FA: Tageszeitungen
Einst waren die Journalistenverbände die gewerkschaftliche Vertretung der Redakteure an Tageszeitungen. In dieser Tradition steht heute noch der Fachausschuss Tageszeitungen, wenn sich auch das Berufsbild inzwischen durch die modernen Techniken stark gewandelt hat. Moderne Techniken erfordern Weiterbildung, die tägliche Arbeit Kontaktpflege. Geblieben ist nach wie vor die Abhängigkeit von Verlegern und die Erfordernis der Kommunikation untereinander, vor allem auch bei tarifpolitischen Auseinandersetzungen. Dabei will der Ausschuss Hilfestellung leisten. |
Übrigens: Die Einladungen zu unseren Veranstaltungen gelten für alle Kolleginnen und Kollegen der DJV Landesverbände in der Region Berlin - Brandenburg
Ab 1. Februar für freie Journalisten und Journalistinnen gemeinsame Vergütungsregeln mit Zeitungsverlegern über Zeilenhonorare vereinbart – Doch keine Einigung für Fotohonorare
Nach über sechsjährigen Verhandlungen ist es den Gewerkschaften DJV und ver.di gelungen, mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gemeinsame Vergütungsregeln für freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen zu vereinbaren. Damit sollen verbindliche Grundlagen für die angemessene Honorierung von Freien an Tageszeitungen geschaffen werden. Für die Honorare der Fotojournalisten/innen kam es zu keinem Ergebnis.
Die gemeinsamen Vergütungsregeln sehen für hauptberuflich freie Journalisten Vergütungssätze vor, die für alle Verlage Geltung beanspruchen, da sie nach dem Urhebergesetz angemessen sind. Die Honorarhöhen sind für Textbeiträge gestaffelt nach der Auflage der Zeitung und unterteilt in journalistische Gattungen. Sie liegen beim Erstdruck je nach Auflage und Gattung in der Bandbreite zwischen 47 Cent und 1,65 Euro pro Druckzeile, beim Zweitdruck zwischen 38 Cent und 1,25 Euro.
Zeitungsverleger und Gewerkschaften sehen diese Honorarhöhen als angemessen an. Liegen Honorare bereits heute über diesen Sätzen, gehen beide Vertragsseiten davon aus, dass die bestehenden Sätze bei der jeweiligen Tageszeitung der Maßstab für die Angemessenheit der Honorierung sind. Über die Angemessenheit von Honoraren war es in der Vergangenheit immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen gekommen.
Für Fotojournalisten ist es bisher nicht gelungen, zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. DJV und ver.di haben mit dem BDZV weitere Verhandlungen vereinbart und angekündigt, die Schlichtungsstelle anzurufen, wenn keine Einigung zustande kommt.
Dem Verhandlungsergebnis müssen die zuständigen Gremien der Verbände, beim DJV der DJV-Gesamtvorstand, noch zustimmen. Die gemeinsamen Vergütungsregeln sollen am 1. Februar in Kraft treten. Sie sind auf der DJV-Homepage nachzulesen unter:
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Paul Hermann Streuff Foto: privat |
Kommissarischer Vorsitzender: Paul Hermann Streuff,
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Berichte aus dem Fachausschuss:
Redaktion Berliner Zeitung für außerordentliche Leistungen ausgezeichnet
Als „Redaktion des Jahres“ ist die Redaktion der Berliner Zeitung vom Medium Magazin ausgezeichnet worden. Der Preis wurde verliehen „für ihre außerordentliche Standhaftigkeit und ihr Bemühen, allen widrigen Umständen im eigenen Verlag wie auf dem hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt zum Trotz ein lesenswertes Blatt zu machen“. Am Freitag (16.1.2009) nahmen auf einer Festveranstaltung im Deutschen Historischen Museum Jutta Kramm, Ressortleiterin Politik, und Thomas Rogalla, Lokalredakteur und Mitglied im Redaktionsausschuss die Ehrung entgegen.
In seiner Rede dankte Thomas Rogalla nicht nur für diese Ehrung, sondern auch für „die Aufmerksamkeit, die uns während unserer dreijährigen Auseinandersetzung mit den Heuschrecken von vielen Journalisten-Kollegen und – sehr wichtig für uns – vielen Lesern entgegengebracht worden ist. Ohne diese Unterstützung hätten wir das nicht durchgestanden.“ Der frühere Sportchef der Berliner Zeitung, Jens Weinreich, wurde als Sportjournalist des Jahres ausgezeichnet.
FA Tageszeitungen bei der Messe Berlin
Am 11. April war der Fachausschuss Tageszeitungen Gast bei der Messe Berlin. Michael T. Hofer, Pressesprecher und Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, hatte zu einem Informationsabend eingeladen, hoch über den Dächern Berlins, in der obersten Etage des Verwaltungsgebäudes am Messedamm.
Michael Hofer erklärte gemeinsam mit seiner Referentin Astrid Ehring, die vor allem die ITB betreut, die Messe aus Sicht der Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Sie hatten stattliche Zahlen anzubieten:
Die Messe Berlin hat 500 Mitarbeiter. Das Presseteam besteht aus elf Mitarbeitern. Sie betreuen jährlich 8000 Journalisten, geben 170 Pressekonferenzen und erstellen 7500 Artikel für Print, TV und Online.
Die wichtigsten Ausstellungen sind neben Grüner Woche und ITB die Betreuung der ILA, die Fachmesse "Fruit Logistica" und "Heim, Tier, Pflanze". Hier waren allein 12670 Artikel ausgestellt.
Wermutstropfen an dem informativen Abend: Die geplante Wahl zum Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Fachausschusses konnte nicht stattfinden, weil trotz mehrfacher Einladung nicht die erforderliche Anzahl von Mitgliedern des FA anwesend waren.
Mein persönlicher Dank geht an Michael Hofer und Astrid Ehring, die - hervorragend vorbereitet - den Abend mit Freude und Humor gestaltet haben. Danke.
Paul Hermann Streuff, kommissarischer Vorsitzender FA Tageszeitungen






