Fachausschuss Print
Der Fachausschuss Print kümmert sich um Journalistinnen und Journalisten, die für Zeitungen und Zeitschriften arbeiten, bietet Treffen und Redaktionsbesuche an und beantwortet tarifrechtliche Fragen.
4. Februar 2013Prenzlauer Berg Nachrichten-Chef zu Besuch
"Wir brauchen ein Netzwerk von lokalen Netzzeitungen"

- Foto: Bernd Lammel
Die Fachauschüsse Print des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg und DJV Berlin haben zum ersten Mal gemeinsam getagt. Zu Gast war Philipp Schwörbel, Chef der Prenzlauer Berg Nachrichten. Er sprach über die Zukunft des Lokaljournalismus, Leser, die freiwillig zahlen und Unterstützung für ähnliche Projekte. Mehr...
26. Oktober 2012Fachausschuss Print
"Man geht nicht mehr ins Internet, es kommt zu einem"

- Foto: Astrid Fischer
Auf seiner Septembersitzung hat der Fachausschuss Print dazu eingeladen, das neu gegründete Google-Institut an der Humboldt-Universität näher kennen zu lernen. Mehr...
14. Juni 2012Besuch im Springer-Haus
Wie die Bild-Zeitung entsteht

- Foto: Astrid Sonja Fischer
Die Bild-Zeitung gibt es für das iPhone, das iPad, online und auf Papier. Wie die crossmedialen Inhalte produziert werden, erfuhren DJV Berlin-Mitglieder im Berliner Axel-Springer-Haus. Notizen des Vorsitzenden des Fachausschusses Print Matthias Berner. Mehr...
23. Februar 2012Besuch bei der BSR
Sie fegt nicht nur Berlins Straßen

- Sabine Thürmer und Bernd Müller stellten sich auch den kritischen Fragen ihrer interessierten Zuhörer. Foto: A. Fischer
Die BSR zählt zu Europas größten kommunalen Unternehmen. Doch was steckt alles dahinter? Darüber informierten die Leiterin der Abteilung Kommunikation, Sabine Thümler und Pressesprecher Bernd Müller in einem Hintergrundgespräch Mitglieder des FA Print.
Wem ist schon allgemein bekannt, dass die BSR auch zu 100 % Eigentümerin der Berlin Recycling GmbH ist, dass sie zu 51 % an der gbav Gesellschaft für Boden und Abfallverwertung beteiligt ist, zu 50 % an der BRAL Reststoff-Bearbeitung GmbH Berlin und dass sie sich mit einem Sonderprogramm an der Umwelterziehung für Vorschulkinder beteiligt?
Die Gesprächsthemen am 22. Februar in den Räumen der BSR reichten von der „spannenden Zeit der Zusammenführung“ von Ost- und Westbetrieb bis zu den Problemen der Umstellung auf ein „wirtschaftlich orientiertes Betriebssystem“ bei der Umwandlung vom städtischen Eigenbetrieb zu einer Anstalt des öffentlichen Rechts des Landes Berlin
Einige Details: Von 2001 bis jetzt wurden bei den Kosten insgesamt rund 160 Millionen € eingespart; die Vollzeitstellen beim Personal wurden sozial abgesichert und um 2.500 verringert, der Altersdurchschnitt bei den Mitarbeitern beträgt 48 Jahre; die Steigerungen der BSR-Gebühren blieben stets unterhalb der Inflationsrate – zum Vergleich: in Dresden betragen sie (Mischpreis) 22,92 €, in Dresden 34,68 €, in Leipzig 45,93 €, in Düsseldorf sogar 59,97 €; z. Z. gibt es bei der BSR jährlich 80 Ausbildungsplätze – da in Berlin insgesamt zu wenig Berufskraftfahrer ausgebildet als benötigt werden, wurde hierfür ein eigenes Ausbildungsprogramm geschaffen .
Thema Energie und Umweltschutz: Obwohl für die BSR eine gesetzliche Ausnahmeregelung besteht, erfüllen alle ihre Fahrzeuge die Anforderungen für die grüne Plakette: 120 Fahrzeuge werden mit Biogas betankt, ihre Zahl soll in nächster Zeit auf 150 gesteigert werden. Das entspricht etwa der Hälfte der Fahrzeugflotte. Eine eigene Biogasanlage für ihre Versorgung ist im Bau. Mit dem nichtverwertbaren Restmüll werden durch Verbrennen 31.000 Berliner Haushalte beheizt und 63.000 mit Strom versorgt.
Stolz ist die BSR auf drei Projekte außerhalb ihrer Entsorgungsverpflichtungen: Auf das „Erlebnisprogramm für Kinder im Vorschulalter“ zur Umwelterziehung; auf die Auszeichnung als „Familienbewusstes Unternehmen“ für flexible Arbeitszeitpolitik, vorbildliche Gesundheitsförderung, für Qualität der Fort- und Weiterbildung sowie den Frauenförderplan - und schließlich auf ihre schriftlich zwischen Vorstand und Arbeitnehmer fixierte innerbetriebliche „Vereinbarung über partnerschaftliches Verhalten und gegen Rassismus“ . Sie unterstreiche, „dass partnerschaftliches Verhalten, Wertschätzung , Toleranz und Integration Grundlage der BSR-Kultur sind.“
K.K.
30. Januar 2012Portal für Artikel-Handel
Deutsche Post stellt „DieRedaktion“ vor
Einen fertigen Artikel einer großen Zahl von Interessenten gleichzeitig anbieten? Auf der Januarsitzung des Fachausschuss Print präsentierten Uli Kievernagel und Gerd Kühlhorn von der Deutschen Post AG das Internet-Portal „DieRedaktion.de“.
Die Plattform dient sowohl dem Verkauf von Artikeln wie auch der Vermittlung von Schreibaufträgen. Preise und Lizenzvereinbarungen liegen dabei im Ermessen des Autors. Kommt es zum Auftrag erhält die „DieRedaktion.de“ 30 Prozent für den Verkauf von Texten und 15 Prozent für die Vermittlung von Aufträgen. Das Inkasso wird von „DieRedaktion.de“ übernommen.
Vorrausetzung für die Teilnahme an dem Marktplatz ist ein Presseausweis sowie die Identifizierung über das PostIdent-Verfahren. Derzeit sind 2.888 Personen auf dem im letzten Jahr gestarteten Portal unterwegs. Zu den großen Nutzern zählen der Axel Springer Verlag und Pixeltrailer, insgesamt ist die Geschäftstätigkeit aber noch gering. Daher ist die Registrierung für Teilnehmer derzeit noch kostenfrei. Das Portal selbst vergibt regelmäßig Stipendien für Rechercheaufträge und nimmt entsprechende Themenvorschläge entgegen.
In der regen Diskussion zeigten sich die rund 20 Teilnehmer überwiegend positiv interessiert. Besonders lobend wurde erwähnt, dass es bisher noch kaum vergleichbare Marktplätze für Print-Journalisten gibt, während im Fotobereich diese schon weit verbreitet sind. Kritisch wurde angemerkt, dass die Texte nur eingestellt und verschlagwortet werden, darüber hinaus aber keine inhaltliche Redaktion, Bewertung oder Sortierung erfolgt.
Die Initiatoren von „DieRedaktion.de“ betonten, das sich das Angebot besonders für die Zweitverwertung von Artikeln und die Vermittlung von Aufträgen in speziellen Themennischen eigne. Insgesamt werde das Portal noch weiter entwickelt und um zusätzliche Funktionen ergänzt. So sollen bald auch Fotos, Videos und Audio-Produktionen gehandelt werden können sowie es virtuellen Redaktionsbüros ermöglicht werden, gemeinsam komplexere Aufträge anzunehmen und abzuwickeln.
Astrid Fischer,
Fotogalerie: B. Lammel
Weitere Informationen unter www.dieredaktion.de
Die nächste Sitzung des FA Print findet im Februar statt. Geplant ist ein Besuch bei der BSR. Einladung mit genauem Termin folgt.

















