TERMINE FACHAUSSCHUSS

Fachausschussvorsitzende

Foto: N. Kesten

Simone Ahrend

Tel.: 0331 / 270 17 27
E-Mail: sah@sah-photo.de
Web: Blog

Werdegang: Simone Ahrend ist Fotojournalistin und Diplom-Kommunikationsdesignerin. Sie studierte mit einem Fulbright-Exchange-Stipendium an der New York University künstlerische und journalistische Fotografie (Master of Arts), erhielt mehrere Kunststipendien und Preise und ist Dozentin einer Fotoklasse. 1993 erhielt Ahrend den Brandenburger Landesförderpreis für Publizistik über die Denkmalpflege. Ihr fotojournalistischer Schwerpunkt sind Menschen mit besonderem Förderbedarf. 2011 porträtierte sie Personen für das Buch: "Wie die friedliche Revolution ihre Kinder entließ" und 2012 "Experten in eigener Sache - Wie Brandenburger Bürger den demografischen Wandel gestalten".

Stellvertretende Vorsitzende

Foto: M. Jurisch

Dr. Nourida Ateshi

Tel.:
030 / 809 07 591
Fax:  030 / 890 48 368
E-Mail: ateshi@nourida.com
Web: Homepage

Werdegang: Nourida Ateshi ist Mitglied des P.E.N Zentrums Deutschland, Vertreterin des Aserbaidschanischen Journalistenverbandes für Deutschland und Europa. Sie studierte Kultur-Soziologie in Aserbaidschans Hauptstadt Baku und promovierte an der Fakultät für pädagogische Wissenschaften an der Moskauer Universität für Kunst und Kultur. Während des Studiums in Sowjetaserbaidschan arbeitete sie für verschiedene Radio- und TV- Sendungen. Wegen kritischer Berichterstattung erhielt sie schließlich ein Veröffentlichungsverbot für zehn Jahre. Seit 1995 ist Ateshi in Berlin, wo sie als Moderatorin von Kultursendungen bei verschiedenen Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie für mehrere aserbaidschanische und türkische Medien arbeitet. Sie wurde mit dem höchsten literarischen Medienpreis Aserbaidschans, der "Goldenen Feder", ausgezeichnet und hat 16 Bücher in deutscher und aserbaidschanischer Sprache veröffentlicht.

16. März 2014Frau Macht Medien

Auf dem Klettergerüst


In Köln sprachen 130 Journalistinnen auf dem Kongress Frau Macht Medien darüber, dass für Frauen die Karriere mehr ein Klettergerüst als eine Leiter sei. Auch das öffentliche Bild der digitalen Welt würde nicht von Frauen bestimmt.


Text und Fotos: Simone Ahrend

Auf die provozierende Frage von Mechthild Mäsker, Vorsitzende des DJV-Fachausschusses Chancengleichheit, wer in den vergangenen zwei Jahren Führungspositionen eingenommen habe, meldete sich niemand aus dem Publikum. Mechthild Mäsker wertete das als Zeichen, dass es für Frauen im Journalismus noch viel zu tun gebe.

Über 130 Journalistinnen trafen sich vom 8. bis 9. März auf dem zehnten DJV-Journalistinnentag Frau Macht Medien in Köln. Neben den Aufstiegschancen von Frauen ging es vor allem darum, wie das Digitale den Berufsalltag verändert. Der DJV-Berlin beteiligte sich mit einer Fotoserie mit typografischen Zitaten über die Zukunft des Journalismus an dem Kongress.

"Die Alphatiere im Web 2.0 sind Männchen"

Ulrike Kaiser, stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende, forderte zu Beginn des Kongresses, dass in Zukunft journalistische Bloggerinnen präsenter werden müssen. Beifall erhielt sie für den Satz: "Frauen sind gut, kreativ, ideenreich und bienenfleißig. Wir twittern, bloggen und posten uns die Finger wund – aber das öffentliche Bild der digitalen Welt bestimmen andere. Die Alphatiere im Web 2.0 sind Männchen." Für Frauen gebe es eine Menge zu tun. Nicht nur im Digitalen.

Doch wie kann es vorangehen mit der Karriere, wie erreichen mehr Frauen die Chefsessel in der Medienbranche? Wo liegen die Chancen? "Dass sich der Journalismus selbst verbessern müsse", sagte Ulrike Kaiser, und betonte, dass es nicht genüge, "Frauen in Führungspositionen zu bringen".

Karriere: Mehr Klettergerüst als Leiter

"Dass Frauen gegenüber Frauen solidarischer werden müssen" betonte die Kölnerin Andrea Ernst vom Journalistinnenbund. Ebenso sieht sie eine gesetzliche Regelung für die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten, für wichtig. Nora Jakob, die zum Vorstand von Pro Quote gehört, sieht als Ziel, 30 Prozent der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Dass Karriere eher ein Klettergerüst als eine Leiter sei, begleitete als bildlicher Begriff die vielen Diskussionen in der Mitte und am Rande.

Der DJV-Fachausschuss Chancengleichheit organisierte den zehnten Journalistinnentag. Über den gesamten Zeitraum des Kongresses lief an zentraler Stelle eine Diaserie mit Fototextbeiträgen. Es gab 60 Antworten zum Thema: Wo sehen sich Journalistinnen in zehn Jahren? Eine Voraussage ist kaum zu treffen, auch wenn die einzelne Journalistin ihre Karriere strikt plant, sich strategisch fortbildet und ihr Anliegen kommuniziert. Die Unwägbarkeiten des Berufslebens sind noch zu groß, Beförderungen auch Glückssache. Dennoch ermutigte der Kongress über 130 Frauen, in Richtung Chefetage zu marschieren, im Rückenwind Gesetze und Frauenquote.

Unter dem besonderen Blick der Frauen stellten Referentinnen neue Finanzierungsmodelle vor, diskutierten über Chancen digitaler Selbstvermarktung von Twitter über Blogs zum E-Book, erlebten Zeitmanagementübungen und hörten, wie sie die vielfältigen Anforderungen des digitalen Arbeitsalltags organisieren können.

Fachausschuss Chancengleichheit

Der spartenübergreifende Fachausschuss Chancengleichheit setzt sich für die Gleichbehandlung aller ein. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Kongresse, internationale Arbeit und gegenseitige Hilfe. 

23. Februar 2014Gezi-Park-Ausstellung

Authentische Momente zwischen Erschöpfung und Hoffnung


Selten war es so voll gewesen in den Räumen der Geschäftsstelle des DJV Berlin wie vergangenen Samstagabend. Rund 100 Gäste waren anwesend, um die Eröffnung der Ausstellung "Gezi Park • Resistance" mit Fotografien von Sera Çakal zu sehen, welche die Fachausschüsse Bild und Chancengleichheit organisiert hatten.

Die Berliner Fotografin, die ihre ersten vier Lebensjahre in Istanbul verbrachte, war während der Bürger-Demonstrationen im vergangenen Sommer im Istanbuler Gezi Park mehrmals persönlich vor Ort. "Ich habe die Anfänge der Proteste über soziale Netzwerke verfolgt", sagte Çakal im Interview mit der HMKW-Professorin und DJV Berlin-Mitglied Verena Renneberg. Die großen türkischen Medien hätten anfangs gar nicht über die Demonstrationen berichtet. Die Fotografin war über die geringe Berichterstattung in der Türkei, aber auch in Deutschland enttäuscht.

"Die Bilder die ich gesehen habe, haben mich erschreckt und ich war wütend über den brutalen Polizeieinsatz", sagte Çakal. "Ich habe es dann nicht länger ausgehalten und wollte selber vor Ort sein, um mir ein eigenes Bild zu machen und zu dokumentieren." Herausgekommen sind beeindruckende Aufnahmen des DJV Berlin-Mitglieds.

Neben den dramatischen Szenen, wie sie von den Medien bevorzugt gedruckt werden, fing sie auch stille, anrührende Momente zwischen Erschöpfung, Trauer, Hoffnung und Zuversicht ein. Es entstanden über eintausend Zeitdokumente.

Der DJV-Berlin-Vorsitzende Berlin Lammel sagte bei der Eröffnung, die Welt der Nachrichtenbilder würde immer mehr zum Spielball lokaler und globaler Konfliktparteien. Immer häufiger stelle sich die Frage: Was ist wahr und was ist inszeniert? Lammel sagte: "Die hier gezeigten Fotografien sind authentische Werke, echte Zeitdokumente, nicht im Geschmacksverstärker Photoshop aufgepeppt. Diese Art Journalismus müssen Redaktionen stärken."

Fotos: Norbert Kesten & Simone Ahrend

Friedrich-Ebert-Stiftung

Reportagen über das interkulturelle Berlin

Foto: Sera Cakal

Im Rathaus Schöneberg ist über das interkulturelle Berlin diskutiert worden. Unter anderem mit Mitgliedern des DJV Berlin. Es ging auch um die Rolle der Medien und deren eigene - geringe - Buntheit. Mehr...

30. Juni 2012Nach dem ESC

Neues Gesetz schränkt Pressefreiheit in Aserbaidschan ein

Vor einem Monat schaute Europa auf den Eurovision Song Contest in Baku. Die ausländischen Journalisten sind wieder fort, die Missstände geblieben. Mit einem neuen Gesetz verschärft die Regierung nun die Presse-Freiheit im Land. Von Jan Söfjer  Mehr...

25. Mai 2012Podiumsdiskussion im Auswärtigen Amt

Aserbaidschanische Journalisten berichten über Repressalien

(Bilder: Simone Ahrend) Nourida Ateshi liest Gedichte vor

Der ehemalige Vorsitzende des DJV Berlin, Peter Pistorius nimmt den Botschaftssekretär in die Zange

Frank Überall moderierte den Abend

Eltschin Schichlinski im Interview mit dem ARD Nachtmagazin

Mehr als 60 Gäste besuchten die Diskussion bei hochsommerlichen Temperaturen

Von links: Lammel, Schichlinski, Überall, Ateshi, Hanifayeva, Aliyev.

Der Eurovision Song Contest in Baku geht ins Finale. Doch wie sieht das Land hinter der Bühne aus? Der DJV Berlin und das Auswärtige Amt luden zu einer Podiumsdiskussion mit Journalisten aus Aserbaidschan und einem Vertreter der Botschaft ein.

Ja natürlich gebe es Probleme in Aserbaidschan, gestand Nurchin Aliyev, der dritte Sekretär der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin. Sein Land sei erst seit 21 Jahren unabhängig. „Es muss ein Generationenwechsel stattfinden, aber das braucht seine Zeit“, sagte Aliyev und verwies darauf, dass Aserbaidschan 1918 immerhin die erste demokratische Republik im muslimischen Orient war. „Unsere Richtung ist Europa, wir wollen in europäische Strukturen“, doch mit Nachbarn wie Iran und Russland sei nicht immer alles einfach.


Nourida Ateshi weiß aus eigener Erfahrung, was für Probleme Journalisten in Aserbaidschan haben. Wegen kritischer Berichterstattung erhielt die Aserbaidschanerin, die an dem Abend auch Gedichte vortrug, ein Veröffentlichungsverbot für zehn Jahre und wanderte 1995 nach Deutschland aus. Vor mehr als 60 Gästen sprach sie am vergangenen Mittwoch im Auswärtigen Amt über ihre Heimat und das Land hinter der Bühne des Eurovision Song Contests, der morgen sein Finale hat. Der DJV Berlin hat als Co-Ausrichter für die Podiumsdiskussion zwei Journalisten aus Aserbaidschan eingeladen, die erzählten, wie es um die Pressefreiheit dort bestellt sei.


Die eine ist Faina Hanifayeva. Sie arbeitete als Korrespondentin für den BBC World Service in der Landeshauptstadt Baku. Im Auswärtigen Amt erzählte sie von einer Kollegin, die wegen kritischer Recherchen erpresst worden sei. „Sie ließen ihr Fotos von ihr und ihrem Freund zukommen“, verleumdeten sie schwer, doch sie sei standhaft geblieben. Dabei hätten es Frauen eh schon nicht einfach in Aserbaidschan, da viele Berufe von Männern dominiert würden. „Viele Frauen geben ihren Beruf mit der Hochzeit auf“, sagte Hanifayeva.


Frank Überall, der den von der Tucholsky-Buchhandlung und dem Gencevi-Institut für aserbaidschanische Kultur unterstützten Abend moderierte, wollte dann vom anderen Gast, Eltschin Schichlinski, wissen, welche Schwierigkeiten er als Chefredakteur der großen zweisprachigen Tageszeitung Ayna/Zerkalo erlebe.


Schichlinski sagte, es sei überall auf der Welt schwierig, guten Journalismus zu machen, in Aserbaidschan aber sei es sehr schwierig. Beispielsweise „gibt es kein unabhängiges Vertriebssystem für Zeitungen“. Der Vorsitzende des Aserbaidschanischen Journalistenverbandes sagte, unabhängige Zeitungen könnten nur mit Anzeigen Geld verdienen, diese jedoch seien an etlichen Stellen weggebrochen, da viele Unternehmen inzwischen Monopole besäßen und keine Werbung mehr schalten müssten. „Aserbaidschan ist ein reiches Land, aber die Marktwirtschaft funktioniert nicht“, sagte Schichlinski mit Verweis auf die Bodenschätze des Landes.


Und kann es für Journalisten wie ihn gefährlich werden? „Ja natürlich“, sagte Schichlinski. Er gelte sogar als Gefahr für seine Freunde. „Die Mehrheit der Europäer hat kaum eine Vorstellung von Aserbaidschan.“ Vielleicht ändere sich das nun durch den Eurovision Song Contest.


Der Botschaftssekretär Nurchin Aliyev freute sich über die Berichterstattung über sein Land, sieht es aber oft schlecht in der deutschen Presse dargestellt: „Es wird ungerecht berichtet“, sagte er beispielsweise über eine Sendung des ZDF Morgenmagazins und einen SPIEGEL-Artikel. Nourida Ateshi warf ein, sie haben den Artikel gelesen. Alle Fakten seien korrekt gewesen. Aus dem Publikum ergänzte der ehemalige DJV Berlin-Vorsitzende Peter Pistorius, dass es nicht sein könne, dass Aliyev die deutsche Presse anstatt der Verantwortlichen für Missstände in Aserbaidschan als Schuldigen hinstelle.


Der Fotograf und Vorsitzende des DJV Berlin, Bernd Lammel, hat sich kürzlich selbst ein Bild von Aserbaidschan gemacht und zeigte Fotos von der Altstadt Bakus mit modernen Hochhäusern im Hintergrund sowie von den schlechten Lebensbedingungen auf dem Land, die noch ähnlich wie zu Sowjetzeiten sind. Lammel sagte: „Die junge Generation ist optimistisch, modern und internetaffin. Sie diskutiert über Europa und Weltpolitik, doch immer wacht der Präsident, dessen Bilder überall im Land hängen.“


Fotos: Simone Ahrend

23. März 2012Tagung der Friedricht-Ebert-Stiftung

Die Macht medialer Geschlechterbilder

Massenmedien haben in doppelter Hinsicht eine geschlechtliche Dimension. Zeitungsredaktionen und Fernsehsender sind männlich geprägt, die Filmbranche und die Blogosphäre ebenso.

Die Tagung "Gender Matters – Die Macht medialer Geschlechterbilder", ausgerichtet von der Friedrich-Ebert-Stiftung ging am 16. März der Frage nach, wie Geschlechterrollen in den unterschiedlichsten Bereichen von der journalistischen Tagesberichterstattung bis zum Spielfilm konstruiert und dargestellt werden.

Teilnehmerinnen waren unter anderem Pof. Dr. Gesine Schwan (Uni-Präsidentin), Ines Pohl (Chefredateurin taz) und Lena Rohrbach (Piratenpartei). Moderiert wurde von Dr. Claudia Neusüß.

Die Dokumentation zur Tagung ist nun online. Das Team des Missy Magazines hat die Beiträge zusammengefasst, Interviews geführt und Videos gedreht. Zu sehen unter: gendermatterstagung.blogspot.de

13. März 2012Tagung "Frau Macht Medien"

Journalistinnen wollen nach oben

Viviane Reding spricht zu den Journalistinnen. Alle Fotos: Simone Ahrend

Beate F. Neumann erinnert an Gabriele Fromm

Die Referentin Dr. Cornelia Topf

Besucherinnen bei der Podiumsdiskussion

Nourida Ateschi und Beate Neumann


Die Hälfte der journalistischen Berufsanfängerinnen sind weiblich, doch in den Chefetagen herrscht Frauenmangel. In Köln trafen sich nun beim DJV-Journalistinnentag Frauen aus ganz Deutschland, um über ihre Rechte zu reden.


Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding ermutigte auf dem DJV-Journalistinnentag „Frau Macht Medien“ vergangenen Samstag in Köln die teilnehmenden Frauen Führungsetagen anzupeilen. Die ehemalige Journalistin wünscht sich, dass überall Bewerbende nach Qualifikation beurteilt werden, nicht nach Geschlecht: „Wir brauchen jeden klugen Kopf. Und wir Frauen machen nun einmal die Hälfte der klugen Köpfe aus.“

158 Journalistinnen verabschiedeten während der Tagung, die vom DJV-Fachausschuss Chancengleichheit organisiert wurde, gemeinsam eine Resolution. Darin heißt es: „Journalistinnen machen die gleiche Arbeit wie Journalisten – wir fordern für die gleiche Arbeit die gleiche Honorierung, den gleichen Lohn [...] Wir fordern mehr Führungspositionen.“


Bereits eine Woche vorher sagte Reding, dass die Chancen für eine gesetzliche Frauenquote innerhalb der EU gut stünden. Das wurde auch von der Vorsitzenden des DJV-Fachausschusses Chancengleichheit, Mechthild Mäsker, begrüßt: „Ohne gesetzlichen Druck ändert sich nichts.“ Die Hälfte der journalistischen Berufsanfängerinnen seien weiblich, doch in den Chefetagen herrsche Frauenmangel.


Wie mehr Frauen in die Chefsessel gelangen könnten, erörterten Workshopleiterinnen während des Kongresses in den Arbeitsgruppen und luden zur Diskussion vor allem über Karrierestrategien für Journalistinnen ein.


Die stellvertretende Vorsitzende des DJV Berlin, Beate F. Neumann, würdigte zu Beginn der Tagung die kürzlich verstorbene Bildjournalistin Gabriele Fromm, Schatzmeisterin des DJV Berlin und ehemalige Bundesvorsitzende des Fachausschusses Bild, mit einer Gedenkminute. Sie erinnerte an das „herausragende Engagement von Gabi“ und den tiefen Respekt, den sie den Menschen entgegenbrachte, die sie porträtierte.

19. Januar 2012Fachausschuss Chancengleichheit

Ausstellung, Lesung, Neuwahlen

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Veranstaltungsraum in der Geschäftsstelle. Foto: Madeleine Kempkes
Simone Ahrend vor zwei Porträtfotos ihrer Ausstellung über die Chancen junger Frauen. Foto: Jurisch

Der Fachausschuss wählte am 18. Januar einstimmig seinen Vorstand. Vorsitzende wurde die Brandenburger Fotojournalistin Simone Ahrend, ihre Vertreterin die Fernsehjournalistin und Autorin Dr. Nourida Ateshi. Die langjährige Vorsitzende Almut Zimdahl kandidierte nicht mehr und wurde mit Dank und großem Beifall verabschiedet.

Den Wahlen ging die Eröffnung der Fotoausstellung "Sans souci" über die Probleme junger Frauen in Brandenburg voraus und eine Lesung aus dem Buch "Kaukasische Amazonen - Die wahre Geschichte hinter den Mythen", welches die Forschungsergebnisse der historischen Rolle der kämpferischen Frauen in den kaukasischen Bergen darstellt. Ausstellungseröffnung und Lesung wurden von der Stellvertretenden Landesvorsitzenden Beate F. Neumann moderiert.
  
Die ausgestellten Fotos von Simone Ahrend zeigen die Porträts von 13 jungen Frauen, die von ihren Zukunftsvorstellungen und Lebenszielen aber auch Ängsten und Nöten erzählen. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt vom Land Brandenburg, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Brandenburg und der KuKMA Potsdam, sie richtet sich besonders an Mädchen und junge Frauen und will eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema "Chancengleichheit für alle" anregen. Projektleitung Ulrike Häfner, Fotografie Simone Ahrend, Texte Astrid Priebs-Tröger. Zur Ausstellung gibt es einen Begleitkatalog.  

Ganz anders das Projekt "Kaukasische Amazonen". Das Buch von Dr. Nourida Ateshi, herausgegeben von der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Aserbaidschan, gibt Forschungsergebnisse  über die frühgeschichtliche Rolle der Frauen in Kaukasien wieder. Zitat: "Die kaukasischen Kriegerinnen bildeten eine Gesellschaft von mutigen, furchtlosen und kämpferischen Frauen, die allein Krieg führten, auf dem Rücken der Pferde jagten und sich mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten befassten.".