Termine Fachausschuss

Fachausschussvorsitzender

Foto: N. Kesten

Norbert Kesten

Tel.: 030 / 39 88 68 25
Mobil: 0172 / 3792 501
E-Mail: norbert.kesten@djv-berlin.de

Werdegang: Kesten arbeitet als freier Fotograf in Berlin.

Stellvertretender Vorsitzender

Foto: Goldmann

Andreas Springer

Tel.:
030 / 815 51 93
Mobil: 0172 / 311 42 17
E-Mail: grafikas@aol.com

Werdegang:
Andreas Springer, geboren 1943 in Meissen, hat an der Hochschule der Künste (heute Universität der Künste) in Berlin studiert und in Werbeagenturen gearbeitet. Seit 1973 ist Springer als Fotograf, Grafik-Designer und Journalist selbstständig.

Fachausschuss Bild

Der Fachausschuss Bild möchte mit Workshops und Stammtischen Fotografen helfen, das Handwerk zu verfeinern, Erfahrung auszutauschen und Unterstützung anzubieten.

16. Mai 2014Alexander Petrosian beim DJV Berlin

"Die besten Fotos entstehen unerwartet"

Foto: Alexander Czekalla

Auf Pressekonferenzen des russischen Präsidenten ist der Fotograf Alexander Petrosian kein gern gesehener Gast mehr. Der Grund ist ein Schwarz-Weiß-Porträt von Wladimir Putin, das den starken Mann Russlands ganz schön alt aussehen lässt. Beim Russland-Abend des DJV Berlin hingegen stießen Petrosian und seine Bilder auf reges Interesse. Von Alexander Czekalla Mehr...

23. Februar 2014Gezi-Park-Ausstellung

Authentische Momente zwischen Erschöpfung und Hoffnung


Selten war es so voll gewesen in den Räumen der Geschäftsstelle des DJV Berlin wie vergangenen Samstagabend. Rund 100 Gäste waren anwesend, um die Eröffnung der Ausstellung "Gezi Park • Resistance" mit Fotografien von Sera Çakal zu sehen, welche die Fachausschüsse Bild und Chancengleichheit organisiert hatten.

Die Berliner Fotografin, die ihre ersten vier Lebensjahre in Istanbul verbrachte, war während der Bürger-Demonstrationen im vergangenen Sommer im Istanbuler Gezi Park mehrmals persönlich vor Ort. "Ich habe die Anfänge der Proteste über soziale Netzwerke verfolgt", sagte Çakal im Interview mit der HMKW-Professorin und DJV Berlin-Mitglied Verena Renneberg. Die großen türkischen Medien hätten anfangs gar nicht über die Demonstrationen berichtet. Die Fotografin war über die geringe Berichterstattung in der Türkei, aber auch in Deutschland enttäuscht.

"Die Bilder die ich gesehen habe, haben mich erschreckt und ich war wütend über den brutalen Polizeieinsatz", sagte Çakal. "Ich habe es dann nicht länger ausgehalten und wollte selber vor Ort sein, um mir ein eigenes Bild zu machen und zu dokumentieren." Herausgekommen sind beeindruckende Aufnahmen des DJV Berlin-Mitglieds.

Neben den dramatischen Szenen, wie sie von den Medien bevorzugt gedruckt werden, fing sie auch stille, anrührende Momente zwischen Erschöpfung, Trauer, Hoffnung und Zuversicht ein. Es entstanden über eintausend Zeitdokumente.

Der DJV-Berlin-Vorsitzende Berlin Lammel sagte bei der Eröffnung, die Welt der Nachrichtenbilder würde immer mehr zum Spielball lokaler und globaler Konfliktparteien. Immer häufiger stelle sich die Frage: Was ist wahr und was ist inszeniert? Lammel sagte: "Die hier gezeigten Fotografien sind authentische Werke, echte Zeitdokumente, nicht im Geschmacksverstärker Photoshop aufgepeppt. Diese Art Journalismus müssen Redaktionen stärken."

Fotos: Norbert Kesten & Simone Ahrend

19. Juni 2013Infoabend

Canon-Experte erklärt neue Technik

Foto: Bernd Lammel

Mit den neuen Canon-Profikameras 1DX und 5D Mark III ist eine neue Stufe in der Bilddigitalisierung erklommen. Selbsterklärend sind die neuen Funktionen aber nicht. Martin Wieser vom Canon Professionell Service gab beim DJV Berlin Tipps, die in keinem Handbuch stehen. Mehr...

20. April 2012Podiumsdiskussion

"Wir sind müde von Unternehmensbildern"

Gundula Friese zeigt den Gästen ihre Arbeiter-Portraits. Foto: Norbert Kesten

Warum schaffen es kaum Bilder von Pressestellen in die Zeitungen? Was braucht ein Foto, damit es für Redaktionen interessant wird? Darüber diskutierten sechs Redner mit 32 Gästen beim DJV Berlin.

Es musste erst ein älterer Herr im Anzug aufstehen und sagen, dass die Veranstaltung nicht erfülle, was sie versprochen habe, bis ein Satz fiel, der hängen blieb. Gundula Friese (schwarzes Kleid, rote, hochgeschnürte Stiefel) sagte ihn: „Wir werden zugeschüttet von geleckten Unternehmensbildern. Wir sind müde davon.“ Damit sprach die freie Fotografin auf dem Podium das Kernthema des Abends an. Warum landen viele PR-Bilder von Unternehmen bei Redaktionen im digitalen Papierkorb? Und was braucht es, damit ein PR-Foto erfolgreich ist?

32 Gäste waren am 19. April in die Geschäftsstelle des DJV Berlin gekommen, um den Erfahrungen von sechs Rednern zuzuhören. Co-Ausrichter war der Märkische Presse- und Wirtschaftsclub.

Dass Redaktionen Interesse an PR-Bildern haben, belegte die dpa-PR-Tochter News Aktuell kürzlich mit einer selbst erhobenen Studie. Zwei Drittel aller befragten Journalisten nutzten einmal die Woche PR-Bilder, fast die Hälfte der Journalisten sogar täglich. Doch Bernd Lammel, Vorsitzender des DJV Berlin und selbst hauptberuflicher Fotograf, sagte: „Viele Redaktionen bekommen täglich tausende Bilder, doch nur wenige werden veröffentlicht.“ Schuld seien Fehleinschätzungen der Bedürfnisse, Unkenntnis über visuelle Wirkmechanismen und Schönfärberei.

Friese sagte, Fotos müssten authentisch sein und erzählte von einem Auftrag, bei dem sie für einen Türklinken-Fabrikanten alle 700 Mitarbeiter für eine Unternehmensbroschüre fotografiert hatte. Die Arbeiter wollten noch vorher zum Frisör gehen und sich schick machen, doch das hätte die Authentizität zerstört, so Friese. Der Geschäftsführer habe ihnen völlig freie Hand gelassen. Am Ende gewann die Broschüre den Layout-Preis des Fotografen-Verbandes Freelens.

Lammel sagte: „Oft zeigt einem ein Auftraggeber ein Produkt und sagt, so möchte er das auch haben.“ Das schade jedoch der Kreativität, eine fotografische Arbeit könne nur erfolgreich sein, wenn der Fotograf Freiheiten hat, die Erwartungen klar abgesprochen seien und dann dem Fotografen keiner mehr reinrede.

Auch Sylvia Nitschke verwendet viel Mühe für gute Bilder. Die seien zwar nicht für die Presse, sondern für das Magazin Adlershof Journal, das sie leitet, aber der Anspruch allen gerecht zu werden, ist groß. Alle, das sind Wissenschaftler aus 905 Unternehmen und 17 Forschungsinstituten des Wissenschaftsparks Adlershof bei Berlin. Nitschke und ihre Bildredakteurin Anke Ziebell machen sich viele Gedanken, um das richtige Titelbild jeder Ausgabe. Mehr als viele Unternehmenskommunikations-Abteilungen wie es scheint. Jens Schrader, Chef der Kommunikationsagentur Sense-Ability, hat die Erfahrung gemacht, dass "manche Mitarbeiter in Unternehmen Schwierigkeiten haben, zu kommunizieren, was sie wollen - weil sie keinen journalistischen Hintergrund haben“. Bernd Lammel ist der Meinung, das Problem der unattraktiven Pressebilder rühre auch daher, dass Unternehmen Journalisten oft nur auf Bilder ihrer Website verweisen, statt Fotografen auf das Unternehmensgelände zu lassen.

Einmal jedoch waren Schrader und Lammel in das neue Werk eines Waschmittel-Fabrikanten eingeladen. Ein ökologisches Werksgebäude mit drei Meter breiten Schichtholzträgern und begrüntem Dach. Das Gebäude selbst war schon eine Geschichte Wert, die Bilder wurden überall gedruckt, sagte Schrader. Ein anderes gutes Beispiel, das ihm einfällt, ist ein PR-Bild von Frosta. Das Foto zeige eine Kundin mit Einkaufswagen im Supermarkt, die sich kritisch ein Gericht des Lebensmittelfabrikanten ansehe. Das Foto, so Schrader, sei immer wieder in der Presse aufgetaucht, wenn es um Verbraucherthemen ging - sicher auch, weil das Frosta-Gericht nicht zu groß im Bild war.

Der Fotograf Harry Hampel merkte auf eine ganz andere Weise, wie eine Idee zu einem großen PR-Erfolg wurde. Mitte der 90er flog er in die USA, um Städte, die Berlin heißen, zu fotografieren. Es dauerte nicht lange und Hamburg und Frankfurt wollten auch Bilder von Stadt-Namenspaten haben.

Dass man auch froh sein kann, wenn Bilder für ein Unternehmen nicht in der Presse landen, merkte Peter Witt. Einmal sollte er eine Schiffstaufe fotografieren. Was ihm aber niemand vorher sagte: Es handelte sich um ein asiatisches Kriegsschiff. (js)

29. März 2012Gerichtsurteil

Bundesverwaltungsgericht stärkt Position der Bildjournalisten gegenüber der Polizei

K.K.- Das Bundesverwaltungsgerichts hat durch ein Urteil am Mittwoch (28. 3.) die Position der Bildjournalisten und die Freiheit der Berichterstattung bei  Polizeieinsätzen gestärkt. In dem Verfahren (Az. BVerwG 6 C 12.11) ging es darum, ob Polizisten im Einsatz fotografiert werden dürfen. 

Wenn die Enttarnung der Polizisten "auf andere, die Pressefreiheit stärker wahrende Weise" verhindert werden könne, sei ein Fotoverbot nicht zulässig, urteilten die Richter. Damit bestätigte das Bundesverwaltungsgericht jetzt das Urteil der Vorinstanz. Der Einsatzleiter eines Sondereinsatzkommandos der baden-württembergischen Polizei hatte vor fünf Jahren einen Bildjournalisten des Haller Tagblatts während eines Polizeieinsatzes daran gehindert, Fotos zu machen.

Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Mannheim, die das öffentliche Informationsinteresse über den Persönlichkeitsschutz der Polizeibeamten und die Gefahr ihrer Enttarnung gestellt hatte, legte das Land Baden-Württemberg Berufung ein. „Mit dieser differenzierten Haltung des Gerichts können Bildjournalisten gut leben", sagte der DJV-Vorsitzende. Die Verpixelung von Gesichtern sei eine lange geübte Praxis in der Pressefotografie.

8. Februar 2012Bildrechte

Berliner Morgenpost als fairste Foto-Redaktion ausgezeichnet

Redaktionsvertreter mit ihren Urkunden. Foto: N. Kesten

Die "Berliner Morgenpost" hat bei der Aktion des Deutschen Journalisten-Verbandes „Fotografen haben Namen" am besten abgeschnitten. An zweiter Stelle kommt die "Welt Kompakt", an dritter die "Altmarkzeitung". 

Die Verleihung des Preises war am 7. Februar um 15.00 Uhr in den Räumen des DJV Berlin im Rahmen des DJV-Seminares: „Bildjournalisten haben Rechte!“ 

Auch im dritten Jahr der Aktion haben sich zahlreiche renommierte Zeitungen nicht um das Namensnennungsrecht kümmerten. Bei der DJV-Aktion „Fotografen haben Namen“ werden an einem Tag rund um den Welttag des Urheberrechts im April von Journalisten/innen und Lesern/innen die Zeitungen auf die Fotografennennung hin durchgesehen. In den beiden zurückliegenden Jahren war jeweils die „Welt Kompakt“ diejenige Tageszeitung, die die Urheber der veröffentlichten Fotos am häufigsten genannt hat.