TERMINE FACHAUSSCHUSS

Fachausschussvorsitzende

Simone Ahrend

E-Mail: sah@sah-photo.de

Tel.: 0031 270 17 22

Web-Seite: www.sah-photo.de

Werdegang: Fotojournalistin, ist Diplom-Kommunikationsdesignerin und studierte mit einem Fulbright-Exchange-Stipendium an der New York University künstlerische und journalistische Fotografie (Masters of Arts). Sie erhielt mehrere Kunststipendien und Preise und ist Dozentin einer Fotoklasse. 1993 erhielt sie den Brandenburger Landesförderpreis für Publizistik über die Denkmalpflege. Ihr fotojournalistischer Schwerpunkt sind Menschen mit besonderem Förderbedarf. 2011 porträtierte sie Personen für das Buch: »Wie die friedliche Revolution ihre Kinder entließ« und 2012 »Experten in eigener Sache“ - Wie Brandenburger Bürger den demografischen Wandel gestalten.

Stellvertreterin

Dr. Nourida Ateshi

E-Mail: ateshi@nourida.com
Tel.: 809 07 591
Fax:  890 48 368/69
Web Seite: www.nourida.com

Werdegang: Mitglied des P.E.N Zentrum Deutschland, Vertreterin des Aserbaidschanischen Journalistenverbandes für Deutschland und Europa. Studium Kultur-Soziologie in Aserbaidschans Hauptstadt Baku, später Promotion an der Fakultät für pädagogische Wissenschaften an der Moskauer Universität für Kunst und Kultur. Während des Studiums in Sowjetaserbaidschan Arbeit für verschiedene Radio- und TV- Sendungen. Schließlich wegen kritischer Berichterstattung zehn Jahre lang Veröffentlichungsverbot. Seit 1995 in Berlin. Moderatorin von Kultursendungen bei verschiedenen Fernseh- und Rundfunkanstalten sowie für mehrere aserbaidschanische und türkische Medien tätg. Ausgezeichnet mit dem höchsten literarischen Medienpreis Aserbaidschans, der ,,Goldenen Feder”. Bis jetzt 16 Bücher in deutscher und aserbaidschanischer Sprache veröffentlichte.
Fotos: Jurisch 

DER FACHAUSSCHUSS (FA) CHANCENGLEICHHEIT

   Chancengleichheit ist für uns nicht nur Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Wir setzen uns für die Gleichbehandlung aller ein, ohne Unterschied der kulturellen oder ethnischen Herkunft - für Freiberufler, Festangestellte, für alleinerziehende Mütter und Väter, für Behinderte, für sozial Benachteiligte, für ältere Kolleginnen und Kollegen. Der Fachausschuss ist eine Arbeitsgruppe und ein Forum, in dessen Mittelpunkt Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Kongresse, internationale Arbeit und gegenseitige Hilfe stehen. Übrigens in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachausschüssen, da es viele Querschnittsinteressen der Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen gibt.  

Berichte und Informationen aus dem Fachausschuss:

19. Januar 2012

Die Eröffnung einer Ausstellung und eine interessante Buchlesung leiteten die Wahlen der Vorsitzenden ein

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Veranstaltungsraum in der Geschäftsstelle. Foto: Madeleine Kempkes
Simone Ahrend vor zwei Porträtfotos ihrer Ausstellung über die Chancen junger Frauen. Foto: Jurisch

Der Fachausschuss wählte am 18. Januar einstimmig seinen Vorstand. Vorsitzende wurde die Brandenburger Fotojournalistin Simone Ahrend, ihre Vertreterin die Fernsehjournalistin und Autorin Dr. Nourida Ateshi. Die langjährige Vorsitzende Almut Zimdahl kandidierte nicht mehr und wurde mit Dank und großem Beifall verabschiedet.
   Den Wahlen ging die Eröffnung der Fotoausstellung "Sans souci" über die Probleme junger Frauen in Brandenburg voraus und eine Lesung aus dem Buch "Kaukasische Amazonen - Die wahre Geschichte hinter den Mythen", welches die Forschungsergebnisse der historischen Rolle der kämpferischen Frauen in den kaukasischen Bergen darstellt. Ausstellungseröffnung und Lesung wurden von der Stellvertretenden Landesvorsitzenden Beate F. Neumann moderiert.
   Die ausgestellten Fotos von Simone Ahrend zeigen die Porträts von 13 jungen Frauen, die von ihren Zukunftsvorstellungen und Lebenszielen aber auch Ängsten und Nöten erzählen. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt vom Land Brandenburg, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Brandenburg und der KuKMA Potsdam, sie richtet sich besonders an Mädchen und junge Frauen und will eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema "Chancengleichheit für alle" anregen. Projektleitung Ulrike Häfner, Fotografie Simone Ahrend, Texte Astrid Priebs-Tröger. Zur Ausstellung gibt es einen Begleitkatalog.  
   Ganz anders das Projekt "Kaukasische Amazonen". Das Buch von Dr. Nourida Ateshi, herausgegeben von der Nationalen Akademie der Wissenschaften von Aserbaidschan, gibt Forschungsergebnisse  über die frühgeschichtliche Rolle der Frauen in Kaukasien wieder. Zitat: "Die kaukasischen Kriegerinnen bildeten eine Gesellschaft von mutigen, furchtlosen und kämpferischen Frauen, die allein Krieg führten, auf dem Rücken der Pferde jagten und sich mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten befassten.".

19. September 2011

Bericht zur Mitgliederversammlung am 24. September 2011 über unsere Arbeit sowie über die geplanten Vorhaben

   Unsere monatlichen jour fixe, mit Ausnahme in der Sommerpause, dienen der Kontaktpflege und der regelmäßige Kommunikation unter den Kollegen/innen. Hierbei wird auch über die Beratungen des DJV Bundesfachausschusses informiert und deren Ergebnisse diskutiert. Zur Tradition sind inzwischen unsere Informationsfahrten geworden,  Hinweise zu Informationsveranstaltungen über Themen unserer Fachausschussarbeit „Chancengleichheit“ runden unsrer Angebot ab.
   So organisierten wir Im April 2011 eine Pressereise nach Erfurt die u.a. unter dem Thema „Wege der starken Frauen“ - der Bedeutung von Frauen für die Stadt Erfurt stand -  aber auch die Gelegenheit bot, sich im Rahmen „Tourismus und Marketing“ über Reise-Probleme behinderter Menschen zu informieren.
Zu unserem Angebote gehörten und gehören auch Informationen über Veranstaltungen - u.a. in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Evangelische Akademie - sowie der Besuch von Ausstellungen zu den Themen „Chancengleichheit“

Geplante Aktivitäten und Themen:
● Arbeitsprojekt „Wer steckt dahinter“;
● Integration: „Ungehindert Behindert – Sprechen und Schreiben über Behinderung“;
● Seminar im Oktober 2011 für Journalist/innen zum Begriff „Behinderung“ - gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte;● „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland“ – wir wollen die Recherche zu diesem Thema (wie in Erfurt im April 2011 begonnen) in einem Flächen-Reisegebiet in unserer Region fortführen;
● Beteiligung am DJV- Journalistinnen-Kongress „Frau macht Medien“ zum Thema: „Selbstwert – Geldwert –  Marktwert: Frauen im Journalismus“ (3./4. März 2012 in Köln).
Almut Christiane Zimdahl, Vorsitzende des Fachausschusses

14. September 2011Nächste Zusammenkunft des FA im Oktober

Interessante Temine im September

   Die nächste Zusammenkunft des Fachausschusses findet im Oktober statt. Der genaue Termin und Ort wird noch bekannt gegeben. Auf folgende interessante Veranstaltungen im September 2011 möchte ich die Kollegen/innen hiermit aufmerksam machen:


Menschenrechtspreis 2011
  Mit der Verleihung des Menschenrechtspreises 2011 an den Blogger Slim Amamou (Tunesien) und an den verstorbenen Blogger  Khaled Said ehrt die Friedrich-Ebert-Stiftung deren Einsatz  und Mut, grundlegende Menschenrechte in ihren Ländern einzufordern. Die Laudatio hält Dr. Joachim Gauck.
Termin: Montag 19. September 2011, 17 Uhr
Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 1, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Spracherwerb und gelungene Integration
 
Im Rahmen des Europäischen Tages der Sprachen findet ein Podiumsdiskussion statt.
Termin: Montag 26. September 2011, 18..00 bis 20.45 Uhr
Ort: Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Unter den Linden 78 (1.OG), 10117 Berlin

Alles klöng – klöng oder was ?
  
50 Jahre deutsche Einwanderungsgeschichte aus Sicht der ersten Generation der Arbeitsmigrant/innen.
Termin: Dienstag 27. September 2011, 9.00 Uhr bis etwa 11.30 Uhr
Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 1, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Mittenmang
  
Bürgerschaftliches Engagement – Zuwanderung – Alter (Jüngstes Buch der Friedrich-Ebert-Stiftung). Lesung und Vorstellung des Porträtbandes durch den Autor Justus Boehncke. Es wird von 20 älteren Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte erzählt. Ebenso wird erstmals die gleichnamige Ausstellung gezeigt.
Termin: 29. September 2011, ab 18.30 Uhr
Ort: Umspannwerk Ost, Palisadenstraße 48, 10243 Berlin

Weiterhin möchte ich noch einmal an das Seminar im Oktober  für Journalist/innen zum Begriff „Behinderung“ erinnern:

Ich bin nicht behindert, ich werde behindert
  
Marianne Hirschberg von der Monitoring-Stelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gibt ein Input zum Thema und steht für anschließende Fragen zur Verfügung.
Termin: Montag, 17. Oktober 2011, 16.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Deutsches Institut für Menschenrechte, Zimmerstraße 26 – 27, 10969 Berlin
Almut C. Zimdahl
Fachausschussvorsitzende

Interessante Termine im Juni

Bleiben oder gehen?
   Schriftsteller und Musiker aus unterschiedlichen Generationen diskutieren über Freiheit und Unfreiheit, über Entfremdungen diesseits und jenseits der Mauer. Sie berichten über DDR-spezifische Prägungen, die Erwartung an den Neustart und die Realität in der Bundesrepublik vor und nach der Wiedervereinigung.
Termin: 15. Juni und 22. Juni, 18 Uhr
Ort: Französische Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt

Schuhgröße 37
Frauenfußball in Ägypten, der Türkei, Palästina und Berlin - Eine Ausstellung mit Fotos von Claudia Wims über fußballspielende Frauen und Mädchen
Termin: 16. Juni bis 27. August 2011
Ort: Kreuzberg Museum für Stadtentwicklung und Sozialgeschichte, Adalbertstraße 95 A, 10999 Berlin-Kreuzberg (Fahrverbindungen U-Bahnhof Kottbusser Tor (U1, U8) und Bus M29, 140

Autorenlesung
 
  Im Rahmen einer Lesereise des Literaturverbandes Nuoren Voimann Liitto durch die Ostsee Anrainerstaaten werden insgesamt zehn finnische Lyriker und Prosaisten Kostproben ihres Schaffens geben. Die Lesungen finden an zwei Tagen statt.
   Der Literaturverband Nuoren Voiman Liitto zählt zu den namhaftesten Organisatoren literarischer Veranstaltungen in Finnland. Jährlich nehmen zahlreiche Autoren aus dem Ausland an den Festivals, Lesungen u.a. Veranstaltungen teil. Im Jahr 2011 begeht Nuoren Voiman Liitto das 90-jährige Jubiläum, und ein Beitrag zum Programm des Jubiläumsjahrs wird die Lesereise von insgesamt zehn jungen Prosaisten und Lyrikern nach Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland sein.
1. Termin: 20. Juni 2011, 19 Uhr;
Ort:  Finnland-Institut, Georgenstraße 24 (1. OG), 10117 Berlin-Mitte
2. Termin: 21. Juni 2011, 20 Uhr
Ort: Literarischen Colloquium in Berlin Wannsee, Am Sandwerder 5 in 14109 Berlin

Nähere Infos zu den Terminen: Almut C. Zimdahl, Fachausschussvorsitzende

 

4. Mai 2011

Bericht über die Fachausschuss-Sitzung vom 28. April

   Kongress „Frau macht Medien“: Der Bundesvorstand hat drei Kongresse als „Marke“ des DJV benannt, weil diese seit Jahren erfolgreich laufen. Dazu gehören neben dem Kongress „Frau macht Medien“ die Kongresse „Besser Online“ und „24 Stunden Zukunft“. Der nächste Kongress „Frau macht Medien“ findet am 3./4. März 2012 in Köln statt.
   Rückblick Erfurt-Reise: Reisen in kleineren Gruppen, wie unsere Fahrt nach Erfurt, sind lehrreicher und für die Teilnehmer erfahrungsreicher, als allgemein angenommen wird. Sie sollten deshalb auch in Zukunft stattfinden und gefördert werden.
   Einladung: Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat uns eine Zusammenarbeit angeboten. Geplant ist eine Tagung zum Thema: „Menschen - Recht - Behinderung: Die neue UN-Behindertenrechtskonvention". Motto der Tagung: „Ich bin nicht behindert, ich werde behindert“. Der Termin steht noch nicht fest.
   Nächster Termin der Fachausschuss-Sitzung ist voraussichtlich Ende Mai 2011.

Termine:
29.4. – 25.6.2011:
Die Galerie ftc. zeigt eine gänzlich neue Werkgruppe der finnischen Künstlerin Nanna Hänninen. In Hänninens Werk dominierte bis dato die abstrakte, zeichenhafte Fotografie. Ort: Galerie ftc., Galeriegebäude Lindenstraße, Lindenstr. 35 in 10969 Berlin.
12. Mai 2011: Buchvorstellung  "Istanbul, mit scharfe Soße?" - 19 Uhr in der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin. Infos über mich >>>: ac-zimdahl@t-online.de, Anmeldung: >>> info@djv-berlin.de

19. April 2011

Der Fachausschuss Chancengleichheit tagte in Erfurt

   Der Fachausschuss Chancengleichheit des DJV Berlin traf sich diesmal vom 8. bis 10. April in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Auf dem Programm standen neben touristischen Exkursionen vor allem Themen, denen sich der Fachausschuss seit langem verpflichtet fühlt: Gleichberechtigung der Geschlechter, ethnische Gleichstellung, Generationsprobleme - Stellung, Anerkennung und Aufnahme von Immigranten, Behindertenfragen.

  Gesprächspartner waren in Erfurt u.a. Renate Klein und Heike Engel von der Tourismus und Marketing GmbH Erfurt. Erkenntnisse: Es gibt in Erfurt, so konnten wir uns auch optisch überzeugen, spezielle Stadtführungen für Behinderte (Rollstuhlfahrer). Die Straßenbahnen sowie die Zugänge zu öffentlichen Gebäuden sind ausnahmslos behindertengerecht. Probleme mit Immigranten sind selten, wobei zu berücksichtigen ist, dass Erfurt viel weniger Zuwanderer hat als vergleichbare Städte. Die seit DDR-Zeiten ansässigen Vietnamesen haben sich geradezu voll integriert.
   Diskussion mit Dr. Maria Stürzebecher, Beauftrage für das UNESCO-Weltkulturerbe und Angestellte im Erfurter Amt für Denkmalpflege / Denkmalschutz: Sie gab einen Überblick über das große mittelalterliche Judenpogrom und berichtete, dass die heutige jüdische Bevölkerung nahezu 1000 Köpfe umfasst und sich vorwiegend aus osteuropäischen Regionen zusammensetzt. Sie bot uns den Höhepunkt unserer touristischen Unternehmen – Besichtigung der alten Synagoge, die erst vor wenigen Jahren, nach der Wiedervereinigung, entdeckt wurde und die den sogenannten „Erfurter Schatz“ beherbergt, auch erst nach der Wende entdeckt und ausgegraben (Silberbecher und Münzen des Mittelalters, ein hebräischer Hochzeitsring ebenfalls aus dem 13./14. Jahrhundert.
   Die Fahrt wurde mit der DB zurückgelegt. Unterkunft in Erfurt bot das Hotel „Mercure“, Am Anger gelegen, also mitten in der Altstadt.
Wolfgang Will

Nach Frauen benannte Straßen in Erfurt - Weg der starken Frauen

   Straßennamen sind ein Teil der Stadtgeschichte und bieten viele Möglichkeiten, bewusstseinsbildend zu wirken. Sie sind auch ein Seismograph gleichstellungspolitischer Strömungen. Bei der Benennung von Straßen nach Personen sind die Auswahlkriterien vielfach durch eine Sichtweise geprägt worden, die in erster Linie Tätigkeiten als bedeutend erachten, wenn sie Männern zugeordnet werden.
   Das entspricht einem jahrhundertealten patriarchalischen Denken und so wurden viele Straßen u.a. nach Wissenschaftlern, Gelehrten oder Politikern benannt, obwohl ebenso zahlreiche Frauen Anteil an Wirtschaft, Politik und Literatur hatten. Bedeutende Frauen gibt es nicht erst seit dem Aufkommen der bürgerlichen Frauenbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es ist stets eine Frage der Definition, wer durch die Benennung einer Straße mit dem Namen geehrt wird.
   Der Name der Stadt Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen, ist ebenfalls mit vielen mehr oder weniger bekannter Frauen verbunden. Hier wuchs zum Beispiel Caroline von Dacheröde ( 1766 – 1829)  auf,  die 1791 Wilhelm von Humboldt heiratete und die geistige Brücke von Erfurt nach Weimar und Jena schlug. Ihren Name findet man indes auf keinem Straßenschild, jedoch gibt es eine neutrale Humboldtstraße. Die Elisabethstraße soll an Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231) erinnern und der „Caroline-von-Wolzogen-Weg“ an die thüringische Schriftstellerin, die von 1763 bis 1847 lebte. Andere Straßennamen bringen ebenfalls thüringische Schriftstellerinnen und Künstlerinnen wie Sophie Albrecht (1757 – 1840), Johanna Schopenhauer (1766 – 1838), Eugenie Marlitt (1825 – 1887) ins Gedächtnis. Jedoch wird auch bekannter und berühmter Frauen, die nicht aus der Region stammen, wie beispielsweise Ricarda Huch (1864 – 1947) oder Käte-Kollwitz (1867 – 1945) gedacht.
   Nicht nur bedeutende Namen der Frauenbewegung finden sich auf den Straßenschildern wieder, zu denen Emma Ihrer (1857 – 1911) oder Clara Zetkin (185 – 1933) gehören, sondern auch die „Lilo-Herrmann-Straße“ (hingerichtet 1938) oder die „Geschwister-Scholl-Straße“ (hingerichtet 1943) sollen an die Vergangenheit mahnen.
   Im Jahr 2008 konnte der „Weg der starken Frauen“ eröffnet werden, die Pilgerroute von Erfurt nach Paulinzella. Ein Angebot, das an drei wichtige Thüringer Frauen erinnert: Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231) Walburga (710 – 779) und Paulina (1167 – 1107). Träger des Projektes sind eine ökumenische Arbeitsgemeinschaft von Vertreterinnen des Erfurter Domes, des Erfurter Augustinerklosters, der Stadtmarketing Arnstadt GmbH und der Tourismus-Information Paulinszella.
Almut Christiane Zimdahl

22. Februar 2011

Das haben wir uns für 2011 vorgenommen!

   Der Fachausschuss hat für das Jahr 2011 seine Themenplanung und sechs Veranstaltungstermine bis April (Ausstellungsbesuche und Vorträge) festgelegt. Zusätzlich findet vom 8. bis 10. April  eine lnformations- und Pressefahrt nach Erfurt statt. Die Teilnehmerzahl für diese Fahrt ist begrenzt.

Veranstaltungen bis April
 
28. Februar, Ausstellungsbesuch: „Deutschland für Anfänger“
   9. März, Vortrag: „Der Muskauer Park – ein grenzübergreifendes Gartendenkmal“
24. März, Abendforum: „Braucht Berlin ein interreligiöses Zentrum ?“
   6. April, Vortrag: „Graswurzelprojekt an der Oder“
26. April, Tagung "Tschernobyl als europäische Herausforderung!"
28. April, Ausstellung: „LAND-INSTITUT" – ein Ausstellungsprojekt der Künstelrinnen Monica Araus, Freja Bäckmann und Vappu Jalonen / Finnland

Themenplanung für das Jahr 2011:
Ø
Migrantinnen und Migranten – hier zu Hause und trotzdem fremd;
Ø Integration – ungehindert – behindert sprechen – Schreiben über Behinderung;
Ø Wer steckt dahinter – auf den Wegen von „Schreibenden Frauen“
Ø Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Fraueninitiative Berlin – Warschau
Ø Besuch von themenbezogenen Ausstellungen / Veranstaltungen
Ø Teilnahme an Veranstaltungen/Seminaren der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

Almut Christiane Zimdahl, Vorsitzende FA Chancengleichheit

11. Januar 2011

Jahersbericht für 2010: Chancengleichheit noch nicht erreicht!

   Der Name Chancengleichheit ist Programm, damit ist die Gleichstellung gemeint, die wir bereits in der vergangenen Zeit bei unserer Thematik auf immer breitere Füße gestellt haben: Generationsfrage, Migrantinnen und Migranten, Männer und Frauen mit Behinderung. Mit dem Antidiskrimierungsgesetz [Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)] wird auch der Blick auf die Situation der Kolleginnen und Kollegen in unserem Berufsfeld gerichtet.

   Die Situation der freien Journalistinnen und Journalisten ist geprägt von schlechter Honorierung, eingegrenzt durch Familien- und Karriereplanung sowie die Belastung durch Kindererziehung oder Familienpflege. In unser aller Interesse sollte es sein, durch Schulung und strukturelle Unterstützung diese Situation zu verbessern.
   Im März 2010 fand in Köln die Fachtagung "Frauen Macht Medien"  statt. Der Themenschwerpunkt „Wie Frauen Medien und Medien Frauen bewegen – Generationen im Gespräch“ brachte die zahlreichen Teilnehmerinnen ins Gespräch. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht sowie Ideen und Vorstellungen für die Zukunft entwickelt.
   Auch vier Jahrzehnte nach Beginn der Zweiten Frauenbewegung ist in Deutschland immer noch nicht die vollwertige Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Männern und Frauen erreicht worden. Das gilt auch für den Journalismus und ist dort umso kritikwürdiger, als mehr als die Hälfte der Berufsanfänger im Journalismus Frauen sind.
   Laut EU-Kommission verdienen berufstätige Frauen in Deutschland nach wie vor 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Europaweit liegt Deutschland damit an fünft letzter Stelle. Die Journalistinnen im Deutschen Journalisten-Verband unterstützen deshalb entschieden die Frauencharta der EU-Kommission, die unter anderem ein Ende der beruflichen Benachteiligungen für alle Frauen in Europa verlangt.
   Der Fachausschuss besuchte Konferenzen der Friedrich-Ebert-Stiftung so zum Beispiel „Alleinerziehend, aber nicht allein gelassen?“. Auch im Jahr 2011 werden Veranstaltungen, die unseren Themenbereich betreffen, dort angeboten. Als Fachausschuss wollen wir uns auch mit den Themen Migration und Integration beschäftigen, zum Beispiel mit „Hier zu Hause und trotzdem fremd“ oder  „Ungehindert Behindert – Sprechen und Schreiben über Behinderung“.
   Mehr zu unserer Planung im Jahr 2011 auf der nächsten Sitzung des Fachausschusses.
Almut C. Zimdahl, Vorsitzende FA Chancengleichheit

Zeitraum 1. Oktober 2008 bis 1. Oktober 2009

Bericht für die Mitgliederversammlung des DJV Berlin am 10. Oktober 2009

   Regelmäßig findet einmal im Monat (außer zur Ferienzeit) der Jour Fixe statt. Die bisherige Vorsitzende Almut Christiane Zimdahl wurde in ihrem Amt bestätigt, zum Stellvertreter wählte der Fachausschuss den freien Journalisten Wolfgang Will.

Aktivitäten des Fachausschusses Chancengleichheit:
>
Teilnahme von FA-Mitgliedern an der Fahrt des FA Europa nach Strasbourg
> Arbeitskontakte mit der Fraueninitiative Berlin-Warschau
> Besuch von Veranstaltungen der FES zu den Themen „Chancengleichheit“
> Arbeitsbesuch aus Mauretanien - Die deutsche Bundesregierung hatte im April 2009 die mauretanische Journalistin Zeinabou Mint Erebih nach Deutschland eingeladen. Sie arbeitet für den weltweit operierenden Fernsehsender Al-Jazeera. Auf ihrer Informationsreise war Frau Mint Erebih am 23. April Gast des Fachausschusses Chancengleichheit unseres Landesverbandes.

Geplante Aktivitäten:
>
 Integration: Ungehindert Behindert – Sprechen und Schreiben über Behinderung
> FRAU MACHT MEDIEN –Kongress 2010 in Köln

Almut Christiane Zimdahl
,  Vorsitzende FA Chancengleichheit
1. Oktober 2009

Gespräch mit Journalistin aus Mauretanien

   Die deutsche Bundesregierung hatte im April 2009 die mauretanische Journalistin Zeinabou Mint Erebih nach Deutschland eingeladen. Auf ihrer Informationsreise war Frau Mint Erebih am 23. April Gast des Fachausschusses Chancengleichheit unseres Landesverbandes.
   Die mauretanische Reporterin Zeinabou Mint Erebih arbeitet für die weltweite Fernsehsender Al-Jazeera und berichtet unter anderem über aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Mauretanien. Die TV-Anstalt Al Jazeera veränderte die Fernsehlandschaft in der arabischen Welt. Durch die Darbietung kontroverser Ansichten entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Nachrichtensender im Nahen Osten mit Millionen Zuschauern täglich. Darüber hinaus steht Frau Mint Erebih stellvertretend für die Interessen junger mauretanischer Frauen in einer von Männern dominierten Arbeitswelt.
   Frauen genießen jedoch in Mauretanien mehr Freiheiten als in vielen anderen islamischen Ländern. Dies hat seine Wurzeln in einem Islamverständnis, das der Frau im öffentlichen Auftreten wie in zentralen Entscheidungsbereichen des persönlichen Lebens (z.B. Polygamie, Scheidung) größere Freiheit lässt.
   Zeinabou Mint Erebih arbeitet als einzige Frau in einem Team mit zehn Kollegen und wird von ihrem Ehemann, der Ingenieur ist, bei ihrer Arbeit voll unterstützt. Ihr besonderes Interesse galt auf ihrer Reise durch Deutschland der deutschen Presse- und Meinungsfreiheit und dem Informationsaustausch mit deutschen Journalistinnen und Journalisten. Sie hatte bereits viele interessante Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen der Deutschen Welle und des Tagesspiegel führen können.
   In unserem Gespräch, das von einer Dolmetscherin des Goetheinstitutes fachkundig übersetzt worden ist, ging es besonders um Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Ausbildung und Förderung, Karriere und Quoten aber auch um Honorare und Gehalt sowie Gefahren der Arbeitslosigkeit. Wir waren uns einig, dass die Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen in den Medien weiter gefördert werden muss und dass es viele Ähnlichkeiten bei den zu bewältigenden Problemen gibt.
   Die Islamische Republik Mauretanien liegt im nordwestlichen Afrika, am Atlantik. Das Land am Westrand der Sahara wird oft als Brücke zwischen Nord- und Westafrika beschrieben. Der Islam, zu dem sich fast die Gesamtheit der Bevölkerung seit dem 9. Jahrhundert bekennt, stellt eine einheitliche Bindung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsteilen dar. Die Präsidialrepublik ist fast dreimal so groß wie Deutschland und wird seit dem Putsch am 8. August 2008 von einer Militärdiktatur regiert.
Almut Christiane Zimdahl, Vorsitzende FA Chancengleichheit

Bericht vom Jour fixe Januar 2009

   Zum ersten Jour fixe in diesem Jahr trafen wir uns am Mittwoch, 21. Januar im Sophieneck in Berlin-Mitte. Künftig soll es immer der vierte Mittwoch im Monat sein, an dem wir zusammen kommen wollen. (Bericht über unsere Arbeit im vergangenem Jahr siehe unten)
   Es sind u.a. Veranstaltungen zu den Themen geplant: Chancengleichheit (Equal pay for equal work, Gender Mainstreaming, Mentoring), Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Migration sowie Generationen/Alter. Weiterhin wollen wir die Zusammenarbeit mit der Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V. intensivieren. Andere Vorhaben werden rechtzeitig bekannt gegeben.Zu folgenden Veranstaltungen laden wir im Januar und Februar 2009 ein:

Friedrich-Ebert-Stiftung

1. Nicht aufhören anzufangen ! – Die Aufarbeitung von sexualisierter Kriegsgewalt, Samstag, 31. Januar 2009, 17.30 bis 21.00 Uhr
2. Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften: Nur Pflichten, keine Rechte ?!    Montag, 9. Februar 2009, 18.00 bis 21.00 Uhr
3. Für moderne und realistische Altersbilder: Der Beitrag des bürgerschaftlichen Engagements älterer Menschen. Freitag, 13. Februar 2009, 14.00 bis 18.30 Uhr

Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V.
25.02.09 - 19.00 bis 21.00 Uhr Bürgertreff S–Bahnhof Lichterfelde West, Hans-Sachs-Str. 4e, Großer Saal: Feministische Theologie in Polen, Dr. Elżbieta Adamiak, Adam-Mickiewicz-Universität, Poznań
   Anmeldungen zu den Veranstaltungen bitte an den Fachausschuss

Jahresbericht 2008: Unser Programm kann sich sehen lassen!

   Auch im Jahr 2008 fand unser monatlicher  Jour Fixe statt. Zusätzlich besuchte der Fachausschuss diverse Veranstaltungen.  Höhepunkte in diesem Jahr waren sowohl der Kon­gress des DJV:  „FRAU MACHT MEDIEN“ im März in Köln, als auch die Teilnahme an der Fahrt des Fachausschuss Europa des DJV – Berlin nach Strasbourg im Oktober. Das Jahr endete am 10. Dezember 2008 mit den Wahlen der Sprecher/in unseres Fachausschusses.
  
Die bishe­rige Vorsitzende, Almut Christiane Zimdahl, wurde in ihrem Amt bestätigt, zum Stellvertreter wählte der Fachausschuss den freien Journalisten Wolfgang Will. Margarete Vierjahn, die dieses Amt viele Jahre innehatte, danken wir für ihr gezeigtes Engagement und ihren Einsatz im Fachausschuss.
   Wir besuchten Veranstaltungs­reihen der Friedrich-Ebert-Stiftung zu Themen der Chancengleichheit. Hierzu gehörten zum Beispiel: „Die Frau wird frei geboren und bleibt dem Manne gleich. Entwicklung der Gleichberechtigung im geteilten und geeinten Deutschland“ oder „Integration zwischen Leitkultur und Laizität“.
   Es wurde eingeladen zu Buchlesungen u.a. „Warum seid Ihr nicht ausgewandert?“ von Irène Alenfeld im Centrum Judaicum und zu Veranstaltungsreihen der Fraueninitiative Berlin-Warschau. Ebenso standen Ausstellungsbesuche wie „Industrie und Lebensträume zwischen Vormärz und Kaiserreich“ im Deutschen Historischen Museums auf unserem Veranstaltungsprogramm.

Vierteljahresbericht: Jourfixe, Veranstaltungen zur Integration und zu Frauenthemen

   Am 24. April und am 29. Mai 2008 trafen wir uns zu unserem monatlichen Jour Fix. Zu den Themen gehörte u.a. der erfolgreich verlaufene 7. Journalistinnentag. Die Dokumentation der Veranstaltung kann im Internet eingesehen werden unter: www.djv.de   (links oben auf der Seite unter dem Button DJV-aktiv) www.djv.de/Frau_Macht_Medien_2008.2522.0html.
   Ich möchte in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Broschüre „Zwischen Schnuller und Schlagzeile – Schwanger – was nun?“ des „DJV Wissen 12“ hinweisen. Diese Broschüre soll als Ratgeber mit Sachinformationen dienen.
   Einige Kollegen/innen besuchten Veranstaltungen im  April, Mai und Juni in der Friedrich-Ebert-Stiftung.  So zum Beispiel die Lesung und Diskussion „Die neue F-Klasse, Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird“. Mittelpunkte der Gesprächsrunde waren das Selbstverständnis der Frauen, das Selbstverständnis unserer Gesellschaft und die neuen Wege zwischen Feminismus und Karriere.
   In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Politik braucht Frauen, mit der Quote am Ziel?“ wurde die Einführung der Quotenreglung diskutiert. Heute sind viel Frauen und Männer davon überzeugt, dass eine dauerhafte gleichberechtigte Teilhabe  von Frauen in der Politik nur mit einer Quotenreglung erreicht werden könne.
   Die Tagung  „Integration zwischen Leitkultur und Laizität“ widmete sich u.a. der Frage, wie künftig eine Lösung aussieht, in der grundrechtliche und  integrationspolitische  Ziele in eine konstruktive Balance gebracht werden können.
Almut Christiane Zimdahl, Vorsitzende FA Chancengleichheit