten Hauptstädte der Welt"

Foto: Bernd Lammel

Staatssekretär Bernd Krömer hat beim DJV Berlin über Polizeipräsenz im öffentlichen Raum, den Umgang mit "No go areas" und "racial profiling" gesprochen. Von Alexander Czekella Mehr... 

20. Oktober 2014Besser Online 2014

Wieviel Online verträgt Print?

Fotos: Heiko Assmann, Christiane Krüger, Alexander Czekalla


Online und Print passen strukturell nicht zusammen: Das war eine der Kernaussagen der DJV-Konferenz "Besser Online". 300 Journalisten hatten sich dort am Samstag in Berlin getroffen. Fotos: Heiko Assmann, Christiane Krüger, Alexander Czekalla Mehr...

6. Oktober 2014 Fotoausstellung Thomas Billhardt

Bilder aus dem Krieg

Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Nur noch bis Anfang November 2014 können in der Geschäftsstelle die Bilder des Reportage-Fotografen Thomas Billhardt betrachtet werden. Berühmt machten ihn seine Fotos über
den Vietnam-Krieg und den Fall der Berliner Mauer. Mehr...

25. September 2014DJV Berlin und JVBB

Mentoringprogramm für junge Journalist/innen gestartet

Foto: Bernd Lammel, D-Foto

Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg JVBB und der DJV Berlin haben ihr gemeinsames Mentoringprogramm für junge Journalist/innen gestartet. Die sieben „Tandems“ aus je einem Mentor und einem Mentee trafen sich am Montagabend zur Eröffnungsrunde. Mehr...

15. September 2014Senderumbau

Journalisten der Deutschen Welle wehren sich

Foto: DW/K. Danetzki

Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, will den Seder zu einem hauptsächlich englischsprachigen Fernseh-Nachrichtenkanal umbauen - und deutlich Personal abbauen. Zugleich plant Limbourg, mit chinesischen Staatssendern zu kooperieren. Der DJV befürchtet eine weichgespülte China-Berichterstattung. Mehr...

13. September 2014Saudische Kulturwoche

Zu Besuch beim saudischen Botschafter


Nur selten gibt es die Gelegenheit, hinter die Kulissen eines Botschaftsbetriebs zu schauen. Nun lud die Botschaft des Königreichs Saudi Arabien Mitglieder des DJV Berlin zu einem Besuch ein. Anlass ist die Saudische Kulturwoche. Von Clemens Glade (Text) und Bernd Lammel sowie Heiko Assmann (Fotos) Mehr...

8. September 2014Eröffnung der neuen Geschäftsstelle

Neue Räume - neue Ausrichtung


Der DJV Berlin hat seine neue Geschäftsstelle mit einer Feier eröffnet. Neben der Fotoausstellung des bekannten Dokumentarfotografen Thomas Billhardt präsentierten Studenten eine neue Kommunikationsstrategie für den Verband. Von Alexander Czekalla (Text) und Simone Ahrend (Fotos) Mehr...