Wir - vom Fachausschuss „Junge Journalistinnen und Journalisten“ - wenden uns an Nachwuchsjournalisten die gerade auf dem Sprung ins Berufleben sind, an junge Redakteure/innen an junge „Freie“, die sich nach ihrer Ausbildung in der journalistischen Arbeit gegenüber der vielfältigen Konkurrenz erst noch behaupten müssen. Unsere Aufgabe: Die Interessen der jungen Journalisten/innen im DJV und nach außen zu vertreten. Unser Fokus: Verbesserung der Qualität in Aus- und Fortbildung und der Rechte junger Journalisten/innen. Unsere Ziele: „Netzwerken“, beraten, informieren. Auf unserem Programm stehen Infoabende zu Themen rund um den Berufseinstieg und die Möglichkeit zum Austausch. |
Übrigens: Die Einladungen zu unseren Veranstaltungen gelten für alle Kolleginnen und Kollegen der DJV Landesverbände in der Region Berlin - Brandenburg
Termine Fachausschuss:
Finnische Botschaft sucht junge Journalisten/innen
Stipendienangebot: Bewerben können sich junge Journalisten/innen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben oder kurz vor dem Studienabschluss in Journalismus/Kommunikationswissenschaft stehen. Das 19. Auslandsjournalistenprogramms (FCP) vom 1. - 29. August 2010 bietet eine Gelegenheit, mehr über Finnland, seine Gesellschaft und den finnischen Lebensstil zu erfahren. Die Bewerbungsunterlagen sind englisch einzureichen.
Bewerbungsschluss: 31. März 2010.
Nähere Informationen: Anne Ruokamo, Pressereferentin der Botschaft von Finnland Rauchstr. 1 in 10787 Berlin: Tel.: 5050 3207, Fax: 5050 3100
E-Mail: anne.ruokamo(at)formin.
Medientage für Nachwuchsjournalisten - jetzt bewerben!
Der Verband öffentlicher Banken (VÖB) veranstaltet im kommenden Jahr erstmals „Medientage für Nachwuchsjournalisten“ in Kooperation mit dem DJV. Diese finden vom 25.-26. Februar 2010 in Berlin statt. Die Zahl der Plätze ist auf 20 Personen begrenzt. DJV Berlin Mitglieder finden bei der Teilnahme eine bevorzugte Berücksichtigung!
Ziel des zweitägigen Seminars ist die Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten, um im Alltag fundiert zu den oftmals schwierigen Finanz- und Wirtschaftsthemenn recherchieren und berichten zu können.
Neben Vorträgen und Diskussionen wird auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten, an dem auch Chefredakteure der Wirtschaftspresse teilnehmen und sich den Fragen der Nachwuchsjournalisten und -journalistinnen stellen. So ist für das Get Together am Abend u.a. auch Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur Finanztest, angefragt.Mit Ausnahme der An- und Abreise nach Berlin entstehen den Teilnehmenden keine Kosten - auch für eine Hotelunterbringung ist gesorgt. Das komplette Programm, nebst Bewerbungsunterlagen, ist im Internet zu finden unter www.voeb.de/de/pressezentrum/pressemitteilungen/pressemitteilung_2009_029.html
Haben Sie noch Fragen? - Rufen Sie uns an:
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River Tucker Foto: privat |
Vorsitzende: River Tucker
eMail: rmal@rivertucker@.de
homepage: www.rivertucker.de
Tel.:
Fax:
Handy: 0172/ 462 56 28
eMail: joerg.oberwittler@gmx.de homepage: www.oberzeile.de Tel.: Handy: 0178/ 409 74 66 |
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Berichte aus dem Fachausschuss:
DJV BERLIN: MEINE RECHTE ALS FREIER JOURNALIST - SEMINAR FÜR FREIE UND JUNGE JOURNALISTEN/INNEN
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Gespannte Aufmerksamkeit der Zuhörer bei den Ausführungen von Michael Hirschler. Foto: J. Oberwittler |
Auf Einladung des FA Junge, gemeinsam mit dem FA Freie, informierten sich am 3. Juni in der Geschäftsstelle des DJV-Berlin freie und junge Journalisten/innen in dem Seminar „Rechte-ABC für Freie“ über ihre Rechte und Pflichten. Wie lässt sich mit Redaktionen ein faires Honorar aushandeln? Welche Rechte am Text bleiben beim Autor? Und wer haftet eigentlich bei schlechter Recherche?
Drei Stunden lang nahm sich Bundesreferent Michael Hirschler Zeit für Rechtsfragen rund um die Zusammenarbeit mit Redakteuren. Wie sich trotz der intensiven Abendveranstaltung am Ende zeigte, war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein - mit Urheberrecht, Honorarfragen und Vertragsangelegenheiten ließe sich locker ein einwöchiges Seminar füllen.Zu den Themen brachte Hirschler jede Menge praktischer Tipps mit. Zum Beispiel: Bei größeren Aufträgen immer eine Auftragsbestätigung mit den wichtigsten Details per Mail schicken. Sie gilt im Streitfall vor Gericht als Beleg. Bezahlen muss die Redaktion nach „Abnahme“, also nachdem der Text oder Beitrag vom Redakteur für in Ordnung befunden worden ist. Nicht erst, wie viele meinen, nach Druck oder Sendung.
Zudem sei vor schludrig-schneller Recherche gewarnt. Der Autor haftet für Recherchefehler – nicht die Redaktion. Denn aus Sicht der Juristen hat sie ein Produkt (in diesem Fall die Rechte) eingekauft. Hier lohnt der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Beitragsschäden (auch beim DJV erhältlich).
Ebenfalls ein wichtiger Hinweis in der Zusammenarbeit mit Redaktionen: Ein auf den ersten Blick großzügiges Ausfallhonorar von 50 Prozent, entpuppt sich als Mogelpackung. „Wenn ich meine Arbeit fertig gemacht habe, habe ich Anspruch auf ein hundertprozentiges Honorar“, sagte Hirschler. Wer mitten in der Recherche zurückgepfiffen wird, berechnet das prozentual erbrachte Arbeitsvolumen. Gezahlt werden muss laut Gesetz innerhalb von 30 Tagen. Im Falle von monatelangen Aufschiebungen kann der DJV stellvertretend Mahnschreiben verschicken.
Bei allen rechtlichen Tipps wurde eines am Ende deutlich: In der Zusammenarbeit mit Redaktionen muss der Freie auch weiterhin Fingerspitzengefühl beweisen. Wer bei kleinen Unstimmigkeiten sofort mit dem Gesetzbuch wedelt, wird kaum einen zweiten Auftrag bekommen.
Dennoch halfen Hirschlers Tipps, Freien den Rücken gegenüber allzu gewieften Tricks mancher Verlagshäuser, Honorarabteilungen und Redaktionen zu stärken. Wer seine Rechte kennt, lässt sich nicht so schnell über den Tisch ziehen.
Jörg Oberwittler
Podiumsgespräch im Berliner Presse Club: Berlin ist nicht Bonn
Die Arbeitsbedingungen für Parlamentsjournalisten im beschaulichen Bonn haben sich im hektischen Berlin nicht unwesentlich verändert. Dies ist die übereinstimmende Meinung von Jochim Stoltenberg, Mitarbeiter der „Berliner Morgenpost“, und Stephan Detjen vom Deutschlandradio Kultur. Sie berichteten in einem Podiumsgespräch im ddb-Forum, zu dem der Berliner Presse Club am 16. April Clubmitglieder, Leser Berliner Tageszeitungen und Absolventen der Berliner Journalistenschule eingeladen hatte, über ihre Arbeit.
Stoltenberg war von 1976 bis 1988 Parlamentskorrespondent des „Hamburger Abendblatts“ in Bonn, Detjen von 1999 bis 2004 im Hauptstadtstudio des Deutschlandradios in Berlin. Gab es in Bonn oft noch Diskussionen mit Bundesministern und ihren Sprechern, so gibt es heute im Haus der Bundespressekonferenz vorwiegend Verlautbarungen. Ein Grund dafür sind unter anderem die Live-Übertragungen des TV-Senders Phoenix, die viele Journalisten für ihre Berichte nutzen und zu den Pressekonferenzen gar nicht mehr gehen. Unverändert geblieben ist der Konkurrenzkampf zwischen den Medien: Die Recherche eigener Themen sei daher wichtiger als das Berichten über tagesaktuelle Fragen.
"Das erste Berufsjahr ist die Hölle"
Mit unserer ersten Infoveranstaltung am 23. Januar haben wir offensichtlich gleich ins Schwarze getroffen. Reichlich Besucher, haufenweise Tipps zum Beruf des Freien Journalisten und viele Nachfragen haben uns bewiesen: Die Unsicherheit über die berufliche Zukunft als „Freier“ ist immens – und damit auch der Bedarf an Informationen.
Eines zeigten die Antworten der drei Gäste auf jeden Fall: Wer früh genug weiß, was auf ihn zukommt, ist auf der sicheren Seite. Imke Rosebrock vom Journalistenbüro „Freie Redaktion“ war durch ihre Kollegen vorgewarnt: „Das erste Berufsjahr wird die Hölle.“
Doch nach dieser Durststrecke ging es bei ihr bergauf. „Dabei helfen gute Kontakte aus Praktika, die man unbedingt pflegen sollte“, betonte Rosebrock. Hilfreich sind ebenfalls gute Exposés, die an die Redaktionen rausgehen. Ein absolutes „Don’t“: Massen-Mails mit einer ellenlangen Empfängerzeile und offensichtlicher Unkenntnis, was in der Redaktion für Themen laufen – oder bereits gelaufen sind.
Wer freier Journalist werden will, sollte sich ebenfalls dringend mit der Künstlersozialkasse (KSK) auseinandersetzen, empfahl Renate Thiemann, die beim DJV-Berlin über Sozialfragen berät. Vorteil gegenüber einer privaten Krankenversicherung: die KSK übernimmt wie ein regulärer Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge für Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung.
Daher sei es wichtig, sein Jahreseinkommen realistisch zu schätzen. Denn eine zu niedrige Einschätzung wirke sich nachteilig auf die spätere Rentenzahlung aus, warnte Thiemann. Wer mindestens 325 Euro monatlich als Journalist verdient, darf in die KSK. Außerdem sinnvoll: VG Wort, Presseversorgungswerk und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
Bei über 10 000 Euro Jahreseinkommen (inklusive Versicherungen) hält das Finanzamt die Hand auf. Ein freier Journalist muss die Einkommenssteuer und die Mehrwertsteuer (auch Umsatzsteuer genannt) abführen, erklärte Uwe Lange, zuständig beim DJV-Berlin für Steuerfragen und Partner der Kanzlei ECOVIS Grieger Mallison Berlin. Berechnet wird der Gewinn, sprich die Einnahmen, die abzüglich der Ausgaben unterm Strich übrig bleiben. Freie Journalisten können zum Beispiel Büromaterial, Fachbücher und Zeitschriften, Kommunikations-, Reise- und Bewirtungskosten „steuermindernd“ in ihrer Erklärung angeben.
Nicht mehr absetzbar ist hingegen das Arbeitszimmer in der heimischen Wohnung. Und wer den Sommerurlaub in Italien als „Recherchereise“ durchkriegen will, sollte lieber Arbeitsproben als Beleg parat haben – sonst ist die Erholung schnell passé. Auch das sündhaft teure Outfit für den großen Auftritt auf der nächsten Pressekonferenz gilt nicht als absetzbare Arbeitskleidung.
Besser investiert ist dieses Geld in eine repräsentative Homepage, vorzeigbare Visitenkarten und eine gute Berufshaftpflichtversicherung – falls man auf besagter Pressekonferenz mal „über den teuren Laptop des Kollegen stolpert“, empfahl Rosebrock am Ende der zweistündigen Veranstaltung.
Und schob noch einen wichtigen Tipp hinterher. Auch wenn der Arbeitstag gerade am Anfang lang und die Frustration über das mickrige Honorar für einen aufwändigen Artikel oder Beitrag groß ist: „Qualität zahlt sich am Ende immer aus.“ Wer zuverlässig gute Qualität liefert, dem sind Redaktionen schnell gewogen.
Jörg Oberwittler
Kollegialität geht vor Konkurrenzkampf
„Netzwerken wie geht das und was bringt es mir?“ Das war das Thema im Fachausschuss „Junge Journalistinnen und Journalisten“ des DJV Berlin am Montag. Auf seiner zweiten Veranstaltung informierten sich 25 junge Kollegen und Kolleginnen am Montag in den Räume der Berliner Journalisten-Schule gekommen sind bei „alten Hasen“ über Vorteile und Nachteile von journalistischen Netzwerken:
Was bietet jungejournalisten.de (www.jungejournalisten.de ), wie arbeitet das Osteuropa-Netzwerk n-ost (www.n-ost.de), wie komme ich in einen politischen Hintergrundkreis? Die Referenten berichteten aus ihren Netzwerken und gaben persönlichen Tipps.
Immer eine Visitenkarte in der Westentasche, lieber offensiv mit vertrauten Kollegen Kontakte austauschen und vermitteln anstatt diese ganz egoistisch für sich zu behalten - da waren sich Oliver Bilger (jungejournalisten.de), Andreas Metz (n-ost), Corinna Emundts (Hintergrundkreis "Vino Rosso") und Frank Brendel (Netzwerk Recherche) einig.
Nach der Veranstaltung saßen Gäste und Referenten noch zusammen im "Alten Fritz" und die Visitenkarten wechselten die Besitzer.
River Tucker, Vorsitzende des FA
Foreign Correspondents' Programm in Finland 2008: Vier-Wochen-Stipendium
Das Programm bietet Gelegenheit, vorhandene Kenntnisse über die finnische Gesellschaft und das Leben in Finnland zu vertiefen. Außerdem wird den Teilnehmer/innen durch individuelle, auf Finnland bezogene Projekte die Gelegenheit geboten, ihre beruflichen Fähigkeiten zu erweitern.
Die Bewerber/innen sollten über gute Kenntnisse der englischen Sprache verfügen und zwischen 20 und 25 Jahren alt sein. Das Programm setzt die Fähigkeit zur selbständigen Arbeit im Ausland voraus. Es beginnt am 1. August und endet am 31. August 2008. Das Stipendium beinhaltet Hin- und Rückreise nach Finnland, Unterbringung in Einzelzimmern in einem Studentenwohnheim, Verpflegung sowie Transporte innerhalb Helsinkis.
Geboten werden: Einführungsvorträge zu aktuellen finnischen Themen, Exkursionen in Unternehmen, Institutionen und zu kulturellen Sehenswürdigkeiten. Im Rahmen des Programms haben die Teilnehmer/innen Gelegenheit, sich mit weiteren finnischen Themen zu beschäftigen, die für sie von Interesse sind.
Ende der Bewerbungsfrist: 3. März 2008
Weitere Informationen: formin.finland.fi/service/media/fc, Botschaft von Finnland – Presseabteilung, Rauchstr. 1 in Berlin 10787; Tel: +49-(0)30-5050 30; E-Mail: info.berlin@formin.fi; Webseite:
River Tucker









