VERHAFTUNG EINES PRESSEFOTOGRAFEN: DJV BERLIN FORDERT RASCHE AUFKLÄRUNG
Rasche und vollständige Aufklärung verlangt der DJV Berlin von der Berliner Polizei, die den Fotojournalisten Christian Schroth in Handschellen abgeführt hat, als er eine Schlägerei mit Polizeieinsatz in einem Internetcafe an der Prenzlauer Allee dokumentieren wollte. Der 41 Jahre alte Fotograf war von der Polizei, die sich behindert fühlte, zum Verlassen des Schauplatzes aufgefordert worden. Als der sich weigerte, kam es zum Handgemenge. Anschließend wurde er in Handschellen abgeführt seine Taschen durchsucht und vorübergehend sein Handy beschlagnahmt.
Der DJV Berlin hält das Vorgehen der Polizei für unangemessen und verweist in diesem Zusammenhang auf die erst kürzlich erstellte neue interne Handlungsanleitung für die Polizei. Darin heißt es: „Aufnahmen von Tatorten und den dort anwesenden Mitarbeitern der Polizei sind gängige Praxis. Bitte reagieren Sie gelassen gegenüber aufnehmenden Personen.
Hier sei offensichtlich überreagiert worden, stellt dazu der Vorsitzende des DJV Berlin, Peter Pistorius, fest. „Ich habe erhebliche Zweifel, dass tatsächlich eine Straftat eines Journalisten vorliegt" sagte er. Zwar sei selbstverständlich, dass auch Journalisten die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten haben, aber die freie Berichterstattung gehe allemal vor.





